DBB-Damen: Tolle Moral zum EM-Abschied20. Juni 2011

Schon vor dem 64:76 gegen Montenegro hatte das Ausscheiden festgestanden – Katharina Kühn verabschiedet sich vom Leistungssport
 Die deutsche Damen-Nationalmannschaft hat sich von der Europameisterschaft in Polen nach einer wiederum tollen Vorstellung mit einem 64:76 (15:25, 15:10, 19:19, 15:22) gegen Montenegro verabschiedet. Schon nach der gestrigen Niederlage gegen Polen hatte festgestanden, dass das deutsche Team nach der Vorrunde ausgeschieden war. Damit endet ein großartiger Sommer für die DBB-Damen, die mit einem kaum für möglich gehaltenen Run durch die EM-Qualifikation noch den letzten EM-Startplatz erkämpft hatten. In der abschließenden Partie gegen einen der Geheimfavoriten traf Svenja Greunke am besten (20 Punkte).

Deutschland trat ohne Romy Bär an, die sich im gestrigen Spiel am Knöchel verletzt hatte. Bundestrainer Bastian Wernthaler baute seine erste Fünf komplett um und begann mit Tina Menz, Sarah Austmann, Birte Thimm, Svenja Greunke und Petra Gläser. Der Start gelang bestens (5:0, Austmann, Greunke), und ein verärgerter montenegrischer Coach nahm bereits nach weniger als einer Minute seine erste Auszeit. Mit Wirkung, denn Montengro kam nun besser ins Spiel und zog am deutschen Team vorbei (5:7, 4. Min., 7:13, 7. Min.). Aber Deutschland setzte nach und kam durch Katharina Kühn (Foto), die nach zehn Jahren Nationalmannschaft und 70 Länderspielen ihr letztes Spiel auf Leistungsbasketball-Ebene absolvierte, zum 12:15 zwei Minuten vor dem Viertelende. Wernthaler wechselte munter durch und gab all seinen einsatzfähigen Spielerinnen noch einmal die Gelegenheit, sich auf dem EM-Parkett zu präsentieren. Das DBB-Team verkaufte sich gut (Dreier von Breitreiner zum 15:17, 9. Min.), sah sich aber am Ende des ersten Vierteles doch bereits mit zehn Punkten im Rückstand (15:25).

Nahezu punktlos verstrichen die ersten fünf Minuten des zweiten Viertels (19:27). Der deutschen Mannschafft gelang es, die Zahl der Ballverluste erfreulich klein zu halten. Bei den Rebounds hatte Montengro allerdings ein deutliches Übergewicht. Hier machte sich das Fehlen von Romy Bär natürlich bemerkbar. Breitreiner traf nach 18 Minuten zum 25:32, kurz später zum 29:34 und hielt ihre Mannschaft im Spiel. Das 30:35 nach 20 Spielminuten durfte durchaus als erfreulicher Zwischenstand gewertet werden.

Mit 0:9 misslang der DBB-Auswahl der Start ins dritte Viertel gründlich, ehe die wieder einmal sehr gut agierende Svenja Greunke für Deutschland traf (32:44, 24. Min.). Sie war es auch, die für das 39:46 nach 26 Minuten verantwortlich zeichnete. Deutschland wehrte sich mit aller Kraft und voller Motivation, doch der starke Gegner hatte immer eine passende Antwort parat (41:52, 28. Min.).  Nur eine Minute später bedeutete der Dreier von Greunke das 48:54 und plötzlich wieder die Tuchfühlung. Nach drei Vierteln war die Partie wieder offen (49:54).

Breitreiner brachte ihre Mannschaft sogar auf 51:54 heran, ehe Montenegro zum wiederholten Male zurückschlug und sich wieder etwas absetzte (51:59, 32. Min.). Aber der Kampfgeist der deutschen Auswahl war ungebrochen, und wiederum eine Minute später hatte Doro Richter zum 55:59 getroffen. Die Geschichte(n) dieses Spieles wiederholte(n) sich, denn drei Minuten vor dem Ende hatte Montenegro erneut gekontert (60:72, 37. Min.). Dieses Mal gelang es den ING-DiBa-Korbjägerinnen nicht mehr, dem Spiel noch eine Wende zu geben. Dennoch durften sie erhobenen Hauptes das Spielfeld verlassen.  

“Insgesamt hat hier bei der EM die allerletzte Spannung bei uns gefehlt, die nötig gewesen wäre, um noch mehr zu erreichen. Es war nicht leicht, nach unserer Qualifikation neue Motivation aufzubauen. Aber ich bin dennoch stolz auf die Mannschaft, auf dieser jungen Generation kann man aufbauen”, zog Wernthaler sein letztes Fazit in diesem Sommer.

Für Deutschland spielten:
Lea Mersch (evo NB Oberhausen, 4), Anne Breitreiner (Villeneuve/FRA, 16), Dorothea Richter (Heli Donau Ries, 5), Lisa Koop (BC pharmaserv Marburg), Sarah Austmann, (evo NB Oberhausen, 7), Stephanie Wagner (Rhein-Main Baskets), Tina Menz (Leeds Carnegie/ENG, 5), Birte Thimm (evo NB Oberhausen), Svenja Greunke (Rhein Main Baskets / TV Langen, 20), Katharina Kühn (TSV Wasserburg, 6), Petra Gläser (Kvarnby Basket/SWE, 1).

Statistiken und weitere Berichterstattung unter www.fibaeurope.com

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