DBB-Damen: Starker EM-Auftakt gegen Spanien18. Juni 2011

Mitfavorit auf den EM-Titel setzt sich letztlich dennoch durch
Die Europameisterschaft in Polen hat für die deutsche Damen-Nationalmannschaft mit einer 69:79 (12:21, 15:18, 22:19, 20:21)-Niederlage gegen EM-Mitfavorit Spanien begonnen. In Katowitz zeigte das Team von Bundestrainer Bastian Wernthaler dennoch eine sehr starke Vorstellung gegen die Ibererinnen und machte Hoffnung für die kommenden Spiele. Mit 14 Zählern war Romy Bär die erfolgreichste deutsche Schützin.

Die deutsche Mannschaft stand kaum auf dem Feld, da lag sie auch schon mit 0:7 in Rückstand (2. Min .). Dann aber trafen Romy Bär und Lea Mersch (Foto) und gestalteten das Resultat freundlicher. Die eingewechselte Sarah Austmann kassierte glech zwei schnelle Fouls, Spanien dominierte die Anfangsphase recht eindeutig (4:11, 4. Min.). Deutschland kämpfte verbissen darum, “lästig” für die Spanierinnen zu sein, wie es Wernthaler zuvor formuliert hatte. Und das gelang auch, denn Anne Breitreiner konnte auf 8:11 verkürzen (6. Min.). Doch Spanien ließ nicht locker (8:18, 8. Min.), und schon jetzt konnte man deutlich erkennen, welch´ schwierige Aufgabe dem deutschen Team bevorstand. Katharina Kühn und Bär besorgten das 12:18 eine Minute vor dem Viertelende, ehe Amaya Valdemoro noch einen Dreier im deutschen Korb versenkte.

Breitreiner verkürzte auf 16:21, Svenja Greunke per Dreier und wieder Breitreiner dann sogar auf 21:24 nach 13 Minuten. Spanien reagiert souverän und vergrößerte den Abstand umgehend wieder (21:31, 15. Min.), aber die DBB-Auswahl hatte zumindest ein deutliches Ausrufezeichen hinterlassen. Einsatzbereitschaft und Kampfeswillen stimmten weiterhin im deutschen Team, das jetzt aber deutlich zu viele Rebounds abgab (25:35, 17. Min.). So war der Rückstand nach zwei Vierteln noch etwas angewachsen (27:39). Das Reboundverhältnis von 13:24 (darunter zehn offensive Rebounds der Spanierinnen) und die hohe Zahl von elf Ballverlusten hatten maßgeblich dazu beigetragen. Allerdings hatte auch der Gegner schon 13 Mal den Ball verloren.   

Gut startete die deutsche Mannschaft in Viertel drei, kam durch Mersch und Lisa Koop schnell auf 31:39 heran (22. Min.). Spanien hatte wohl nicht mit derart starkem Widerstand des Gegners gerechnet und nahm nach dem Dreier von Doro Richter zum 34:43 (24. Min.) eine Auszeit. Zwei Minuten später hieß es gar 39:43 (Austmann und Richter), und Spanien wirkte jetzt ernsthaft verunsichert. Längst schon waren die Deutschen mehr als nur “lästig” geworden. Bärs Dreier landete zum 42:45 im spanischen Korb, aber Valdemoro versenkte im Gegenzug ihren dritten Dreier. Spanien ließ zwei schnelle Treffer folgen und hatte den deutschen Zwischenspurt abrupt beendet (42:52, 28. Min.). Der Dreier von Austmann kurz vor Viertelende machte da so richtig Spaß (49:58).

Und noch einmal setzten die DBB-Spielerinnen nach, freuten sich über das 51:58 durch Richter (31. Min.) und einen weiteren Dreier von Austmann zum 54:60 kurze Zeit später. Eine Sensation lag jetzt tatsächlich im Bereich des Möglichen! Petra Gläser produzierte direkt von der Bank kommend und nutzte ihre bis dahin nur wenigen MInuten optimal und Deutschland blieb jetzt hartnäckig (60:66, Bär, 34. Min.). Die Spanierinnen mussten mehr investieren, als ihnen lieb war. “Wenn wir eine Chance bekommen, sind wir da”, hatte der Bundestrainer zuvor versprochen, und es schien sich zu bewahrheiten. Das 62:66 von der jetzt immer stärker werdenden Bär zwang Spanien in eine weitere Auszeit, als noch gut fünf Minuten zu spielen waren. Doch letztlich reichte es nicht zum ganz großen Wurf, da sich Deutschland in der Schlussphase einige ärgerliche Ballverluste leistete und somit den Gegner wieder aufbaute. Außerdem war die deutsche Mannschaft minutenlang vom Wurfglück (bis dahn 47 Prozent) verlassen. Spanien zog zwei Minuten vor dem Ende wieder auf zehn Punkte davon (62:72), die Vorentscheidung war gefallen.

“Schade! Da war sogar noch mehr drin. Hätten wir anfangs nicht zu viel Respekt gehabt, hätte es zur Pause schon knapper stehen können. Insofern bin ich nicht ganz zufrieden heute, denn wir haben nicht unser volles Potenzial ausgeschöpft. Für die beiden kommenden Spiele war das aber sicher ein Mut machender Auftakt. Wir müssen daran glauben, dass wir hier Spiele gewinnen können”, appellierte Bastian Wernthaler nach der Partie an seine Spielerinnen.

Für Deutschland spielten:
Lea Mersch (evo NB Oberhausen, 8), Anne Breitreiner (Villeneuve/FRA, 6), Dorothea Richter (Heli Donau Ries, 7), Lisa Koop (BC pharmaserv Marburg, 2), Sarah Austmann, (evo NB Oberhausen, 13), Stephanie Wagner (Rhein-Main Baskets), Romy Bär (Challes les Eaux/FRA, 14), Tina Menz (Leeds Carnegie/ENG), Birte Thimm (evo NB Oberhausen), Svenja Greunke (Rhein Main Baskets / TV Langen, 3), Katharina Kühn (TSV Wasserburg, 8), Petra Gläser (Kvarnby Basket/SWE, 8).

Weitere Spieltermine in der Vorrunde
Sonntag, 19. Juni (18.00 Uhr): Deutschland – Polen
Montag, 20. Juni (12.30 Uhr): Deutschland – Montenegro

Statistiken und weitere Berichterstattung unter www.fibaeurope.com 

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