DBB-Damen mit besten Chancen auf die EM12. Juni 2011

59:53-Heimerfolg gegen Ungarn – Rückspiel am Mittwoch in Sopron

Die deutsche Damen-Nationalmannschaft hat beim Heimspiel in der Oberhausener Willy-Jürissen-Halle die Weichen auf Europameisterschaft gestellt. Dank eines überzeugenden 59:53 (15:16, 16:14, 14:14, 14:9)-Sieges gegen Ungarn hat das Team von DBB-Bundestrainer Bastian Wernthaler beste Chancen, das letzte EM-Ticket zu sichern. Das Rückspiel findet am Mittwoch, 15. Juni 2011 um 18 Uhr in Sopron statt. Beste Werferin vor 1000 begeisternden Zuschauern waren Anne Breitreiner und Sarah Austmann mit jeweils zwölf Punkten.

Lea Mersch, Dorothea Richter, Anne Breitreiner, Romy Bär (Foto DBB/Unverferth) und Lisa Koop begannen für Deutschland vor hochmotiviertem Publikum, das schnelle Punkten von Mannschaftskapitän Dorothea Richter bejubelte. Die DBB-Damen überzeugten in der Anfangsphase durch aggressive Verteidigung, sodass Ungarn erst in der dritten Minute von der Freiwurflinie zum ersten Korberfolg kam (6:2). Im weiteren Verlauf des ersten Spielabschnitts lieferten sich die beiden Mannschaften ein packendes Duell auf Augenhöhe. Anna Vajda brachte Ungarn in der siebten Spielminute erstmals in Führung (8:12), während bei Deutschland auch aus guter Position keine Würfe fallen wollten. Tina Menz und Sarah Austmann waren von der Linie erfolgreich und hielten das Spiel offen (11:12, 8. Min.). Lokalmatadorin Austmann war mit dem Buzzer aus der Distanz erfolgreich und sorgte für den 15:16-Viertelstand.

Katharina Kühns Punkte zu Beginn des zweiten Spielabschnitts sorgten für großen Jubel beim Oberhausener Publikum und den erneuten Führungswechsel. Vier Punkte von Anne Breitreiner zum 21:18 gaben Deutschland kurzzeitig Luft zum Atmen, aber die Ungarinnen blieben brandgefährlich. Zsófia Fegyverneky führte ihre Farben in dieser Phase an und traf mit ihren Würfen ins Herz der deutschen Mannschaft. DBB-Bundestrainer Bastian Wernthaler rief seine Spielerinnen beim Stand von 21:23 (15. Min.) zu einer Auszeit zusammen. Petra Gläsers schöner Move in der Zone und Romy Bärs anschließender Dreipunktewurf brachten die Willy-Jürissen-Halle zum Kochen (26:25, 17. Min.). Bär war nun ‚on fire‘, traf auch den nächsten Jumper und auch Breitreiners schön herausgespielter Dreier saß (31:25). Ungarn hatte jedoch die passende Antwort und so führten die ING-DiBa-Korbjägerinnen vor dem Seitenwechsel nur knapp mit 31:30.

Spannend und packend ging es auch in der zweiten Halbzeit weiter: Koop egalisierte die Punkte der nun immer stärker werdenden Dora Horti, dann eroberten Bär und Richter die Führung für Deutschland zurück (37:35). Die DBB-Damen agierten nun offensiv sehr clever und kamen immer wieder zu erfolgreichen Penetrationen, die Ungarn nur mit Fouls stoppen konnte (Koop, Richter). Das Dreipunktspiel der deutschen Mannschaftsführerin brachte die bis dato höchste Führung des Spiels (42:35). Doch die Ungarinnen zeigten, vor allem dank Vajda und Fegyverneky, warum sie ihr Qualifikationsturnier so souverän gewonnen hatten und blieben dran. Vor Beginn der letzten zehn Minuten war die Partie wieder nahezu ausgeglichen (45:44).

Im Schlussviertel entwickelte sich ein echter Basketball-Krimi, in dem sich beide Mannschaften nichts schenken. Austmann traf einen wichtigen Dreier zum 51:48 (34. Min) – die Halle tobte. Breitreiners Freiwürfe an der Linie waren wichtig, ebenso wie die exzellente Verteidigung, mit der Wernthalers Damen es Ungarn nun immer schwerer machten. Zwei Minuten vor Ende des Spiels traf Breitreiner eiskalt aus der Distanz zum 59:48 und sorgte für die Vorentscheidung. Deutschland setzte sich am Ende mit 59:53 durch und hat damit eine hervorragende Ausgangsposition für das Rückspiel am Mittwoch in Sopron.

DBB-Bundestrainer Bastian Wernthaler über das Geburtstagsgeschenk, das ihm seine Mannschaft gemacht hat: “Ich freue mich sehr über diesen wichtigen Sieg gegen eine starke ungarische Mannschaft. Das Polster von sechs Punkten ist mir nicht so wichtig wie die Tatsache, dass wir ein tolles Spiel gemacht haben und Ungarn vor heimischem Publikum geschlagen haben. Mein Team hat in den letzten Wochen viel Selbstbewusstsein getankt, sie glauben an sich und geben nie auf.”

Für Deutschland spielten:

Sarah Austmann (evo NB Oberhausen, 12), Romy Bär (Challes lex Eaux/FRAU, 11), Anne Breitreiner (Villeneuve/FRA, 12), Petra Gläser (Kvarnby Basket/SWE, 2), Svenja Greunke (Rhein Main Baskets / TV Langen), Lisa Koop (BC pharmaserv Marburg, 6), Katharina Kühn (TSV Wasserburg, 2), Tina Menz (Leeds Carnegie/ENG, 5), Lea Mersch (evo NB Oberhausen), Dorothea Richter (Heli Donau Ries, 9), Birte Thimm (evo NB Oberhausen, dnp) und Stephanie Wagner (Rhein Main Baskets / TV Langen, dnp).

Die deutsche Damen-Nationalmannschaft spielt im Falle der Qualifikation in der EM-Vorrundengruppe C in Kattowitz gegen Spanien, Polen und Montenegro. Die mögliche erste EM-Partie fände demnach am 18. Juni 2011 um 15 Uhr gegen Spanien statt, am 19. Juni 2011 um 18 Uhr träfe Deutschland auf Gastgeber Polen und am 20. Juni 2011 um 12.30 Uhr auf die Auswahl Montenegros.

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