DBB-Damen mit Rückenwind durch Heimspielsieg13. August 2008

68:61-Sieg über Belgien – Starke Teamleistung vor 600 Zuschauern

Die Damen-Nationalmannschaft des Deutschen Basketball Bundes hat ihr erstes Heimspiel in Deutschland mit 68:61 (21:15, 17:8, 12:18, 18:20) gegen Belgien gewonnen. Damit revanchierte sich die Mannschaft von DBB-Bundestrainer Imre Szittya für die gestrige 64:69-Niederlage in Lüttich. Vor den 600 begeisterten Zuschauern in der Koblenzer Sporthalle Oberwerth waren Anne Breitreiner mit 16 Punkten und Dorothea Richter mit 14 Zählern die besten Werferinnen für das deutsche Team. Nach einem souveränen ersten und zweiten Viertel mussten die DBB-Damen in der zweiten Spielhälfte gegen immer stärker werdende Belgierinnen extrem kämpfen, um den 68:61-Sieg unter Dach und Fach zu bringen.

Bereits vor Beginn der Partie wurden Annika Danckert und Dorothea Richter für ihre Jubiläen im Trikot der deutschen Nationalmannschaft geehrt. Dackert absolvierte bereits am 1. August 2008 in Poprad/Slowakische Republik ihr 50. Länderspiel. Richter streifte heute Abend in Koblenz zum 100. Mal das DBB-Trikot über. Beide Spielerinnen erhielten Ehrennadeln aus den Händen des DBB-Ehrenpräsidenten Roland Geggus; Danckert die Silberne und Richter die Goldene.

DBB-Bundestrainer Imre Szittya vertraute im ersten Heimspiel 2008 Dorothea Richter, Alexandra Müller, Anne Breitreiner, Cornelia Janzon und Lisa Koop. Deutschland begann stark und ging durch einen Dreier von Anne Breitreiner (Foto) in Führung. Alexandra Müller und Lisa Koop bauten die Führung für die DBB-Damen weiter aus (10:4, 6.Min.). Die ING-DiBa-Korbjägerinnen dominierten in dieser Phase die Rebounds und verwehrten Belgien so zweite Wurfchancen (13 zu 5 im ersten Viertel). Koop mit weiteren Punkten nach Mersch-Pass und Cornelia Janzon punkteten zur ersten zweistelligen Führung (14:4). Zum Ende des ersten Spielabschnitts gestalteten die belgischen Damen die Partie etwas offener. Katja Bavendam setzte für das DBB-Team mit zwei sicher verwandelten Freiwürfen den Schlusspunkt der ersten zehn Minuten. So ging Deutschland mit einer 21:15-Führung in das zweite Viertel.

Auch der zweite Spielabschnitt begann mit einem Dreipunktewurf für die Deutschen: Jubilarin Dorothea Richter traf zum 24:15 (12. Min.). Durch weitere Punkte von Koop und Breitreiner starteten die Basketball-Damen mit einem umjubelten 8:0-Lauf. Anke de Mondt konterte zwar für Belgien, doch in dieser Phase des Spiels dominierten ganz klar die deutschen Basketballerinnen. Neben Breitreiner spielte auch Koop ganz groß auf und agierte stark unter den Brettern (34:19, 16. Min.). Erneut hatten die belgischen Damen ihre stärksten Aktionen zum Ende des Viertels; so kamen die Spielerinnen von Trainer Petit, der den etatmäßigen Cheftrainer Olaf Stolz vertrat, noch einmal heran. Dennoch konnten die DBB-Damen einen soliden 38:23-Vorsprung behaupten.   

Die ersten Aktionen im dritten Spielabschnitt gehörten Belgien, die zum zwischenzeitlichen 30:39 aufschließen konnten. Doch Annika Danckerts erste Punkte und Dorothea Richters sicher verwandelte Freiwürfe nach einem unsportlichen und disqualifizierenden Foul gegen die Belgierin Majorie Carpreuax brachte den DBB-Damen die deutliche 44:30-Führung zurück (25. Min.). Sarah Austmann und Katja Bavendam erhöhten für die ING-DiBa-Korbjäger auf 50:34. Doch Belgien kämpfte sich erneut zurück ins Spiel. Zunächst traf Eveline Callens von der Freiwurflinie, dann legte Sara Leemans mit einem Korbleger nach (50:38, 30. Min.). Vor dem Abschlussviertel hatten sich die DBB-Damen das Leben durch eine schwache Wurfquote selber schwer gemacht. Trotz der optischen Überlegenheit führten die Damen von Imre Szittya nur mit 50:41.

Im Schlussviertel starteten die Basketball-Damen mit viel Wut im Bauch: Müller traf zum 54:41. Anne Breitereiner, teilweise von mehreren belgischen “Sonderbewachern” umringt, gab die sportliche Antwort auf viele Nickeligkeiten im Spiel der Belgierinnen. Aus der Distanz punktete sie zum 57:44 (33. Min.). In dieser Phase des Spiels vermochten sich die DBB-Damen nicht entscheidend abzusetzen. Eveline Decroos stand völlig frei an der Dreierlinie und traf zum 51:61. DBB-Bundestrainer Szittya nahm direkt eine Auszeit, um seine Spielerinnen wachzurütteln. Doch statt den Deutschen punktete erneut das belgische Team. Vier Minuten vor Schluss war der hart erarbeitete Vorsprung Deutschlands auf 63:54 geschrumpft. Vor allem Bavendam übernahm in der Schlussphase des spannenden Spiels die Verantwortung und sicherte durch vier Punkte in Serie die knappe 66:59-Führung. Zudem traf Richter nervenstark von der Freiwurflinie (68:59, 39. Min.).
Die DBB-Damen setzten sich am Ende verdient mit 68:61 durch und gehen daher mit Rückenwind in die EM-Qualifikation in Hagen.

Für Deutschland spielten: 
Lea Mersch (evo NB Oberhausen, 2), Sarah Austmann (evo NB Oberhausen, 2), Katja Bavendam (Botas Spor/Türkei, 7), Anne Breitreiner (KSSSE AZS PWSZ Gorzow/Polen, 16), Annika Danckert (BBV Leipzig, 2), Magdalena von Geyr (TSV Wasserburg), Cornelia Janzon (BBV Leipzig, 5), Alexandra Müller (BG WWK Donau-Ries, 6), Lisa Koop (BC Pharmaserv Marburg, 12), Sabine Loewe (Basket Club Bolzano/Italien, 2) und Dorothea Richter (ohne Verein, 14).

Für Belgien spielten:
Ilse van den Vonder, Marjorie Carpreaux (4), Stephanie Dubuc, Virgine Michiels (2), Tamara van Respaille, Anke de Mondt (12), Sara Leemans (7), Laurence van Malderen (15), Sofie Hendrickx (10), Evelien Callens (5), Eveline Decroos (6) und Sara Bas.  

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