DBB-Damen unterliegen Großbritannien24. Mai 2014

Die deutsche Damen-Nationalmannschaft hat ersatzgeschwächt im dritten Länderspiel in dieser Saison ihre erste Niederlage hinnehmen müssen. Im britischen Worcester unterlag das Team von Bundestrainerin Alexandra Maerz gegen Großbritannien mit 42:64 (15:14, 6:15, 7:22, 14:13). In einer insgesamt schwachen deutschen Mannschaft war Finja Schaake mit acht Punkten die beste Werferin. Morgen geht es ein weiteres Mal gegen den gleichen Gegner.

Anne Breitreiner, Svenja Brunckhorst, Maggie Skuballa, Katharina Fikiel und Lisa Koop nahmen die Partie für Deutschland in Angriff. Auf die erkrankte Steffi Wagner sowie auf Romy Bär (angeschlagen) und Tina Menz (Sprunggelenkverletzung) musste Maerz verzichten. Nach einem 0:7-Rückstand nach 90 Sekunden sorgte Koop für die ersten deutschen Punkte. Das DBB-Team fand nur schwer ins Spiel, was Maerz beim 4:11 nach vier Minuten zu einer ersten Auszeit veranlasste. Prompt führten Skuballa, Breitreiner und Ireti Amojo (Foto) ihr Team heran (10:11, 6. Min.). Die klare Reboundunterlegenheit (4/11) sowie die magere Wurfquote von lediglich 27 Prozent konnten die Britinnen aber nicht unter Druck setzen. Trotzdem schaffte Deutschland durch Ama Degbeon die Führung nach dem ersten Viertel (15:14), weil man gut auf den Ball aufpasste.

Auch im zweiten Spielabschnitt suchten beide Teams – vergeblich – nach einem Rhythmus. Viele Aktionen misslangen und Deutschland benötigte fast vier Minuten, um die ersten Punkte zu erzielen (17:19). Offensiv ging bei den DBB-Damen in diesen Minuten gegen den Druck der gegnerischen Verteidigung so gut wie nichts, aber auch die Gastgeberinnen mussten sich mit wenig Zählbarem begnügen (21:23, 17. Min.). Die Rebounds blieben eindeutig in der Hand der Britinnen (9/20) und Koop musste mit ihrem bereits dritten Foul auf der Bank Platz nehmen. So gehörte die Phase bis zur Halbzeit den Britinnen (21:29).

Es wurde auch nach dem Seitenwechsel nicht besser. Im Gegenteil, nach 25 Minuten war der Rückstand auf 23:40 angewachsen. Es fehlte einfach jegliche ordnende Hand und die Einstellung zum Rebounden. So hatte Großbritannien leichtes Spiel und dominierte das binnen Minuten entschiedene Spiel eindeutig (25:47, 28. Min.). Kaum zu erklären blieb die Reboundbilanz nach drei Vierteln (13/33).

Im Schlussviertel ging es lediglich noch um Schadensbegrenzung, was das Ergebnis angeht, und um weiteres Bemühen um eine offensive Struktur gegen permanent hohen Druck. Insofern hatte die frustrierende Partie durchaus auch ihren Nutzen, denn sie war sicher ein sehr guter Test im Hinblick auf die EM-Qualifikation.

“Der Sieg geht auch in der Höhe in Ordnung und ich möchte unsere fehlenden Spielerinnen gar nicht als Ausrede benutzen. Wir waren einfach nicht bereit, dieser internationalen Härte und dieser Athletik entsprechend zu begegnen. Dafür wissen wir jetzt, dass wir ganz besonders in diesem Bereich noch viel arbeiten müssen. Ich hoffe, dass Romy Morgen ein paar Minuten spielen kann, dann wollen wir es in jedem Fall besser machen”, meinte Alexandra Maerz nach der Begegnung.

Für Deutschland spielten:
Romy Bär (Union Lyon Basket Feminin/FRA, dnp), Anne Breitreiner (TSV Wasserburg, 4), Svenja Brunckhorst (TSV Wasserburg, 2), Lisa Koop (Herner TC, 6), Finja Schaake (BC pharmaserv Marburg, 8), Nelli Dietrich (TV Langen / Rhein-Main Baskets, 2), Margret Skuballa (BC pharmaserv Marburg, 7), Ama Degbeon (BC pharmaserv Marburg / Bender Baskets Grünberg, 6), Sonja Greinacher (Gonzaga University/USA), Katharina Fikiel (SV Halle Lions, 2), Ireti Amojo (ohne Verein, 5).

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