DBB-Damen unterliegen Lettland 67:773. September 2005

Nur noch geringe Viertelfinalchancen bei der EM in Bursa/Türkei
Die deutsche Damen-Nationalmannschaft hat bei der Europameisterschaft in Bursa/Türkei die Chance aufs Viertelfinale fast verspielt. Gegen Lettland unterlag das deutsche Team mit 67:77 (18:20, 12:14, 19:20, 18:23). Morgen gegen Polen (15.00 Uhr) muss nun unbedingt und möglichst deutlich gewonnen werden, um sich die Minimalchance auf die Runde der besten acht Team zu erhalten. Zweite Voraussetzung ist ein knapper Sieg von Polen gegen Griechenland am letzten Vorrundenspieltag. Immer vorausgesetzt, dass sich Lettland, Frankreich und die Tschechische Republik nur untereinander Punkte abnehmen und die sonstigen Spiele gewinnen.

Gegen Lettland erwischte das Team von Bundestrainer Olaf Stolz wie schon tags zuvor gegen Griechenland einen glänzenden Start. Nach vier Minuten hieß es 8:2 für die DBB-Auswahl durch einen Dreier der stark beginnenden Linda Fröhlich. Doch die Lettinnen konterten mit einer 12:0-Serie zum 8:14 ganze zwei Minuten später nach einer Reihe deutscher Fehlwürfe. Katja Munck (Foto) , die nach ihrer Einwechslung gemeinsam mit Linda Fröhlich fast das komplette deutsche Angriffsspiel bestimmte, traf zum 16:16 nach acht Minuten.

Die Partie blieb ausgeglichen, die ING-DiBa-Korbjägerinnen handelten sich aber noch vor der Pause zwei 3. Fouls ein (Tini Ishaque, Andrea Harder). Die schwache Wurfquote aus der Nah- und Mitteldistanz und der zu eindimensionale Angriff war verantwortlich für den knappen Halbzeitrückstand. Bis dahin war Marlies Askamp ganz ohne Punkte geblieben, hatte aber fünf Rebounds beigesteuert.

Nach dem Seitenwechsel glich das DB-Team durch Andrea Harder zunächst aus (40:40, 26. Min.). In einer nun dem Spiel gegen Griechenland vom Spielverlauf sehr ähnlichen Partie zogen die Lettinnen etwas davon (52:59, 33. Min.). Bei den ING-DiBa-Korbjägerinnen reihte sich nun Fehlwurf an Fehlwurf. Zwar machten Linda Fröhlich und Andrea Harder aus dem 55:68 schnell ein 60:68 (37. Min.), aber Lettland um die überragende Anete Jekabsone (25 Punkte) ließ sich nicht mehr einfangen und brachte den Vorsprung ungefährdet über die Runden.

Als katastrophal muss man die Wurfquote der deutschen Spielerinnen aus der Nah- unmd Mitteldistanz bezeichnen. Lediglich 14 von 52 Versuchen hatten den Weg ins Ziel gefunden (27 Prozent). Da half auch die erneut ordentliche Dreierquote (11/28 = 39 Prozent) nicht viel weiter. Bei den Turnovern war das DBB-Team besser (15:20), die Rebounds hingegen gingen klar verloren (35:44). Ein komplettes Spiel zeigte Linda Fröhlich (25 Punkte, 9 Rebounds, 7 Steals). Diese tolle Bilanz wurde allerdings durch ihre sieben Ballverluste getrübt.

„Wir haben heute besser als gestern gespielt, der Gegner war stärker. In unserer schwachen Phase Ende des 3. und Anfang des 4. Viertels haben wir zu viele einfache Körbe und Rebounds zugelassen ud selbst zu viele einfache Würfe vergeben. Die schwache Wurfquote aus dem Zweierbereich kann ich mir auch nicht erklären, aber das reicht natürlich nicht aus. Dennoch werden wir alles tun, um morgen die Polinnen zu schlagen und weiter an unsere Viertelfinalchance glauben“, meinte Olaf Stolz nach dem Spiel.

Deutschland:
Marlies Askamp (NB Oberhausen, 2, 12 Rebounds), Anne Breitreiner (TSV Wasserburg, 6), Linda Fröhlich (Spartak Moskau, 25), Petra Gläser (Spartak Moskau), Andrea Harder (Powerbasket Wels/Österreich, 10), Tini Ishaque (BC Marburg, 4), Alexandra Müller (BSG Ludwigsburg, 3), Katja Munck (TSV Wasserburg, 14), Dorothea Richter (BG Dorsten), Lubica Schultze (Tarbes Gespe Bigorre/Frankreich, 3), Yvonne Weber (BC Marburg), Esther Katona (USC Freiburg). 

Statistik unter www.fibaeurope.com

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