DBB-Damen starten erfolgreich in die EM24. September 2007

Nach Auftakterfolg gegen Rumänien stehen die Chancen auf das Erreichen der Zwischenrunde gut, und der vorsichtige Blick auf das Viertelfinale ist erlaubt – Überragende deutsche Dreierquote

Die deutsche Damen-Nationalmannschaft ist erfolgreich in die Europameisterschaft in Italien gestartet. In Lanziano feierte die DBB-Auswahl von Bundestrainer Imre Szittya einen hart erkämpften 85:78 (25:19, 17:21, 26:19, 17:19)-Erfolg gegen Rumänien. Damit haben die deutschen Korbjägerinnen gute Chancen die Zwischenrunde zu erreichen und dürfen vorsichtig in Richtung Viertelfinale blicken.

Szittya startete mit seiner bewährten 1. Fünf mit Doro Richter, Alex Müller (Foto), Anne Breitreiner, Linda Fröhlich und Martina Weber. In der Anfangsphase trafen drei deutsche Dreier von Richter, Müller und Breitreiner den rumänischen Korb und sorgte für einen gelungenen Start (11:4, 3. Min.). Dann netzten auch Weber und Fröhlich ein, sodass sich die Rumäninnen bereits nach knapp fünf Minuten in eine 1. Auszeit flüchteten (17:7). Auch Roli Ann Nikagbatse führte sich mit einem Assist, zwei Steals und einem Freiwurftreffer gleich bestens ein. Gegen Ende des 1. Viertels kamen die Rumäninnen aber besser ins Spiel (25:19, 10. Min.), während die Konzentration der DBB-Damen sowohl in der Defense als auch in der Offense etwas nachließ.

WNBA-Akteurin Linda Fröhlich avancierte langsam zur bestimmenden Figur der deutschen Angriffsbemühungen, suchte häufig den Abschluss und traf in dieser Phase hochprozentig (29:19, 11 Punkte Fröhlich, 12. min.). Doch die aus Leipzig bekannte Ildiko Vass hatte ebenfalls ihr Wurfhändchen gefunden und brachte Rumänien wieder heran (29:26, 13. Min.). Die Partie war jetzt zu einem völlig offenen Schlagabtausch geworden. Müller schaffte mit zwei weiteren Dreiern wieder „Luft“ für die Deutschen (38:30, 17. Min.) und übernahm jetzt das Kommando. Hinten stimmte es aber weiter nicht, sodass sich der Gegner nicht abschütteln ließ (40:36, 19. Min.). Zum Seitenwechsel war der Vorsprung fast aufgebraucht (42:40), und eine spannende 2. Hälfte des richtungsweisenden Spieles kündigte sich an. Neben Vass war Centerin Maria Pascalau mit zwölf Punkten und vier Rebounds bis dato das größte Problem für die deutsche Verteidigung.

Gleich nach der Pause übernahm Rumänien die Führung (42:46). Man musste ernsthaft um die deutsche Auswahl bangen, denn Fröhlich kassierte ihr 3. Foul und das Spiel schien der Szittya-Truppe zu entgleiten. Aber Breitreiner und die bärenstarke Müller holten die Führung für Deutschland zurück (50:46, 24. Min.). Die Begegnung machte nun ihrer Bedeutung alle Ehre und bot dem Publikum bedingungslosen Einsatz und verbissenen Kampf, bei dem keines der beiden durch hohe Wurfquoten bestechenden Teams einen Schritt zurück wich. Das DBB-Team traf überragend von jenseits der 3-Punkte-Linie (10/17 bis dahin) und konnte durch zwei Breitreiner-Dreier wieder ewas Abstand zwischen sich und Rumänien bringen (62:54, 28. Min.). Doch in dieser Partie war das noch langer keine Vorentscheidung, denn Rumänien forderte die ING-DiBa-Korbjägerinnen weiter intensivst. Dennoch durfte man auf deutscher Seite nach drei Vierteln zuversichtlich in die letzten zehn Minuten gehen (68:59), denn neben Fröhlich und Müller hatte sich Breitreiner (Foto links) als starke Offensivkraft dazu gesellt.

Rumänien gab nicht auf und kam wieder näher heran (68:63, 33. Min.). Nun nahm Szittya eine Auszeit und versuchte, sein Team für die letzten Minuten einzustellen. Fröhlich saß mittlerweile mit vier Fouls auf der Bank, Breitreiner, Richter und Müller hatten bereits drei Fouls. Der Dreier von Sarah Austmann zum 71:65 war ganz wichtig, doch noch immer waren sechs Minuten zu spielen. Auch Weber handelte sich ihr 4. Foul ein, während Vass für Rumänien per Dreier zum 73:70 traf (35. Min.). Petra Gläser und die aufs Spielfeld zurück gekehrte Fröhlich hielten dagegen (78:70), Rumänien nahm eine Auszeit. Pascalau war bei 26 Punkten angekommen und von den foulbelasteten deutschen Centerinnen weiterhin nicht ausreichend zu kontrollieren (78:74, 37. Min.). Mit ihrem fünften erfolgreichen Dreier meldete sich Müller zurück beim „Punktesammeln“ und sorgte zwei Minuten vor dem Ende für etwas Erleichterung auf der angespannten deutschen Bank (81:74). Jetzt durfte man von einer Vorentscheidung sprechen, denn in der Folge kam Rumänien trotz des foulbedingten Ausscheidens von Fröhlich nicht mehr gefährlich heran.

„Wir sind überglücklich, dass wir dieses wichtige Spiel gewonnen haben. Es war wie erwartet hart umkämpft, aber verdient, denn wir haben am Ende cleverer als Rumänien agiert“, meinte ein erleichtertet Bundestrainer Imre Szittya nach dem Spiel.

Für Deutschland waren dabei:
Roli-Ann Nikagbatse (ohne Verein, 1), Anne Breitreiner (Lotos Gdynia/Polen, 19), Dorothea Richter (ohne Verein, 5), Margret Skuballa (BC Pharmaserv Marburg, dnp), Sarah Austmann (evo NB Oberhausen, 3), Natalie Gohrke (BC Pharmaserv Marburg, 2), Corry Berger (TSV Wasserburg, dnp), Alexandra Müller (TSV Wasserburg, 22), Katharina Kühn (TSV Wasserburg, dnp), Linda Fröhlich (Sacramento Monarchs/WNBA, 20), Martina Weber (New York Liberty/WNBA, 7), Petra Gläser (evo NB Oberhausen, 6).

Statistiken und weitere Informationen unter www.fibaeurope.com

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