DBB-Damen schlagen Bulgarien10. Januar 2009

68:60-Sieg wahrt Chance auf erfolgreiche EM-Qualifikation – Koop und Müller stark

Die Damen-Nationalmannschaft des Deutschen Basketball Bundes hat ihr erstes Heimspiel der zusätzlichen Qualifikationsrunde zur Europameisterschaft in Lettland gewonnen. Mit 68:60 (16:12, 17:16, 22:16, 13:16) setzten sich die Spielerinnen von DBB-Bundestrainer Imre Szittya vor 1100 begeisterten Zuschauern in der Hagener Ischelandhalle gegen Bulgarien durch. Dank des Sieges, den Alexandra Müller und Lisa Koop mit 16 bzw. 11 Punkten sicherten, wahrten die DBB-Damen weiterhin die Chance auf die EM-Qualifikation. Entscheidend für den deutschen Erfolg war zudem die deutsche Reboundhoheit: das Szittya-Team sicherte sich 45 Rebounds, während Bulgarien nur auf 25 kam. Auf dem ersten Platz der Gruppe A rangiert allerdings mit zwei Siegen nach wie vor die Ukraine. Für die bulgarischen Damen ist der Traum von der Teilnahme an den Europameisterschaften in Riga dagegen ausgeträumt, da sie mit zwei Niederlagen abgeschlagen auf dem letzten Platz liegen.

Die ING-DiBa-Korbjägerinnen starteten mit Lea Mersch, Alexandra Müller, Romy Bär, Petra Gläser und Katja Bavendam in die Partie. Deutschland begann schwungvoll: Petra Gläser gelangen nach 60 Sekunden die ersten Punkte der Partie, Alexandra Müller erhöhte nach Mersch-Pass auf 4:0. Die DBB-Damen kontrollierten das Spiel in der Anfangsphase, ließen aber viele einfache Chancen ungenutzt. Kuin setzte für Bulgarien engagiert nach, Perostiyska traf von der Freiwurflinie – das Spiel war trotz optischer Überlegenheit der Deutschen ausgeglichen (4:4). Nach Punkten von Müller traf Kostova mit dem Buzzer einen für die deutsche Mannschaft schmerzhaften Dreier zum 7:8 (7. Min.). Romy Bär konterte ebenfalls aus der Distanz, Lisa Koop (Foto oben rechts) traf nach klasse Gläser-Zuspiel zum 12:8 für Deutschland. Den Bulgarinnen gelang ein erneuter Treffer kurz vor Ablauf der 24 Sekunden, im Gegenzug war die engagiert nachsetzende Koop erneut zur Stelle und sorgte für den 16:12-Viertelstand.

Die bulgarischen Damen starteten besser in den zweiten Spielabschnitt und konnten schnell ausgleichen (11. Min.) Das DBB-Team stellte nach Bär-Dreier und weiteren Koop-Punkten den alten Abstand wieder her (21:16, 14. Min.). Nach Müllers Punkten von der Freiwurflinie erspielte sich Deutschland die bisher höchste Führung. Bulgarien steckte jedoch nicht auf – auch weil Deutschland sich durch eine erneut schwache Quote (zu diesem Zeitpunkt lediglich 32 Prozent) aus dem Zweier-Bereich nicht absetzen konnte. Slavcheva konterte eiskalt den umjubelten Austmann-Dreier und machte das Spiel wieder spannend (28:26, 19. Min.). In der letzten Minute der ersten Halbzeit legten die DBB-Damen noch einmal eine Schippe drauf und konnten sich nach Treffern von Gläser und Koop auf 33:28 absetzen.

Mit viel Wut im Bauch startete Bulgarien in das dritte Viertel: die Mannschaft von Imre Szittya ließ sich zu überflüssigen Ballverlusten und unnötigen Fouls hinreißen. Nach drei Minuten im dritten Viertel stand es nur noch 36:24 für die DBB-Damen. Alex Müller übernahm in dieser hecktischen Phase die Verantwortung sorgte mit vier Punkten in Folge für eine kleinere deutsche Führung (40:34, 25. Min.). Nachdem Katharina Kühn einen Korbleger traf, der den deutschen 11:3-Zwischenspurt krönte, nahm der sichtlich entnervte bulgarische Trainer eine Auszeit (51:37, 27. Min.). Doch auch auf die taktischen Umstellung Bulgariens fanden die ING-DiBa-Korbjägerinnen nun fast immer die richtige Antwort: Gläser traf aus der Mitteldistanz zum 55:44-Halbzeitstand.

Wieder waren es die Spielerinnen Bulgariens, die besser in das Viertel starteten: Kuin und Slavcheva verkürzten den Abstand auf sechs Punkte (55:49) und zwangen die DBB-Damen durch eine engagierte Verteidigung zu Fehlern im Spielaufbau. Auch eine Auszeit von DBB-Bundestrainer Imre Szittya half nicht weiter: Deutschland gelang in der Offensive keine Aktion, während Bulgarien zu einfachen Treffern kam (55:53, 34. Min.). Erst Koop – bezeichnenderweise von der Freiwurflinie – erlöste die deutsche Mannschaft nach dem 0:12-Lauf der Bulgarinnen. Nach dem Dreipunktewurf von Müller zum 59:54 (37. Min.) konterte Bulgarien im direkten Gegenzug. Bavendam und Gläser trafen wichtige Freiwürfe zur Sechs-Punkte-Führung der Deutschen drei Minuten vor Spielende (62:56). Kuin verkürzte nach dem vierten Bavendam-Foul für Bulgarien auf vier Punkte. In der spannenden Schlussphase waren es die deutschen Centerinnen, die ihre Nervenstärke von der Freiwurflinie bewiesen: Gläser und Bavendam waren zumeist die Opfer der bulgarischen Attacken und sicherten den 68:60-Sieg von der Linie.

Weitere Informationen zu den DBB-Damen in der EM-Qualifikation, sowie ein ausführliches Scouting zum Spiel finden Sie auf der Homepage von FIBA Europe.

Für Deutschland spielten:
Sarah Austmann (evo NB Oberhausen, 8), Romy Bär (TV Saarlouis Royals, 8), Stina Barnert (TV Saarlouis Royals, 2), Katja Bavendam (ohne Verein, 8), Corry Berger (TSV Wasserburg, dnp), Annika Danckert (BBV Leipzig, -), Petra Gläser (evo NB Oberhausen, 12), Lisa Koop (BC pharmaserv Marburg, 11), Katharina Kühn (TSV Wasserburg, 2), Lea Mersch (evo NB Oberhausen, 1), Alexandra Müller (BG WWK Donau-Ries, 16) und Sandra Weber (BC phamaserv Marburg, dnp).

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