DBB-Damen: Endspurt in der EM-Qualifikation18. September 2006

In Dorsten soll das EM-Ticket gelöst werden
Die deutsche Damen-Nationalmannschaft ist nach drei Auswärtsspielen in Folge heimgekehrt. Und zwar nach Dorsten, wo am Mittwoch gegen Schweden und am Samstag gegen Kroatien (jeweils 19.30 Uhr, Sporthalle Petrinum) die beiden abschließenden Spiele der EM-Qualifikation ausgetragen werden. Die Situation in der Qualifikationsgruppe C stellt sich wie folgt dar: mit jeweils drei Siegen und einer Niederlage führen Deutschland und Polen die Tabelle an, der direkte Vergleich wurde aber von der deutschen Mannschaft gewonnen. Es folgt Kroatien mit zwei Siegen und zwei Niederlagen, während die Schwedinnen mit vier Niederlagen das Ende der Tabelle zieren. Für die Europameisterschaft 2007 in Chieti/Italien qualifizieren sich die Gruppenersten der fünf Qualifikationsgruppen sowie die vier besten Gruppenzweiten.

Gegen Schweden, das der Mannschaft von Bundestrainer Olaf Stolz (Foto oben rechts) bereits im Hinspiel vor eigenem Publikum unterlag (62:68), ist ein Heimspielerfolg Pflicht. Der sollte nach den bisher gezeigten guten Leistungen auch möglich sein. Je nachdem, wie am gleichen Abend Polen in Kroatien spielt, ist dann die Situation vor dem letzten Spiel gegen Kroatien. Möglich ist noch ein Dreiervergleich der ersten drei Teams mit jeweils vier Siegen und zwei Niederlagen. Doch zu viel Rechnen ist die Sache von Olaf Stolz nicht: „Das führt zu nichts. Wir gehen die beiden Spiele nacheinander an und wissen, dass wir auf jeden Fall Gruppenerster sind, wenn wir zwei Mal gewinnen. Das sollte unser Ziel sein!“

In jüngster Zeit ist Dorsten ein gutes Pflaster für die DBB-Damen geworden, nachdem man in den ersten beiden offiziellen Länderspielen von bisher insgesamt vier zwei Niederlagen einstecken musste. Diese Spiele liegen allerdings mehr als 20 Jahre zurück (1. März 1981, 56:58 gegen die Niederlande; 12. April 1981, 49:70 gegen Ungarn). Die beiden jüngsten Auftritte in Dorsten wurde deutlich gewonnen (12. September 2004, 95:50 gegen Israel; 21. August 2005, 74:62 gegen die Niederlande), daher kommt die Stolz-Auswahl mit einem guten Gefühl in die Sporthalle Petrinum.

Dabei darf sich das begeisterungsfähige Publikum auch auf einige Ehrungen freuen. Im Rahmen des Spieles am Mittwoch gegen Schweden werden Lokalmatadorin Dorothea Richter, Linda Fröhlich und Alexandra Müller für ihr jeweils 50. Länderspiel mit der Silbernen Ehrennadel des DBB ausgezeichnet. Zwei äußerst verdiente Korbjägerinnen werden dann am Samstag im Rahmen des Spieles gegen Kroatien aus der Nationalmannschaft verabschiedet: Marlies Askamp und Sophie von Saldern.

Marlies Askamp (Foto links) war die dominierende deutsche Spielerin über mehr als zehn Jahre lang und feierte mit der Nationalmannschaft, in Europa und in der nordamerikanischen Profiliga WNBA große Erfolge. Ihre Nationalmannschaftskarriere begann am 14. April 1990, als sie zum 71:56-Erfolg gegen die Niederlande in Katwijk drei Zähler beisteuerte. Die großartige Karriere im Nationaltrikot fand ihren Abschluss am 11. September 2005 bei der Europameisterschaft in der Türkei mit einen 98:64 gegen Rumänien (13 Punkte). Insgesamt bestritt Marlies Askamp 190 offizielle Länderspiele und erzielte dabei 2.330 Punkte (12,3 im Schnitt).

Sophie von Saldern (Foto rechts) unterstützte die deutsche Nationalmannschaft in 106 offiziellen Länderspielen und erzielte 914 Punkte für Deutschland (8,6 im Schnitt). Ihre internationale Karriere im DBB-Team begann am 28. Dezember 1993 im französischen Colmar mit einer 70:71-Niederlage gegen die Gastgeberinnen (2 Punkte). Nach mehr als zehn Jahren war der 72:49-Erfolg gegen Italien am 12. August 2004 in Wasserburg das letzte Länderspiel von Sophie von Saldern. Beide Spielerinnen standen in der Mannschaft, die im Sommer 1997 für den größten Erfolg in der Geschichte des DBB-Damenbasketballs sorgte und mit der Bronzemedaille von der Europameisterschaft in Ungarn nach Hause zurückkehrte.


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