DBB-Damen vor dem Spiel gegen Großbritannien21. August 2008

Szittya definiert die Zielsetzung neu

Natürlich kann man nicht auf das EM-Qualifikations-
spiel der deutschen Damen gegen Großbritannien am kommenden Samstag in Saarlouis (Stadtgartenhalle, 19.00 Uhr) vorausschauen, ohne einen Blick zurück auf die deprimierende 39:93-Niederlage in der Ukraine zu werfen. Das ist auch Bundestrainer Imre Szittya klar, der am liebsten nach dem Motto „Blick – ohne zurück – nach vorn“ verfahren würde. „Wir haben ohne jeden Rhythmus in Angriff und Verteidigung agiert. Alles, was ich und wir versucht haben, ist schief gegangen. Wir haben eine sehr junge Mannschaft mit wenig Erfahrung, da kann es solche rabenschwarzen Tage geben. Ich bin mir aber sicher, dass wir in dieser Qualifikation nicht noch einmal so spielen“, richtet der Coach schon im Fazit das Augenmerk auf die kommenden Aufgabe.

Und die ist nicht ohne, denn der Partie gegen die ebenfalls noch sieglosen Britinnen (54:59 in der Ukraine, 63:82 gegen Litauen) kommt jetzt eine enorme Bedeutung zu. „Wir definieren unsere Zielsetzung neu. Oberste Priorität hat nun das Erreichen der zusätzlichen Qualifikationsrunde im Januar 2009“, so Szittya. Dafür muss das Abrutschen auf den letzten Gruppenplatz unbedingt verhindert werden.

Mit Großbritannien erwartet der Bundestrainer einen körperlich starken Gegner, der „amerikanischen Basketball mit vielen Verteidigungsvarianten“ spielt, aber keine überragende Spielerin in seinen Reihen habe. Für seine Mannschaft werde es darauf ankommen, an die Leistung aus dem Israel-Spiel (66:68 in Hagen) anzuknüpfen, um den wichtigen Sieg einfahren zu können. „Wir sind in einer ernsten Lage und müssen uns daraus befreien“, appelliert Szittya an sein Team und hofft auf möglichst viele lautstarke Zuschauer in Saarlouis.

Ob und wann Linda Fröhlich zum Team stoßen kann, ist derzeit nicht absehbar. „Ich werde mit ihr telefonieren, und dann werden wir sehen. Linda ist auf jeden Fall ganz nah dran am Team und schreibt regelmäßig e-Mails zur Motivation“, erzählt der Bundestrainer weiter. Die 1,86 Meter große Flügelspielerin, in den vergangenen Jahren stets die überragende Spielerin in der Nationalmannschaft, laboriert seit einigen Monaten an Gleichgewichtsstörungen, befindet sich aber fast am Ende einer ausgiebigen Therapie und möchte den DBB-Damen so bald wie möglich helfen.

Tickets für das EM-Qualifikationsspiel in Saarlouis gibt es für sieben und zehn Euro an der Abendkasse.

Bildzeile:
Anne Breitreiner, Dorothea Richter und Annika Danckert (v. li.) haben sich für das Spiel in Saarlouis Einiges vorgenommen.
Foto: DBB/Camera 4



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