1.200 Zuschauer in Dorsten sehen Kantersieg gegen Israel12. September 2004

DBB-Damen machen schon vor der Pause alles klar

Die deutsche Damenbasketball-Nationalmannschaft hat ihren ersten Erfolg in der EM-Qualifikation gelandet. Vor 1.200 Zuschauern in der nahezu ausverkauften Petrinum-Halle in Dorsten bezwang die Mannschaft von Bundestrainer Olaf Stolz Israel mit 95:50 (29:11, 22:9, 16:15, 28:15). Damit hat die deutsche Mannschaft nach zwei Spieltagen noch alle Chancen zur Qualifikation für die EM 2005 in der Türkei. Rumänien führt die Gruppe C mit zwei Siegen vor Deutschland und Belgien mit jeweils einem Sieg und einer Niederlage an. Schlusslicht ist Israel mit bisher zwei Niederlagen.

Sehr konzentriert und engagiert begannen die deutschen Damen die Partie gegen die körperlich weit unterlegenen Israelis, die aber mit ihrer enormen Schnelligkeit bestachen. Marlies Askamp traf aus der Distanz zum8:4 (4. Min.), Linda Fröhlich legte gegen die israelische Zonenverteidigung zum 10:4, 12:4 und 15:4 nach (5. Min.). Die Zuschauer freuten sich lautstark über den tollen Beginn.

Und es ging so weiter, Fastbreak auf Fastbreak rollte dem israelischen Korb entgegen. Beim 19:6 nach acht Minuten musste man fast etwas Mitleid mit den Gästen haben. Dann traf das DBB-Team noch drei Dreier in Folge, so dass bereits zum Ende des 1. Viertels ein deutlicher Abstand zwischen den beiden Teams lag. Der 4. Dreier von Alexandra Müller landete zum 39:15 im Korb des Gegners (15. Min.). Nahezu jeder Rebound wurde von den ING-DiBa-Korbjägerinnen gefangen und meist sofort in einen Fastbreak umgewandelt. Nur vereinzelt konnte sich Israel aus der Distanz etwas Luft verschaffen. Beim 47:17 nach 19 Minuten musste man schon von einem sich anbahnenden Debakel sprechen.

Fast zwangsläufig kam die deutsche Mannschaft nach dem Seitenwechsel im Gefühl des sicheren Sieges nicht so recht in Fahrt. Israel verteidigte etwas besser, traf einige Distanzwürfe, wurde der DBB-Auswahl aber nicht wirklich gefährlich (55:28, 25. Min.). Die Deutschen bemühten sich, ihre Spielfreude und Konzentration zurück zu erlangen, doch das 3. Viertel plätscherte so vor sich hin. Der Abstand blieb konstant bei 30 Punkten.

Im Schlussabschnitt versuchten es die Israelis noch einmal mit einer Ganzfeld-Verteidigung, doch jetzt waren die deutschen Korbjägerinnen wieder im Bilde und gestatteten den Gegnerinnen keine Resultatsverbesserung (75:37, 34. Min.). Letztlich wurde nach einem energischen Schlussspurt einer der deutlichsten Erfolge in der Länderspielgeschichte der deutschen Damen vermerkt. Das begeisterungsfähige Publikum belohnte die starke deutsche Vorstellung mit lang anhaltendem Beifall, auch wenn die magische 100er-Grenze nicht mehr erreicht wurde..

Für Deutschland waren dabei:
Dorothea Richter (1), Anne Breitreiner (8), Tini Ishaque (9); Katja Munck (4), Andrea Harder (8), Katharina Kühn (2), Corry Berger, Alexandra Müller (Foto, 17), Annika Danckert, Linda Fröhlich (32), Marlies Askamp (9), Petra Gläser (5).

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