DBB-Damen müssen sich Spanien geschlagen geben20. Juni 2012

Die deutsche Damen-Nationalmannschaft hat in der EM-Qualifikation eine Niederlage einstecken müssen. Vor rund 1.000 Zuschauern im spanischen Avila bei Madrid unterlag das Team von Bundestrainer Andreas Wagner gegen die Ibererinnen mit 39:66 (12:16, 9:19, 11:11, 7:20). Einzig Romy Bär punktete zweistellig für Deutschland (13).

Extrem hektisch und zerfahren begann das Spiel, für Deutschland stand zunächst die bewährte erste Fünf mit Romy Bär, Anne Breitreiner, Sarah Austmann, Tina Menz und Katharina Fikiel (Foto) auf dem Parkett. Die ersten fünf Spielminuten wurden fast ausschließlich bestimmt durch Fehlwürfe und Ballverluste auf beiden Seiten. Verantwortlich dafür war die sehr aggressive Defense, die beide Teams zeigten (6:6). Für die deutsche Auswahl blieb der spanische Korb in den Folgeminuten wie vernagelt, man ließ gegen ganz schwache und unsicher beginnende Spanierinnen viele Chancen liegen und hatte beim 6:11 (8. Min.) erst drei von 15 Würfen versenkt. Dann wurde es etwas besser und Charmaine Callahan und Romy Bär punkteten ihre Mannschaft kurz vor der Viertelpause auf 12:13 heran. Auch die von einer Bänderverletzung am Knöchel genesene Svenja Greunke griff ins Spiel ein.

Die nun deutlich stärker werdenden Gastgeberinnen zogen gegen eine deutsche Mannschaft, die offensichtlich zu viel Respekt zeigte, wieder etwas an (12:22, 12. Min.), Deutschland drohte den Anschluss zu verlieren und flüchtete sich in eine Auszeit. Anne Breitreiners Dreier nach 15 Minuten unterbrach ein sehr starke Phase der Spanierinnen mit einigen erfolgreichen Dreiern und machte dem DBB-Team wieder etwas Hoffnung (17:29). Doch es fehlte weiterhin an Ordnung im Spiel, man kam nicht zum gewünschten Tempospiel und offenbarte in der eigenen – wechselnden – Defense mittlerweile doch einige Lücken, die die flinken Spanierinnen nutzen (19:35, 19. Min.). Besonders die bereits 35-jährige Aufbauspielerin Elisa Aguilar war kaum in den Griff zu bekommen. Eine schöne Aktion von Pia Mankertz sorgte für den Halbzeitstand von 21:35. Die deutsche Wurfquote lag weiterhin unter 30 Prozent und lediglich bei den Rebounds (23:23, Breitreiner 7) hatte man die Begegnung ausgeglichen gestalten können.

Lange blieben die ING-DiBa-Korbjägerinnen in der Kabine, um sich noch einmal gründlich auf die zweite Hälfte einzustimmen. Und der Start in das dritte Viertel gelang. Eine nun wirklich als “bissig” zu bezeichnende Defense sorgte für Ballgewinne, vorne verwandelten Bär und Breitreiner zwei Dreier und nach 23 Minuten sah das Ergebnis schon wieder etwas freundlicher aus (29:38). Auch Austmann gab jetzt vermehrt Vollgas und zog einige Fouls. Insgesamt zeigte sich ein ganz anderes Gesicht der deutschen Mannschaft. Doch erneut gelang es zu selten, die Ballgewinne in der Offense auch zu Zählbarem zu verwandeln, so blieb der Abstand auch nach 27 Minuten konstant (31:41). Noch immer lag die Wurfquote nur bei 28,3 Prozent (13/46), da vorne die letzte Kaltschnäuzigkeit fehlte. Der Favorit agierte gelassener aber keineswegs hochklassig, hatte sich vor dem Abschlussviertel aber wieder etwas abgesetzt (32:46).

Noch einmal bäumte sich die DBB-Auswahl auf, aber Spanien kontrollierte das Spiel nun eindeutig und hatte nach einem Dreier von “Altstar” Amaya Valdemoro beim 32:51 nach 33 Minuten schon für die Entscheidung gesorgt. In dieser Phase musste Deutschland einen 14:0-Lauf der Spanierinnen hinnehmen (32:41 – 32:55). Zwar kämpften die deutschen Spielerinnen weiter unverdrossen, bekamen aber keine Chance mehr, noch einmal in das Spiel zurückzukommen. Andreas Wagner gab noch allen seinen Spielerinnen Einsatzzeit und hatte nach dem Spiel Folgendes zu sagen: “Spanien war heute zu gut. Wenn sie so spielen wie heute, werden sie kein Spiel mehr verlieren. Wir haben es nicht geschafft, die nötige Intensität aufs Feld zu bringen und waren auch körperlich unterlegen. Mit dem dritten Viertel war ich sehr zufrieden. Jetzt konzentrieren wir uns voll auf das Bulgarien-Spiel.”

Deutschland
Romy Bär (Challes les Eaux/Frankreich, 13), Anne Breitreiner (Villeneuve d´Ascq/Frankreich, 7), Pia Mankertz (BG ´89 Avides Hurricanes, 6), Sarah Austmann (evo NB Oberhausen, 2), Roli-Ann Haldin (Wolfenbüttel Wildcats, 2), Tina Menz (BC pharmaserv Marburg), Anna-Lisa Rexroth (Rhein Main Baskets/TV Hofheim), Svenja Greuncke (Rhein Main Baskets / TV Langen, 1), Katharina Fikiel (Wolfenbüttel Wildcats, 4), Charmaine Callahan (Wolfenbüttel Wildcats, 4), Finja Schaake (Bender Baskets Grünberg / BC pharmaserv Marburg), Sonja Greinacher (Gonzaga University/USA).

Nächstes Spiel in der EM-Qualifikation
Sonntag, 24. Juni 2012, 15.00 Uhr, Oberhausen: Deutschland – Bulgarien

Weitere Informationen und Statistiken unter www.fibaeurope.com

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