DBB-Damen schlagen Schweden20. September 2006

EM-Qualifikation so gut wie geschafft – Polen unterliegt in Kroatien

Die deutsche Damenbasketball-Nationalmannschaft hat sich so gut wie sicher für die Europameisterschaft im kommenden Jahr in Chieti/Italien qualifiziert. In Dorsten gewann das Team von Bundestrainer Olaf Stolz im Rahmen der EM-Qualifikation gegen Schweden mit 63:37 (15:7, 8:14, 17:3,  23:13), doch gleichzeitig unterlag Polen in Kroatien. Damit kann es noch zu einem Dreiervergleich an der Spitze der Qualifikationsgruppe C kommen. Mit einem Sieg oder einer Niederlage mit nicht mehr als vier Punkten Differenz am kommenden Samstag erneut in Dorsten gegen Kroatien wäre der deutschen Mannschaft aber auf jeden Fall der 1. Gruppenplatz sicher, der sich günstig auf die Setzliste auswirken würde. Auch bei einer Niederlage mit nicht mehr als 39 Punkten Differenz wäre zumindest der 2. Platz erreicht, der ebenfalls zur EM-Qualifikation reicht. Gute Aussichten also!

Rund 1.000 Zuschauer in der Sporthalle Petrinum sahen von Beginn an eine deutsche Mannschaft, die den Gegner unter Druck setzte und ein hohes Tempo ging. Doch die körperlich klar unterlegenen Schwedinnen hielten mit einer agressiven Manndeckung dagegen, brachten aber offensiv nur wenig zustande (8:2, 6. Min.). Das DBB-Team lief einen Fastbreak nach dem anderen, hatte aber ebenfalls eine noch zu hohe Fehlerquote (15:7, 10. Min.).

Die wurde zu Beginn des 2. Viertels fast katastrophal, als Schweden Punkt um Punkt aufholte und beim 17:18 sogar in Führung ging (15. Min.). Nichts lief mehr zusammen in der deutschen Mannschaft, einfachste Würfe wurden nicht getroffen, während die keinesfalls starken Schwedinnen immer mehr Selbstbewusstsein „tankten“. Erst als eine beherzt aufspielende Anne Breitreiner (Foto) zwei Mal in Folge traf, lag Deutschland wieder in Front (21:18, 17. Min.), hatte dem Publikum aber einige „schwarze“ Minuten zugemutet. Zum Seitenwechsel durfte man von der DBB-Auswahl eine deutliche Leistungssteigerung erwarten.

Mit frischem Engagement kamen die ING-DiBa-Korbjägerinnen aus der Kabine, in der Olaf Stolz deutlich an seine Spielerinnen appelliert hatte. Druckvolle Verteidigung führte schnell zu Ballgewinnen und einer 28:21-Führung (23. Min.). Breitreiner traf per Dreier zum 33:21 (25. Min.) und per Fastbreak zum 35:21 (26. Min.), eine Vorentscheidung war gefallen. Zwar hielt der Schlendrian wieder Einzug ins deutsche Spiel, aber Schweden fehlte letztlich die Klasse, um daraus Nutzen zu ziehen (38:24, 29. Min.). Nur drei Punkte gestattete Deutschland dem Gegner im 3. Viertel, die begeisterten Zuschauer waren versöhnt und jubelten „Siggi“, dem DBB-Maskottchen, zu.

Das Spiel war gelaufen, und die deutsche Mannschaft legte zur Freude des tollen Publikums nun unbeschwert im Schlussviertel gegen zuweilen überfordert wirkende Gäste noch etwas zu (48:29, 35. Min., Dreier Alexandra Müller). Olaf Stolz gab jetzt auch Alexandra Keil, Lisa Koop und Anika Danckert Spielzeit. Dem Spiel tat es keinen Abbruch, denn das DBB-Team „marschierte“ weiter (57:31, 37. Min.) bis zum Spielende.

Deutschland:
Corry Berger (NB Oberhausen, 5), Anne Breitreiner (Ros Caceres Valencia/Spanien, 19), Annika Danckert (Cantina Sociale Broni / Italien), Linda Fröhlich (Fenerbahce Istanbul/Türkei, Indiana Fever/WNBA, 16), Petra Gläser (ohne Verein, 7), Natalie Gohrke (BG Dorsten), Susanne Kernl (Visby Ladies/Schweden), Lisa Koop (University Winthorp/USA, 2), Alexandra Müller (TSV Wasserburg, 7), Hicran Özen (BC Marburg), Dorothea Richter (BG Dorsten, 7), Alexandra Keil (BC Marburg, 2).

Statistik auf www.fibaeurope.com 

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