Damen-EM: Niederlage gegen Litauen26. September 2007

Nach packendem Spiel geht das Szittya-Team jetzt mit zwei Niederlagen in die Zwischenrunde

Die deutsche Damen-Nationalmannschaft hat ihr abschließendes Vorrundenspiel bei der Europameisterschaft in Italien gegen den WM-Fünften Litauen verloren. In Lanciano unterlag das Team von Bundestrainer Imre Szittya nach lange packendem Spielverlauf mit 57:71 (18:20, 16:16, 13:15, 10:20). Schon zuvor waren die deutschen Spielerinnen für die Zwischenrunde qualifiziert, in die sie nun zwei Niederlagen mitnehmen. Dort spielt die DBB-Auswahl am Freitag, Sonntag und Dienstag gegen EM-Favorit Tschechische Republik, die Türkei und Lettland. Mindestens zwe Siege werden nötig sein, soll das Viertelfinale noch erreicht werden.

Der Start in die Partie gelang den Litauerinnen deutlich besser. Nach Linda Fröhlichs Treffer zum Auftakt dominierte die Mannschaft aus dem Baltikum eindeutig (2:10, 4. Min.), Szittya nahm die erste Auszeit. Doch es wurde nicht besser, denn der Druck der Litauerinnen war so groß, dass sich das deutsche Spiel überhaupt nicht entfalten konnte (2:15, 5. Min.). Dann aber durfte man sich über acht deutsche Punkte in Folge freuen (Martina Weber, Sarah Austmann, Linda Fröhlich), der Rhythmus und die Einstellung schienen gefunden. Fröhlich traf gar zum 12:15 eine Minute vor Viertelende, Austmann zum 14:15. Die anfangs überragende litauische Centerin Iveta Marcauskaité wurde von der deutschen Defense jetzt besser kontrolliert. Nach zehn Minuten war die Begegnung wieder völlig offen (18:20, Anne Breitreiner, ´2). Litauen zeigte sich von der energischen Aufholjagd des Gegners sichtlich beeindruckt.

Im 2. Viertel versuchten es beide Teams mehrfach von jenseits der 3-Punkte-Linie, jedoch ohne Erfolg. Fröhlich schaffte den 20:20-Ausgleich mit ihrem bereits 10. Punkt und ging danach für eine Verschnaufpause auf die Bank. Es hatte offenbar Kraft und Konzentration gekostet, sich an die Baltinnen heran zu kämpfen, denn die folgenden Minuten gehörten wieder dem Gegner. Aber Weber und  die zurück gekehrte Fröhlich sorgten dafür, dass Litauen nicht enteilen konnte (27:28, 16. Min.) wie zu Beginn des Spieles. Zur umjubelten deutschen Führung reichte es dann, als die überragende Fröhlich (8/10 Würfe bis dahin) per Dreier zum 32:30 traf (18. Min.). Auf beiden Seiten gingen jetzt einige Würfe daneben, doch Litauen gelang mit der Schlusssirene per Dreier durch Rima Valentiene die Halbzeitführung (34:36) in einer packenden Partie. Die magere deutsche Dreierquote war in den ersten zwanzig Minuten ein kleiner Makel gewesen (1/8).

Nach dem Seitenwechsel beging Martina Weber schnell ihr 3. Foul. Breitreiner traf per Dreier zum 39:41 (24. Min.), das wichtige Spiel blieb spannend. Per Korbleger besorgte erneut Breitreiner die 45:44-Führung für Deutschland und traf dann auch zum 47:44, nachdem Doro Richter (Foto rechts) zwei Freiwürfe getroffen hatte. Valentiene glich mit einem weiteren Dreier umgehend aus. Das Spiel stand auf des Messers Schneide. Linda Fröhlich waren bis zum Ende des 3. Viertels keine weiteren Zähler geglückt. Sie “ackerte” aber weiter fleißig und griff sich manchen Rebound, musste aber auch einige Ballverluste schlucken. Minutenlang schien jetzt der Korb der Litauerinnen wie vernagelt, was den 47:51-Rückstand nach 30 Minuten zur Folge hatte.

Als die lange untergetauchte Marcauskaité zu Beginn des Schlussabschnitts das 47:53 erzielte, schien den Deutschen das Spiel zu entgleiten. Fröhlich beendete aber ihre punktemäßige Durststrecke mit dem Treffer zum 51:55 (33. Min.), der Deutschland im Spiel hielt. Mit dem Mute der Verzweiflung mobilisierten die deutschen Korbjägerinnen jetzt ihre letzten Kräfte. Fröhlich traf weiter, aber der Rückstand betrug immer vier bis sechs Punkte. Vier Minuten vor dem Ende nahm der Bundestrainer eine Auszeit. Unmittelbar danach folgte das 53:61 durch Sandra Valuzyte, das so etwas wie eine Vorentscheidung bedeutete. Ela Briedyte machte per Dreier das 53:64 drei Minuten vor Schluss, Deutschland war geschlagen. Das Endergebnis gab den lange knappen und spannenden Spielverlauf in keinster Weise wieder. Aber nur zwei Treffer bei 16 Dreierversuchen waren einfach zu wenig.

Für Deutschland waren dabei:
Roli-Ann Nikagbatse (ohne Verein), Anne Breitreiner (Lotos Gdynia/Polen, 9), Dorothea Richter (ohne Verein, 2), Margret Skuballa (BC Pharmaserv Marburg, dnp), Sarah Austmann (evo NB Oberhausen, 4), Natalie Gohrke (BC Pharmaserv Marburg, 2), Corry Berger (TSV Wasserburg, dnp), Alexandra Müller (TSV Wasserburg), Katharina Kühn (TSV Wasserburg), Linda Fröhlich (Sacramento Monarchs/WNBA, 24), Martina Weber (New York Liberty/WNBA, 16), Petra Gläser (Foto oben, evo NB Oberhausen).

Statistiken und weitere Informationen unter www.fibaeurope.com 

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