DBB-Damen starten mit Sieg in die EM-Qualifikation3. Juni 2011

69:57-Erfolg gegen Belgien macht Hoffnung für die weiteren Spiele – Großer Kampfgeist der Wernthaler-Truppe
Die deutsche Damen-Nationalmannschaft ist erfolgreich in die EM-Qualifikation im italienischen Taranto gestartet. Das Team von Bundestrainer Bastian Wernthaler bezwang zum Auftakt Belgien nach großem Kampf mit 69:57 (25:17, 13:12, 12:14, 19:14). In einer homogenen deutschen Auswahl erzielten Romy Bär (Foto), Anne Breitreiner (14) und Lisa Koop (13) die meisten Punkte.

Wie auch zuletzt in den Testspielen begannen Lea Mersch, Anne Breitreiner, Dorothea Richter, Romy Bär und Lisa Koop für Deutschland. Richter traf sofort einen Dreier, “fing sich” aber in den ersten zwei Minuten auch schon zwei Fouls, sodass sie durch Tina Menz ersetzt werden musste. Unbeirrt davon ging Deutschland durch zwei schön ausgespielte Fastbreaks mit 10:3 in Führung (3. Min.). Belgien sah sich zu einer ersten Auszeit genötigt. Deutschland kam mit dem hohen Tempo der Partie besser zurecht und zwang die Belgierinnen zu vier frühen Ballverlusten. Doch vorne gelang nun ein paar Minuten lang nichts mehr, sodass der Gegner – vor allem durch Freiwürfe – heran kam (12:8, 6. Min.). Die sehr agile Breitreiner und Svenja Greunke trafen aber postwendend zum 16:8 nur eine Minute später. In der Folge fand auch Bär in die Begegnung und baute den Vorsprung aus (21:11, 9. Min.). In der letzten Minute des ersten Viertels traf Belgien seine ersten beiden Dreier zur Resultatsverbesserung (25:17).

Anfangs des zweiten Spielabschnitts hatten die ING-DiBa-Korbjägerinnen eine Durststrecke zu überstehen, behaupteten aber noch die Führung (27:25, 14. Min.). Die Ballverluste häuften sich in dieser Phase, daran änderte auch eine deutsche Auszeit nichts. Im Angriff wollte einfach nichts mehr gelingen, und das deutsche Team konnte von Glück sagen, dass Belgien diese Schwächephase nur unzulänglich zu nutzen wusste (28:27, 17. Min.). Mersch und Breitreiner “befreiten” ihre Mannschaft etwas aus der belgischen Umklammerung, Menz legte mit einem erfolgreichen Freiwurf zum 33:27 (18. Min.) nach. Nach zwanzig Minuten hatte die aufopferungsvoll kämpfende Sarah Austmann mit zwei “buzzer beater”-Freiwürfen nach Offensivrebound dafür gesorgt, dass sogar das deutlich schwächere zweite Vierte noch gewonnen worden war (38:29).

Belgien erhöhte den Druck und Deutschland antwortete … zunächst mit zwei weiteren Ballverlusten und – viel schlimmer – mit dem dritten und vierten Foul von Breitreiner (38:34, 13. Min.). Auch Breitreiner-“Ersatz” Austmann wurde das dritte Foul gepfiffen, langsam wurde es brenzlig auf der Position. Belgien witterte seine Chance, ließ jetzt nicht nach (41:38, 24. Min.) und kam zum Ausgleich. Wernthaler rief seine Spielerinnen zu einer Auszeit zusammen. Das im Basketball viel zitierte “Momentum” war nun eindeutig auf Seiten der Belgierinnen. Nach neun erfolglosen Versuchen aus dem Feld in Folge traf Menz endlich wieder für Deutschland und holte die Führung zurück (43:41, 25. Min.). Doch schier unaufhaltsam stieg die Zahl der Ballverluste, und ebenso unaufhaltsam ging die deutsche Wurfquote immer mehr in den Keller (14/46). Trotzdem warfen die deutschen Damen in einer auf des Messers Schneide stehenden Partie nun alle Kräfte in die Waagschale, um Belgien auf keinen Fall vorbeizulassen. Der große Einsatz wurde belohnt, und nach drei Vierteln hatte die DBB-Auswahl nach einem umjubelten Greunke-Dreier wieder etwas die Nase vorn (50:43).

Mit Beginn des Schlussabschnitts kam Belgien wieder heran (50:48, 32. Min.). Ein Kampf auf Biegen und Brechen entbrannte, bei dem sich die deutschen Spielerinnen wieder einen leichten Vorteil verschafften (54:48, 33. Min., Koop). Beleg für den großen Kampfeswillen der Wernthaler-Truppe war das mittlerweile wieder eindeutig positive Reboundverhältnis (38:31). Unglaublich, was sich Bär und Austmann in dieser Phase für abprallende Bälle sicherten. 58:48 hieß es nach zwei Bär-Freiwürfen und einem Korb von Koop fünf Minuten vor dem Ende. Austmann kassierte ihr viertes Foul, blieb aber zunächst auf dem Feld. Die zurückgekehrte Breitreiner sorgte für die bis dato höchste Führung (60:48, 36. Min.), eine Vorentscheidung schien gefallen. Koop wurde von Minute zu Minute stärker und traf zum 62:48, ehe sich Belgien ein letztes Mal auf eine Aufholjagd begab. Nur eine Minute verging, bis der Gegner wieder zum 62:54 aufgeschlossen hatte. Wieder nahm der Bundestrainer eine Auszeit. Auch Richter spielte jetzt mit vier Fouls, der Freiwurftreffer von Menz zum 63:54 wurde “gerne genommen” (38. Min.). Letztlich rettete die deutsche Mannschaft den Sieg, der nach dem 65:55 durch Koop eine Minute vor dem Ende feststand.

“Wir haben uns heute lange schwer getan und die letzte Intensität in der Defense vermissen lassen. Belgien mit fünf Außenspielerinnen ist sehr unangenehm zu spielen. Wir haben aber gut dagegen gehalten und mit Romy Bär, Sarah Austmann und Lisa Koop gleich drei Spielerinnen gehabt, die die lange auf der Bank sitzende Anne Breitreiner gut vertreten haben,” so Bastian Wernthaler unmittelbar nach der Partie.

Für Deutschland spielten:
Lea Mersch (evo NB Oberhausen, 2), Anne Breitreiner (Villeneuve/FRA, 14), Dorothea Richter (Heli Donau Ries, 7), Lisa Koop (BC pharmaserv Marburg, 13), Sarah Austmann, (evo NB Oberhausen, 8), Stephanie Wagner (Rhein-Main Baskets), Romy Bär (Challes les Eaux/FRA, 14), Tina Menz (Leeds Carnegie/ENG, 4), Birte Thimm (evo NB Oberhausen), Svenja Greunke (Rhein Main Baskets / TV Langen, 7), Katharina Kühn (TSV Wasserburg), Petra Gläser (Kvarnby Basket/SWE).

Statistiken und weitere Berichterstattung unter www.fibaeurope.com

Weiterer Spielplan EM-Qualifikation für Deutschland, Taranto/Italien
Samstag, 4. Juni 2011, 20.30 Uhr: Deutschland – Rumänien
Sonntag, 5. Juni 2011, 20.30 Uhr: Deutschland – Italien
Dienstag, 7. Juni 2011, 17.45 Uhr: Deutschland – Serbien
(Der Sieger dieser Qualifikationsrunde spielt in zwei Spielen gegen den Sieger der anderen Qualifikationsrunde um den letzten noch zu vergebenden Platz für die EM vom 18. Juni – 3. Juli 2011 in Polen)

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