DBB-Damen unterliegen in Litauen27. August 2008

Szittya-Team bleibt Gruppenletzter – Regeneration vor Rückrunde

Die Damen des Deutschen Basketball Bundes haben auch ihr viertes Spiel in der Qualifikationsrunde zur Europameisterschaft 2009 verloren. Mit 80:44 (10:23, 7:20, 10:24, 17:13) unterlagen sie im litauischen Druskininkai und stehen nach absolvierter Hinrunde mit dem Rücken zur Wand. Die Damen-Nationalmannschaft hat am kommenden Spieltag (Samstag, 30. August 2008) spielfrei und muss die so wichtigen Siege nun in der Rückrunde sammeln, die am Dienstag, 2. September 2008 um 16.45 (deutscher Zeit) in Israel beginnt.

Die deutschen Basketballerinnen begannen stark und gestalteten die Partie durch Punkte von Anne Breitreiner und Lisa Koop zunächst offen (4:7, 3. Min.). Doch danach lief für die Spielerinnen von DBB-Bundestrainer Imre Szittya nicht mehr viel zusammen: vier Minuten blieben sie ohne Punkte; Litauen zog durch einen 9:0-Lauf davon (16:4). Erneut war es Breitreiner, die die Flaute der DBB-Damen beendete und zum 6:16 in der siebten Spielminute traf. Deutschland hatte zum Ende des ersten Viertels bereits sieben Fouls auf dem Konto (Koop und Skuballa je zwei) und da die Baltinnen sicher von der Linie trafen (acht von zehn), setzten sie die Gastgeberinnen mit 23:10 ab.

Litauen erwischte den besseren Start in den zweiten Spielabschnitt und erhöhte den Abstand durch die stark aufspielenden Petronyte und Rinkeviciute, die zum 27:10 einnetzten. Sarah Austmanns Distanzwurf gab den Deutschen noch einmal Hoffnung – doch blieben diese Punkte lange Zeit die Einzigen im zweiten Viertel. In dieser Phase des Spiels trugen sich die DBB-Damen lediglich mit Ballverlusten und Fehlwürfen auf das Scoreboard ein, nicht aber mit Punkten. Dabei hatten Deutschlands Basketballerinnen noch Glück, dass Litauen nicht deutlicher davonzog, sondern ebenfalls eine schwache Wurfphase durchlief. Dennoch wuchs der Rückstand für die ING-DiBa-Korbjägerinnen weiter: nach 16 Minuten lagen sie mit 13:37 zurück. Zwei Minuten vor der Halbzeitpause verkürzten Annika Danckert und Dorothea Richter auf 17:37. Doch wieder erreichten die deutschen Basketballerinnen die Foulgrenze und schickten die sicheren Schützinnen aus Litauen an die Linie: nach sechs verwandelten Würfen stand es zur Halbzeit 43:17 für Litauen.

Wenn die deutschen Damen das Ruder noch herumreißen wollten, dann mit einem guten Start in die zweite Hälfte. Doch nach Katja Bavendams Punkt von der Freiwurflinie war der Dreipunktewurf von Rinkiviciute schmerzhaft für Deutschlands Basketballerinnen. Das Szittya-Team steckte jedoch nicht auf und zwang Litauen zu vielen Fehlwürfen, die den baltischen Trainer eine Auszeit nehmen ließen. Danach agierten die Litauerinnen wieder souverän und fanden auf jede gelungene deutsche Aktion die passende Antwort. So konnten die Punkte von Richter und Breitreiner den Abstand nicht verkürzen (24:53, 26. Min.). Litauen spielte im dritten Spielabschnitt seine internationale Erfahrung aus und hatte die Partie schon vor den letzten zehn Minuten entschieden (27:67).

Ebenso souverän brachten die von DBB-Bundestrainer Szittya als Favorit in der Gruppe deklarierten Litauerinnen das Spiel nach Hause. Im deutschen Team erhielten die angeschlagenen Spielerinnen Anne Breitreiner, Katja Bavendam und Dorothea Richter mehr Pausen als gewohnt. Für Deutschland trafen Lisa Koop und Sarah Austmann in der längst entschiedenen Begegnung (34:74, 35. Min.). Am Ende mussten die DBB-Damen trotz eines Schlussspurts von Anne Breitreiner (acht Punkte in den letzten zwei Minuten) in die 80:44-Niederlage einwilligen. Szittya gab sich trotz der erneute Niederlage kämpferisch: „Jetzt gilt es für die kommenden Spiele in der Rückrunde alle Kräfte zu bündeln und die fehlenden Siege einzufahren.“

Für Deutschland spielten:
 
Lea Mersch (evo NB Oberhausen), Sarah Austmann (evo NB Oberhausen, 7), Katja Bavendam (Botas Spor/Türkei), Anne Breitreiner (KSSSE AZS PWSZ Gorzow/Polen, 17), Annika Danckert (BBV Leipzig, 5), Magdalena von Geyr (TSV Wasserburg), Cornelia Janzon (BBV Leipzig, 1), Alexandra Müller (BG WWK Donau-Ries), Lisa Koop (BC Pharmaserv Marburg, 6), Sabine Loewe (Basket Club Bolzano/Italien), Margret Skuballa (BC Pharmaserv Marburg) und Dorothea Richter (ohne Verein, 5).

Weitere Informationen zur EM-Qualifikation finden Sie auf der Turnier-Homepage

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