DBB-Damen: Niederlage in Bulgarien11. Juli 2012

Die deutsche Damen-Nationalmanschaft hat nach der verpassten EM-Qualifikation die vorletzte, bedeutungslose Partie der Qualifikationsgruppe D verloren. In Bulgarien, das sich ebenfalls nicht für die EM 2013 in Frankreich qualifizieren konnte, unterlag das Team von Bundestrainer Andreas Wagner mit 60:67 (18:12, 19:23, 9:14, 14:18). Die meisten Punkte für Deutschland erzielte Romy Bär (Foto, 22).

Beide Teams kamen nur langsam in die Partie, leisteten sich in der extrem heißen Halle zunächst einige Fehlwürfe, ehe Anne Breitreiner zwei Dreier in kurzer Folge versenkte und ihr Team in Front warf  (7:10, 5. Min.). Wagner wechselte angesichts von nur zehn zur Verfügung stehenden Spielerinnen früh und Deutschland bewahrte sich das Momentum (9:14, Svenja Greunke, 8. Min.). Auch nach dem ersten Viertel hatte die deutsche Mannschaft die Nase vorn (12:18).

Acht erfolgreiche Angriffe beider Mannschaften in ununterbrochener Reihenfolge führten anfangs des zweiten Spielabschnitts zum 19:27 (3er Stephanie Wagner, 13. Min.). Auch Roli-Ann Haldin traf von “downtown” (21:30, 14. Min.), das Spiel nahm jetzt deutlich an Fahrt auf. Die bis dahin im zweiten Viertel nahezu perfekte Wurfquote de ING-DiBa-Korbjägerinnen ließ in der Folge nach. Wagner nahm beim 26:30 nach 15 Spielminuten eine erste Auszeit. Doch die Führung wechselte zur Freude der nur 200 Zuschauer kurz später (31:30, 16. Min.), die deutschen Würfe wollten in dieser Phase nicht fallen. Die starke Romy Bär konterte mit einem 3er und Breitreiner legte zum 31:35 nach (19. Min.). So holte Deutschland die Führung beim Gang in die Kabinen zurück (35:37).

Mit dem Vorsatz, in der Defense zuzulegen, insgesamt aggressiver zu agieren und dadurch die Bulgarinnen zu schwierigeren Würfen zu zwingen, kehrte das DBB-Team im dritten Viertel auf das Spielfeld zurück. Das gelang zunächst sehr gut (37:44, Bär, 24. Min.). Wagner agierte weiterhin mit der 10er-Rotation, was auch gut und ohne Bruch im Spiel funktionierte. Bulgarien kämpfte sich aber immer wieder zurück, kam erneut zur Führung und profitierte von einer schwächeren deutschen Phase (47:46, 17. Min.). Wieder versammelte Wagner sein Team und versuchte ordnend einzuwirken. Dennoch, die letzten neun Punkte des Viertels erzielte Bulgarien, das nach 30 Minuten die Nase vorne hatte (49:46).

Die zwischenzeitlich gute Wurfquote der DBB-Auswahl fiel auf deutlich unter 40 Prozent, die insgesamt rund sechsminütige Negativserie verlängerte sich auf 0:13 (53:46, 33. Min.), ehe Tina Menz endlich wieder Punkte für Deutschland erzielte. Am Trend änderte das jedoch nur wenig, während Wagner mit einer weiteren Auszeit alles versuchte (34. Min.). Beim 59:48 nach 35 Minuten gab es angesichts des Spielverlaufs kaum noch Hoffnung für die DBB-Damen, die weiterhin überhaupt kein Wurfglück mehr hatten. Sie bewiesen jedoch Moral und kämpften sich mit dem Mute der Verzweiflung noch einmal etwas heran (59:52, Katharina Fikiel, 59:54, Bär, 37. Min.). Bär konnte 49 Sekunden vor dem Ende zum 62:58 und Fikiel 27 Sekunden vor Schluss auf 64:60 verkürzen. Näher heran kamen die DBB-Akteurinnen dann aber nicht mehr.

“Wir haben heute defensiv zu viel zugelassen und offensiv zu schlecht getroffen. Wir hatten 17 Würfe mehr als Bulgarien, aber leider sind die Würfe nicht gefallen. Bulgarien hingegen hat gut getroffen, unter anderem 60 Prozent von der Dreierlinie. Wir hätten mehr zum Korb gehen müssen. Die Moral war absolut in Ordnung, wir wollten nicht tausende Kilometer reisen, um das Spiel einfach so zu verlieren”, meinte Bundestrainer Andreas Wagner nach dem Spiel.

Für Deutschland spielten:
Romy Bär (Challes les Eaux/Frankreich, 22/10 Rebounds), Anne Breitreiner (Villeneuve d´Ascq/Frankreich, 10), Pia Mankertz (BG ´89 Avides Hurricanes, 2), Sarah Austmann (evo NB Oberhausen, 4), Roli-Ann Haldin (Wolfenbüttel Wildcats, 5), Stephanie Wagner (Rhein Main Baskets, 5), Tina Menz (BC pharmaserv Marburg, 2), Svenja Greunke (Rhein Main Baskets / TV Langen, 2),  Katharina Fikiel (Wolfenbüttel Wildcats, 8/12 Rebounds) und Charmaine Callahan (Wolfenbüttel Wildcats).

Abschließende Partie der EM-Qualifikation
Samstag, 14. Juli 2012, 19.30 Uhr, Lindenhalle Wolfenbüttel: Deutschland – Schweden

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