DBB-Damen landen ersten Sieg!6. September 2008

Deutschland gewinnt 74:65 in Berlin – Mittwoch Showdown in Cardiff

Die Damen-Nationalmannschaft des Deutschen Basketball Bundes hat nach einer sensationellen Leistung und dank großem Kampf mit 74:65 (22:13, 19:13, 19:20, 14:19) gegen die Ukraine gewonnen. Die Mannschaft von Bundestrainer Imre Szittya erkämpfte die Führung im ersten Spielabschnitt und gab diese nicht wieder her. Die 555 Zuschauer in der Berliner Sömmeringhalle sahen eine engagierte deutsche Mannschaft, bei der mit Anne Breitreiner, Dorothea Richter und Cornelia Janzon drei Spielerinnen zweistellig punkteten. Vor dem alles entscheidenden Spiel am Mittwoch, 10. September 2008 in Cardiff (20.30 Uhr deutscher Zeit) haben sich die DBB-Damen damit eine hervorragende Ausgangsposition verschafft.

DBB-Bundestrainer Imre Szittya startete mit Dorothea Richter, Anne Breitreiner, Sarah Austmann, Cornelia Janzon und Lisa Koop in die Partie. Die deutschen Damen starteten sehr gut in die Partie und führten nach drei Minuten nach Punkten von Anne Breitreiner mit 7:2. Auch im weiteren Verlauf des ersten Spielabschnitts zeigten die ING-DiBa-Korbjägerinnen, dass sie die Hinspielniederlage unbedingt wett machen wollten. Katharina Kühn (Foto oben rechts) führte sich glänzend ein und traf nach energischem Nachsetzten durch einen Tip-In für Deutschland. Den ersten deutlichen Vorsprung schafften die DBB-Damen in der 8. Spielminuten durch Punkte von Alexandra Müller (18:8). Oxana Stavytska konterte im direkten Gegenzug per Dreier für die Ukraine – doch nach sehr starken zehn Minuten lagen die deutschen Damen nach weiteren Punkten von Kühn und einem beherzten Zug zum Korb von Lea Mersch mit 22:13 in Front.

Die zweiten zehn Minuten begannen, wie die ersten aufgehört hatten: mit Punkten für Deutschland: Annika Danckert nutzte ihren Freiraum zum umjubelten 24:15. Die DBB-Damen dominierten weiterhin die Bretter und sicherten sich so viele zweite Wurfchancen. Für Deutschland drehte Cornelia Janzon auf und machte ihr bisher bestes Länderspiel. Während die Ukrainerinnen lediglich aus der Distanz gefährlich waren (Irina Biryuk zum 18:26 aus Sicht der Ukraine), zeigten die deutschen Nationalspielerinnen ihr variantenreiches Angriffsspiel: ob sichere Distanzwürfe (Breitreiner, Müller, Janzon), gute Bewegungen unter dem Korb (Kühn, Bavendam und Koop) oder Nervenstärke an der Freiwurflinie (Richter) – die deutschen Damen spielten wie ausgewechselt. Nicht wenige der 555 Zuschauer in der Berliner Sömmeringhalle fragten sich, wie das 39:93-Hinspielergebnis wohl zu Stande gekommen war. Zudem agierten die DBB-Damen engagiert in der Verteidigung und trieben die Favoriten aus der Ukraine so an den Rande der Verzweiflung: eine Minute vor Ende der ersten Halbzeit lag das DBB-Team mit 39:24 vorne. Dorothea Richter traf leider kurz nach dem Halbzeitpfiff einen Wahnsinnswurf von der Mittellinie, der nicht mehr zählte. Nach einer sensationellen ersten Halbzeit hatten sich die DBB-Damen mit 41:26 abgesetzt.

Die Ukraine kam mit viel Wut im Bauch aus der Kabine und markierte die ersten vier Punkte des dritten Spielabschnitts. Doch als das Spiel zu Gunsten der Ukraine zu kippen drohte, zeigten die beiden Routiniers im deutschen Team, Anne Breitreiner und Dorothea Richter, ihre immense Bedeutung. Beide liefen zu Höchstform auf und bauten durch Dreier die deutsche Führung aus (55:39, 26. Min.). Neben den souverän vorgetragenen Angriffen, stimmte beim Szittya-Team weiterhin die Einstellung in der Verteidigung. Die DBB-Damen gaben keinen Ball verloren und kämpften vorbildlich. Vor den letzten zehn Minuten lagen Deutschlands Korbjägerinnen mit 61:46 vorne.

Nervenstark und routiniert gestaltete die deutsche Damen-Nationalmannschaft das Schlussviertel: Anne Breitreiner spielte ihre ganze Klasse aus und traf zum 63:46 (33. Min.). Doch die Ukraine gab nicht auf und konnte sich vier Minuten vor Ende der Partie auf 54:65 herankämpfen. Katharina Kühn krönte ihren tollen Einstand im deutschen Team mit dem wichtigen Treffer zum 70:57 (38. Min.). Da Oleksandra Gorbundova jedoch noch einmal für die Ukraine punktete, war das Spiel in der letzten Minute noch nicht entschieden. Deutschland lag 70:61 vorne. Die Ukraine foulte Sarah Austmann, die nervenstark beide Würfe traf. So auch dreißig Sekunden vor Schluss, als Austmann erneut an der Linie stand. Durch den sensationellen, aber in jeder Form verdienten 74:65-Sieg haben die DBB-Damen nicht nur Anne Breitreiner (Foto nach dem Spiel mit Annika Danckert) ein vorgezogenes Geburtstagsgeschenk bereitet, sondern auch einen wichtigen Sieg in der EM-Qualifikation gelandet.

Für Deutschland spielten: 
Lea Mersch (evo NB Oberhausen, 2), Sarah Austmann (evo NB Oberhausen, 5), Katja Bavendam (Botas Spor/Türkei, 6), Anne Breitreiner (KSSSE AZS PWSZ Gorzow/Polen, 23), Annika Danckert (BBV Leipzig, 2), Magdalena von Geyr (TSV Wasserburg), Cornelia Janzon (BBV Leipzig, 10), Alexandra Müller (BG WWK Donau-Ries, 5), Lisa Koop (BC Pharmaserv Marburg, 2), Sabine Loewe (Basket Club Bolzano/Italien), Katharina Kühn (TSV Wasserburg, 5) und Dorothea Richter (ohne Verein, 14).

Weitere Informationen zur EM-Qualifikation finden Sie auf der Turnier-Homepage

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