DBB-Damen siegen nach doppelter Verlängerung!27. Juli 2008

Unglaublicher Kräfteakt der Szittya-Crew wird belohnt – Turnier auf drittem Platz beendet

Nach den zwei Niederlagen an den ersten beiden Spieltagen des internationalen Turniers in Kusadasi/Türkei haben die DBB-Damen heute gegen ihren EM-Qualifikationsgegner Ukraine einen Sieg eingefahren. Beim 86:84 (22:25, 12:9, 20:12, 14:22) mussten die ING-DiBa-Korbjägerinnen allerdings zwei Sonderschichten einlegen, um sich durchzusetzen. Nach regulärer Spielzeit hatte es 68:68 und nach der ersten Verlängerung 74:74 gestanden. Mit dem Sieg gegen die Ukraine sicherten sich die deutschen Basketballerinnen den dritten Platz beim internationalen Turnier in der Türkei.

Anders als noch in der gestrigen Partie gegen Ungarn war den DBB-Damen von der physischen Belastung des Turniers (drei Spiele in drei Tagen) nicht viel anzumerken. Vielmehr trotzten die deutschen Basketballerinnen der hohen Intensität des Spiels und steckten auch nach einem knapp verlorenen ersten Viertel (22:25) nicht auf. Besonders erstaunlich war der Kraftakt Deutschlands, da das Trainergespann Imre Szittya und John F. Bruhnke zu einer kleinen Rotation gezwungen war: Lea Mersch reiste zurück nach Deutschland, um wichtigen Pflichten des Studiums nachzukommen und Petra Gläser wurde auf Grund von Achillessehnenproblemen geschont. Umso wichtiger war das Auftreten der deutschen Mannschaft gegen den EM-Qualifikationsgegner im Angriff wie auch in der Verteidigung. „Gegen Ungarn war Anne Breitreiner zu sehr auf sich alleine gestellt. Deswegen war es heute extrem wichtig, vier Spielerinnen von uns zweistellig in den Punkten zu haben“ freut sich John F. Bruhnke.

Die von Szittya und Bruhnke vorgegebenen Ziele, die intensivere Verteidigung des Pick-and-Rolls, sowie die Entlastung der bisherigen Topscorerin Anne Breitreiner, erfüllten die ING-DiBa-Korbjägerinnen bravourös. Mit den sicher treffenden Schützinnen von außen Sarah Austmann (Foto) und Dorothea Richter sowie Lisa Koop in der Zone bekam Breitreiner viel Unterstützung. Durch aggressive Verteidigung, besonders im zweiten Spielabschnitt (12:9), konnten die DBB-Damen zudem die stärkste Spielerin der Ukraine aus dem Spiel nehmen. 

Obwohl die Deutschen vor Beginn der Schlussviertels mit 54:46 in Front lagen, gelang es den DBB-Frauen nicht, ihren Vorsprung zu verteidigen. Die Nationalmannschaft der Ukraine wollte sich gegen ihre EM-Quali-Gegnerinnen ebenfalls keine Blöße geben und setzte nach. Nach regulärer Spielzeit war die Partie unentschieden (68:68). In der ersten Verlängerung dominierte die Verteidigung bei beiden Mannschaften: keine wollte den entscheidenden Fehler begehen und so markierten sowohl Deutschland als auch die Ukraine lediglich sechs Punkte. Das 74:74 bedeutete eine weitere Sonderschicht: diesmal behielten die deutschen Basketball-Frauen jedoch die Oberhand und setzten sich mit 86:84 durch. Damit erreichte Deutschland den dritten Platz des internationalen Turniers im türkischen Kusadasi. Ungarn sicherte sich den Turniersieg durch ein 66:62 gegen Gastgeber Türkei, dessen Mannschaft den zweiten Platz belegte.

Über den ersten Sieg im Sommerprogramm 2008 freuten sich die DBB-Damen ganz besonders. „Die Ukraine war ein echter Härtetest. Für uns war es wichtig, gegen einen Gegner der Quali zu bestehen“ erklärte Bruhnke nach dem Sieg. Der heutige Gegner Ukraine wartet am 20. August und 6. September 2008 als Gegner in der Europameisterschafts-Qualifikation auf die deutschen Basketball-Damen. Zunächst muss die Szittya-Crew auswärts antreten (20.08.08), ehe es am 6.September 2008 um 18 Uhr in der Berliner Sömmeringhalle vor heimischem Publikum um alles geht.

Für Deutschland spielten:
Sarah Austmann (evo NB Oberhausen, 19), Katja Bavendam (Botas Spor/Türkei, 4), Anne Breitreiner (KSSSE AZS PWSZ Gorzow/Polen, 25), Annika Danckert (ohne Verein, 2), Magdalena von Geyr (TSV Wasserburg), Petra Gläser (evo NB Oberhausen, dnp), Cornelia Janzon (BBV Leipzig, 7), Lisa Koop (BC Pharmaserv Marburg, 11), Sabine Loewe (Basket Club Bolzano/Italien, 2), Birte Wehrenbrecht (USC Freiburg, ) und Dorothea Richter (ohne Verein, 16).

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