DBB-Damen schlagen Polen zum Auftakt der EM-Qualifikation6. September 2006

Stolz-Team zeigt in Rostock großartige Leistung

Die deutsche Damen-Nationalmannschaft hat zum Auftakt der EM-Qualifikation für die Titelkämpfe 2007 in Italien gegen Polen mit 71:57 (13:18, 15:17, 21:15, 22:7) gewonnen und dabeir eine großartige Leistung gezeigt. Vor rund 600 begeisterten Zuschauern in der Scandline-Arena in Rostock waren Linda Fröhlich (21) und Alexandra Müller (14) die besten deutschen Werferinnen in einer über weite Strecken packenden Partie. Für das Team von Bundestrainer Olaf Stolz geht es kommenden Samstag mit dem Gastspel in Schweden weiter.

Polen war mit der 2,13 Meter langen Centerin Marga Dydek angetreten. Die war zwar zu Beginn kein Faktor in der Offensive, zwang die deutschen Spielerinnen aber überwiegend zu Würfen aus der Distanz. Das DBB-Team agierte eine Spur zu hektisch und machte die favorisierten Polinnen damit stark (7:13, 6. Min.). Von Beginn an aber stimmte der hundertprozentige Einsatz bei den ING-DiBa-Korbjägerinnen, die sich um ein hohes Spieltempo bemühten. Die frisch aus den USA eingetroffene Linda Fröhlich sammelte Rebound um Rebound, war aber im 1. Viertel nicht vom Wurfglück verfolgt und wurde zudem extrem aggressiv von Ewelin Kobryn verteidigt (10:18, 9. Min.). Zum Viertelende lag Polen leicht in Front, Deutschland hatte die Zuschauer aber mit engagiertem Auftreten für sich gewonnen.

Polen erhöhte den Druck und kam durch zwei Dreier der überragenden Agnieszka Bibrzycka zum 13:24 (12. Min.). Die DBB-Auswahl musste nun aufpassen den Anschluss nicht zu verlieren. Die Gäste boten der deutschen Mannschaft nicht viele Chancen, die zudem nicht gut genug genutzt wurden. Immer wieder versuchte Olaf Stolz lautstark von außen einzugreifen. Anne Breitreiner brachte Deutschland nach 16 Minuten auf 23:32 heran, Linda Fröhlich machte das 25:32 Sekunden später. Lautstark machten sich jetzt die deutschen Fans bemerkbar. Doch Petra Gläser kassierte in dieser Phase bereits ihr 4. Foul und musste auf die Bank. Zum Seitenwechsel war dennoch noch alles drin (28:35), da die deutschen Spielerinnen sich spürbar gesteigert hatten.

Die Polinnen verteidigten nach wie vor über das gesamte Spielfeld, was das DBB-Team aber kaum beindruckte. Beherzt zogen die deutschen zum Korb und blieben an Polen dran (35:41, 23. Min., Lnda Fröhlich). Es entwickelte sich eine sehenswerte Partie, in der die Favoritinnen einiges investieren mussten, um vorne zu bleiben. Immer wieder zeigten die deutschen Korbjägerinnen tolle Aktionen und setzten Polen unter Druck (41:46, 27. Min.). Natalie Gohrke erzielte das 45:48 (29. Min.), die Halle stand Kopf. Dann war Deutschland nach einem Treffer von Linda Fröhlich sogar auf einen Punkt heran (49:50, 30. Min.), vergab aber unmittelbar danach vier Mal die Möglichkeit zur Führung, ehe Alexandra Müller das 51:50 besorgte und Anne Breitreiner zum 53:50 nachlegte (32. Min.). Der verzweifelte polnische Coach rief seine Mannschaft zur Auszeit.

Für die deutsche Mannschaft ging es nun vor alem darum nicht zu überdrehen. Breitreiner und Fröhlich punkteten zum 60:52 (35. Min.), die Sensation war greifbar nahe. Petra Gläser erhöhte den Vorsprung gar auf zehn Punkte (62:52), der polnische Coach nahm die nächste Auszeit. Polen steckte nicht auf, aber nun dominierte das deutsche Team die Partie (66:55, 37. Min.). Jetzt wirkte Polen völlig konsterniert, machte weitere Fehler, das Spiel hatte eine völlige Wende genommen und war für die deutsche Manschaft so gut wie gewonnen, als Alex Müller einen Dreier zum 69:57 (38. Min.) traf. Der Rest war Riesenjubel und “Schaulaufen”.  

Deutschland:
Corry Berger (NB Oberhausen, 2), Anne Breitreiner (Ros Caceres Valencia/Spanien, 11), Annika Danckert (ohne Verein), Linda Fröhlich (Foto, Fenerbahce Istanbul/Türkei, Indiana Fever/WNBA, 21), Petra Gläser (ohne Verein, 6), Natalie Gohrke (BG Dorsten, 9), Susanne Kernl (Visby Ladies/Schweden, 3), Lisa Koop (University Winthorp/USA), Alexandra Müller (TSV Wasserburg,14), Hicran Özen (BC Marburg), Dorothea Richter (BG Dorsten, 5), Alexandra Keil (BC Marburg).

Bei Polen traf Agnieszka Bibrzycka (30) am besten. 

Statistik auf www.fibaeurope.com

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