DBB-Damen starten mit Niederlage in die EM-Qualifikation16. August 2008

1.200 Zuschauer sind dennoch von der Vorstellung des Szittya-Teams begeistert

Die deutsche Damen-Nationalmannschaft ist mit einer Niederlage in die EM-Qualifikation gestartet. Gegen Israel sprang vor 1.200 Zuschauern in der bestens gefüllten Hagener Ischelandhalle nach großem Kampf nur eine  66:68 (25:21, 15:19, 14:18, 12:10)-Niederlage heraus. Am kommenden Mittwoch geht es nun zum 2. Spiel nach Kiew in die Ukraine (Spielbeginn 16.00 Uhr MESZ).   

Beide Teams versuchten es zu Beginn mit einer Mannverteidigung. Doch schon nach weniger als zwei Minuten verletzte sich der niederländische Schiedsrichter Martijn de Vries (Muskelbündelriss in der Wade), und sein belgischer Kollege Renaud Geller musste alleine weiter pfeifen. Die DBB-Damen erwischten einen guten Start (7:2, 3. Min.) und agierten mit viel Tempo. Der zweite Dreier von Alexandra Müller und ein schöner Sprungwurf von Anne Breitreiner brachten das 12:6 (5. Min.). Viel Druck zum Korb und Aggressivität brachten den Gegner in Bedrängnis. Aber die Israelis, die in ihrer ersten Partie klar gegen Litauen gewonnen hatten, fanden nach und nach in die Partie. Zwei Dreier von Liron Cohen brachten Israel nach acht Minuten auf 18:15 heran. Das Publikum hatte durchaus seine Freude mit dem abwechlsungsreichen Spiel, in dem Israel zum 18:18 ausglich (9. Min.). Doch bis zum Viertelende warfen Breitreiner und Sarah Austmann wieder eine deutsche 25:21-Führung heraus.

Bitter für die deutsche Mannschaft, dass Breitreiner schon nach zehn Sekunden im 2. Viertel ihr 3. Foul kassierte und auf die Bank musste. Bis dahin hatte sie bereits zwölf Punkte erzielt. Ihr Ausscheiden hatte schnell negativen Konsequenzen für das deutsche Spiel. Die Szittya-Truppe behauptete zunächst eine knappe Führung, musste die Gäste aber dann vorbei ziehen lassen (29;31, 15. Min.). Katja Bavendam und Lisa Koop (Foto) wurden nun mehrmals schön unter dem israelischen Korb eingesetzt, die Partie blieb völlig offen, bis Shay Doron für Israel  per Dreier zum 33:36 traf (16. Min.). Da stand Breitreiner aber bereits wieder auf dem Feld. Deutschland musste nun aufpassen, nicht den Anschluss zu verlieren, denn Israel hatte das Kommando übernommen. Die überragende Breitreiner sorgte per Wurf von jenseits der 6,25 Meter-Linie für den erneuten Ausgleich und brachte Deutschland auch wieder in Führung (40:38, 20. Min.).

Dreier von Austmann und Breitreiner führten zu einem gelungenen Start der deutschen Mannschaft in Viertel drei (46:42, 22. Min.). Der unbedingte Siegeswille war spürbar. Aber Cohen und Doron waren kaum zu stoppen, und schon ging Israel wieder in Front (48:52, 26. Min.). Szittya nahm erneut eine Auszeit. Man musste nun erneut um die deutschen Damen bangen, denn Israel wirkte sehr abgeklärt und souverän. Breitreiner punktete aus der Bedrängnis (52:55, 29. Min.). Bei ihr durfte sich die deutsche Mannschaft bedanken, dass man immer noch im Spiel war. Nach drei Vierteln lagen die DBB-Damen mit 54:58 hinten.

Dorothea Richter machte ihr 4. Foul nach 31 Minuten, blieb aber auf dem Spielfeld und traf einen Freiwurf (55:58, 33. Min.), Doron netzte mit Ablauf der 24-Sekunden-Uhr zum für Deutschland schmerzhaften 55:61 ein. Die weiterhin aggressive Verteidigung der DBB-Auswahl brachte einen Ballgewinn, den Koop vorne nutzte. Die ING-DiBa-Korbjägerinnen saßen Israel im Nacken, kamen aber einfach nicht vorbei (59;65, 37. Min.). Nach für ihre Verhältnisse längerer Durststrecke traf Breitreiner dann mit Foul und verandelte auch den fälligen Freiwurf (62:65). Die Halle stand jetzt wie ein Mann hinter den deutschen Spielerinnen. Israel konnte sich aber auf seine erfahrenen Spielerinnen verlassen, während auf deutscher Seite Breitreiner einfach zu viel machen musste. 1,06 Minuten vor dem Ende nahm Szittya bei eigenem Ballbesitz und beim Stand von 64:68 eine weitere Auszeit, um das Spiel vielleicht doch noch zu drehen. Breitreiner machte auch das 66:68 54 Sekunden vor dem Ende, Deutschland gelang ein weiterer Ballgewinn, aber sieben Sekunden vor dem Ende wurde eine foulwürdige Aktion an Breitreiner nicht geahndet, und man musste in die unglückliche Niederlage einwilligen.

Für Deutschland spielten: 
Lea Mersch (evo NB Oberhausen), Sarah Austmann (evo NB Oberhausen, 8), Katja Bavendam (Botas Spor/Türkei, 6), Anne Breitreiner (KSSSE AZS PWSZ Gorzow/Polen, 31), Annika Danckert (BBV Leipzig), Magdalena von Geyr (TSV Wasserburg), Cornelia Janzon (BBV Leipzig, 3), Alexandra Müller (BG WWK Donau-Ries, 6), Lisa Koop (BC Pharmaserv Marburg, 9), Sabine Loewe (Basket Club Bolzano/Italien), Margret Skuballa (BC Pharmaserv Marburg) und Dorothea Richter (ohne Verein, 3).

Weitere Informationen zur EM-Qualifikation finden Sie auf der Turnier-Homepage

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