DBB-Damen: EM-Traum lebt wieder5. Juni 2011

Überragende Vorstellung des deutschen Teams – 78:57 gegen Topfavorit Italien
Der Traum der deutschen Damennationalmannschaft von einer Teilnahme an der EM-Endrunde 2011 in Polen lebt wieder. Dafür sorgte der überraschende 78:57 (22:21, 20:12, 16:10, 20:12)-Erfolg der Mannschaft von Bastian Wernthaler gegen Italien beim zusätzlichen Qualifikationsturnier in Taranto/Italien nach einer überragenden Vorstellung. Dem abschließenden Spiel der Deutschen gegen Serbien am kommenden Dienstag kommt nun entscheidende Bedeutung zu.

Es ging nach der Niederlage gegen Rumänien vom Vortag um die letzte Chance für die DBB-Auswahl, und so traten die ING-DiBa-Korbjägerinnen anfangs auch auf. Lea Mersch, Dorothea Richter , Anne Breitreiner (Foto), Romy Bär und Lisa Koop boten dem hohen Favoriten Paroli. Obwohl sechs der ersten acht Würfe der Deutschen nicht ins Ziel fanden, wurde nach drei Minuten eine 6:2-Führung notiert (Koop, Breitreiner, Bär). Gar 9:3 hieß es nach Bärs Dreier. Dann kam Italien in Gang und glich innerhalb einer Minute aus, Wernthaler nahm eine Auszeit (9:9). Genau zur richtigen Zeit, denn Sarah Austmann und Breitreiner trafen anschließend zum m13:9 (6. Min.). Es folgten Dreier von Bär und Breitreiner, und plötzlich führten die Deutschen gegen konsterniert wirkende Gastgeberinnen mit 19:11. Noch vor dem Ende des ersten Spielabschnitts schloss Italien auf, das Publikum hatte eine attraktive und temporeiche Begegnung erlebt (22:21).

Auch im zweiten Viertel hielten die DBB-Damen die Partie völlig offen (26:26, 15. Min., Breitreiner). Bei beiden Teams lief jetzt offensiv nicht viel zusammen, gute Defense und starke Reboundarbeit dominierten auf beiden Seiten. Das DBB-Team konnte in Person der jetzt überragenden Breitreiner einen Fastbreak zur erneuten Führung abschließen (28:26), Koop erhöhte auf 30:26 (17. Min.). Francesca Zara leistete sich aus Frust ein technisches Foul, die fälligen Freiwürfe netzte Breitreiner zum 32:26 ein und ließ zwei weitere Dreier zum beinahe sensationellen Zwischenstand von 38:26 folgen (18. Min.). Erst nach diesem 12:0-Lauf des DBB-Teams kam Italien wieder zu Punkten. Bis zum Seitenwechsel gelang den Italienerinnen erneut eine kleine Resultatsverbesserung (42:33).

Mit Wut im Bauch stürmten die Gastgeberinnen aus der Kabine, aber die DBB-Damen hielten weiter mit vollem Einsatz und mit Erfolg dagegen (47:34.). Die große Bedeutung war der Partie förmlich anzumerken, minutenlang fielen keinerlei Punkte. Der Dreier von Richter zum 51:36 sorgte für die bis dato höchste Führung, die Sensation kam immer näher (26. Min.). Die jeweils vierten Foul von Richter und Austmann noch vor Viertelende taten allerdings weh. Dennoch sah es nach 30 Minuten ganz hervorragend für die deutschen Korbjägerinnen aus (58:43).

Italien eröffnete das Schlussviertel mit einem Dreier, wurde aber prompt von Breitreiner und von Katharina Kühn gekontert (64:46, 33. Min.). Der Erfolg war nun zum Greifen nahe, und die deutsche Mannschaft packte trotz eines letzten Aufbäumens der Italienerinnen mit voller Entschlossenheit zu. Fünf Minuten vor dem Ende ereilte Austmann das Aus mit ihrem fünften Foul, aber auch diese schwierige Situation überstand das Wernthaler-Team (Dreier Breitreiner zum 71:52, 36. Min.). Italien wurde nun regelrecht vorgeführt (74:52), und nach der Schlusssirene lagen sich die deutschen Spielerinnen jubelnd in den Armen.  

“Wir haben uns heute vor dem Spiel gesagt, dass wir lästig sein und es den Italienerinnen so schwer wie möglich machen wollen. Heute haben wir unser ganzes Potenzial gezeigt und uns ein echtes Endspiel am Dienstag gegen Serbien erspielt. Dann wollen wir unsere Chance nutzen”, sagte ein überglücklicher Bundestrainer unmittelbar nach der Partie.

Für Deutschland spielten:
Lea Mersch (evo NB Oberhausen, 1), Anne Breitreiner (Villeneuve/FRA, 31), Dorothea Richter (Heli Donau Ries, 3), Lisa Koop (BC pharmaserv Marburg, 10), Sarah Austmann, (evo NB Oberhausen, 4), Stephanie Wagner (Rhein-Main Baskets), Romy Bär (Challes les Eaux/FRA, 21), Tina Menz (Leeds Carnegie/ENG, 4), Birte Thimm (evo NB Oberhausen), Svenja Greunke (Rhein Main Baskets / TV Langen, 2), Katharina Kühn (TSV Wasserburg, 2), Petra Gläser (Kvarnby Basket/SWE).

Statistiken und weitere Berichterstattung unter www.fibaeurope.com 



Weiterer Spielplan EM-Qualifikation für Deutschland, Taranto/Italien
Dienstag, 7. Juni 2011, 17.45 Uhr: Deutschland – Serbien
(Der Sieger dieser Qualifikationsrunde spielt in zwei Spielen gegen den Sieger der anderen Qualifikationsrunde um den letzten noch zu vergebenden Platz für die EM vom 18. Juni – 3. Juli 2011 in Polen)

Weitere News

10. Dezember 2016

FIBA Jugend-EMs 2017 ausgelost

Silber-Mädchen erwischen schwierige, aber machbare Gruppe

fiba_logo_500

9. Dezember 2016

Abschlusslehrgang der U18-Jungen

DBB-TV mit Isaac Bonga

BongaIsaac2015EM-500

8. Dezember 2016

Erfolgreiche Nationalmannschaft

Spitzen von DBB und easyCredit BBL verständigen sich auf Bündelung der Kräfte und Erarbeitung eines Maßnahmenkatalogs

DBB BBL Logos-500

DBB auf Flickr

Bitte anklicken, um die Slideshow zu öffnen.