DBB-Damen schlagen die Slowakische Republik nach Verlängerung20. August 2010

Tolle Leistung des Szittya-Teams – Wichtiger Sieg in der EM-Qualifikation – Fröhlich mit Double-Double
Die deutsche Damen-Nationalmannschaft hat sich mit dem 63:58 (15:13, 16:15, 10:14, 13:12, 9:4, n.V.)-Heimerfolg über die Slowakische Republik eindrucksvoll in der Qualifikationsrunde für die Europameisterschaft 2011 in Polen zurückgemeldet. Vor 3500 begeisterten Zuschauern im GERRY-WEBER-STADION gewann das Team von DBB-Bundestrainer Imre Szittya nach Verlängerung gegen die Slowakische Republik und hat nach zwei Siegen nach wie vor beste Chancen auf die erfolgreiche Qualifikation. Überragende Spielerin am heutigen Abend war Linda Fröhlich (Foto) mit 19 Punkten und 18 Rebounds, außerdem trafen Romy Bär (12 Punkte), Anne Breitreiner (11) und Dorothea Richter (10) zweistellig. Bei den Slowakinnen war Ivana Jalcova mit 13 Punkten beste Werferin.

Gegenüber den beiden ersten Qualifikationsspielen nahm DBB-Bundestrainer Imre Szittya eine kleine Änderung vor und beorderte Sarah Austmann für Petra Gläser in die Anfangsformation. So begann Deutschland mit einer kleinen Formation, in der außer Austmann, Dorothea Richter, Anne Breitreiner, Romy Bär und Linda Fröhlich standen. In den Anfangsminuten zeigten sich beide Mannschaften beeindruckt von der Kulisse im GERRY-WEBER-STADION, Anne Breitreiner markierte nach drei Minuten die ersten Punkte für Deutschland und sorgte dann auch für die erste Führung der DBB-Damen (6:5, 5. Min.). Die ING-DiBa-Korbjägerinnen setzten die favorisierten Slowakinnen früh unter Druck , agierte deutlich aggressiver als am Dienstag in Wolfenbüttel und lag nach acht Minuten nicht unverdient mit 13:10 in Front. Romy Bär traf zwei Freiwürfe und sicherte den DBB-Damen damit die knappe Führung nach zehn Minuten (15:13).

Die Slowakinnen hatten den besseren Start in den zweiten Spielabschnitt und eroberten sich so die Führung zurück. Deutschland konnte sich im Angriff vor allem unter dem Korb nicht in Szene setzen, kassierte aber im Zurücklaufen weiter Punkte, so dass Szittya sein Team nach 13 Minuten zusammenrief. Vor allem aus der Distanz lief es danach besser für die deutschen Damen: Zunächst traf Breitreiner, danach war Richter zur Stelle und sorgte für den 21:21-Ausgleich. Das immer voller werdende GERRY-WEBER-STADION jubelte als Fröhlich vier Minuten vor der Halbzeit die Führung zurückholte. Ivana Jalcova hielt die Slowakinnen mit ihrem Dreipunktewurf im Spiel, das weiterhin ein ausgeglichenes Duell auf hohem Niveau war. Erneut war es Bär vorbehalten, das Viertel von der Freiwurflinie zu beendet und erneut blieb Bär fehlerfrei (31:28).

Breitreiner war auch nach dem Seitenwechsel ‘on fire’ und traf aus der Distanz. Erin Lawless antwortete umgehend für die Slowakinnen, ebenso wie Katarina Hrickova nach Richters erfolgreichem Dreipunktewurf (37:36, 24. Min.). Das umkämpfte Spiel begeisterte im dritten Spielabschnitt zwar nicht vordergründig mit vielen Korbszenen, vor allem lebte es von der Intensität und der Spannung (39:42, 27. Min.). Da bei beiden Mannschaften die Würfe nicht fielen, waren Fröhlichs Punkte in der Zone nach schönem Breitreiner-Anspiel extrem wichtig (41:42).

Noch intensiver wurde die Partie in den letzten zehn Minuten. Beide Mannschaften kämpften verbissen und legten das Augenmerk nun noch mehr auf die Defensive. Deutschland hatte weiterhin Probleme, im Angriff abzuschließen, die Slowakinnen blieben vor allem aus der Distanz erfolgreich. Vier Minuten vor Spielende lagen die Gäste knapp in Führung (45:48 aus deutscher Sicht), Szittya nahm eine Auszeit, um sein Team für die Schlußphase einzustellen. Nach Richters und Fröhlichs Freiwürfen war die Partie wieder ausgeglichen (48:48, 37. Min.). Und spannend blieb es bis zum Ende: Die Slowakinnen schienen nach einem Dreipunktewurf leicht wegzuziehen, doch Sarah Austmann verwandelte ein Dreipunktspiel zum 54:54. Keine der beiden Mannschaften brachten den Ball noch einmal im gegnerischen Korb unter, so dass es in die Verlängerung ging.

In dieser entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, doch die deutsche Mannschaft hatte den Vorteil, dass die Slowakinnen foulbelastet waren. So wurde der Basketball-Krimi auch zum Nervenspiel von der Linie, doch Deutschland zeigte kaum Nerven (59:58). Als Linda Fröhlich zum 61:58 28 Sekunden vor dem Ende der Verlängerung traf, tobte die Halle. Die Slowakische Republik nahm noch einmal eine Auszeit, doch Deutschland ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen. Nach dem 63:58-Erfolg hat die deutsche Mannschaft wieder alle Chancen auf die Qualifikation zur Europameisterschaft 2011.

DBB-Bundestrainer Imre Szittya untermauerte auf der Pressekonferenz nach dem Spiel die Bedeutung des Heimsieges gegen die Slowakinnen: “Es war sicherlich kein schönes Spiel, aber es war enorm wichtig, dass wir heute gewonnen haben und eine Reaktion auf das Spiel gegen Großbritannien gezeigt haben. Jetzt gilt der Fokus dem Spiel am Montag gegen die Ukraine. Wir wollen unbedingt gewinnen und mit drei Siegen im Rücken nach Großbritannien reisen. Dort haben wir noch eine Rechnung offen.”

Für Deutschland spielten:  
Roli-Ann Nikagbatse (ohne Verein, 3), Anne Breitreiner (Club Athletico Faenza/Italien, 11), Dorothea Richter (HELI Donau-Ries, 10), Lisa Koop (BC pharmaserv Marburg), Sarah Austmann (evo NB Oberhausen, 5), Stina Barnert (TV Saarlouis Royals), Romy Bär (Challes les Eaux/Frankreich, 12), Margret Skuballa (BC pharmaserv Marburg), Birte Thimm (evo NB Oberhausen, dnp), Linda Fröhlich (Ros Caseres Valencia/Spanien, 19), Katja Bavendam (Hondarribia-Irun/Spanien, 3) und Petra Gläser (ohne Verein).

Die weiteren Spiele der EM-Qualifikation lauten wie folgt:

Deutschland – Ukraine
Sporthalle Charlottenburg, Berlin
Montag, 23. August 2010, 20 Uhr
Tickets unter Tel. 030 / 31 99 7005 (9-14 h) oder eMail info@citybasketberlin.de 

Großbritannien – Deutschland in Liverpool
26. August 2010, 17.30 Uhr deutscher Zeit

Slowakische Republik – Deutschland in Kosice
29. August 2010, 19 Uhr deutscher Zeit

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