Spanien verteidigt Europameister-Titel19. August 2011

In einer hochklassigen Partie gegen Frankreich, setzte sich Spanien mit 98:85 durch

Die spanische Nationalmannschaft hat am Sonntag in Kaunas vor 15.000 Zuschauern mit einem 98:85 über Frankreich seinen vor zwei Jahren in Polen errungenen Europameistertitel verteidigt. Die Spanier sind nach Jugoslawien (1997) das erste Nationalteam, dem dieses Kunststück gelungen ist. Erfolgreichste Korbjäger der in Verteidigung mit zehn geblockten Würfen (fünf von Serge Ibaka) glänzenden und in der Offensive variableren Iberer waren Juan Carlos Navarro (27 Punkte), Pau Gasol (17) und Jose Calderon (17). Für die Franzosen punktete Tony Parker (26) am besten. Zum besten Spieler (MVP) des EM-Turniers wurde Spaniens Guard/Forward Juan Carlos Navarro gewählt. In die beste Fünf des Turniers wählte die Jury neben Navarro Tony Parker (Frankreich), Bo McCalebb (Mazedonien), Andrej Kirilenko (Russland) und Pau Gasol (Spanien).

Spanien – Frankreich 98:85 (25:20, 25:21, 25:21, 23:23)

Beide Teams suchten in der Anfangsphase die leichten Punkte am Brett (8:8), die ersten Treffer von außen durch Navarro und Calderon bescherten Spanien eine 17:12-Führung. Während bei den Franzosen vor allem Tony Parker mit neun Zählern im ersten Viertel dagegen hielt, wirkten die Spanier in der Offensive variabler und erhöhten mit Dreiern durch Navarro und Marc Gasol auf 25:17. Ein Steal von DeColo und zwei Blocks von Ibaka signalisierten zu Beginn des zweiten Viertels eine härtere Gangart in der Defensive. Gelabale und Parker brachten Frankreich zwar mit Dreiern auf 29:26 heran. Aber, eingeschüchtert durch fünf Blocks von Ibaka allein im zweiten Viertel, zog Frankreich kaum noch zum Korb (erster Freiwurf in der 17. Minute).

Mit größerer Aggressivität enteilten die Spanier auf 46:34. Frankreich machte nach einem rüden unsportlichen Foul von Fernandez an Parker sieben Punkte am Stück gut, aber Pau Gasol schraubte den Vorsprung noch vor der Halbzeit wieder auf 50:41. Aus einer verbesserten Defense heraus verkürzte Frankreich auf 60:54, aber ein Navarro-Dreier erstickte dieses Strohfeuer im Keim, Calderon und Marc Gasol legten zum 67:54 nach. Nach 30 Minuten hatte Frankreich neben Tony Parker (20) in Batum nur noch einen anderen zweistellig punktenden Werfer. Spanien hatte neben Navarro (22) mit Pau und Marc Gasol sowie Fernandez und Calderon noch vier weitere Akteure mit zweistelligen Punktzahlen (75:62). Das vierte Viertel war für diese viel ausgeglicheneren Spanier nur noch ein letztlich ungefährdetes Schaulaufen.

Russland Dritter – EM 2013 in Slowenien

Im Spiel um den dritten Platz setzte sich Russland trotz 43:25 Rebounds und einer besseren Wurfquote am Ende nur knapp 72:68 gegen die einmal mehr nie aufsteckenden Mazedonier durch (Topscorer Kirilenko mit 18 für Russland und Bo McCalebb mit 22 für Mazedonien). Im Spiel um Platz fünf hatte gestern Litauen mit 73:69 gegen Griechenland die Nase vorne gehabt. Die nächste Europameisterschaft wird im September 2013 – wieder mit 24 Teilnehmern – in Slowenien stattfinden. Lediglich Ausrichter Slowenien sowie die sieben an den Olympischen Spielen bzw. der vorolympischen Qualifikationsrunde teilnehmenden Teams (die Top 6 der EM 2011 plus Olympia-Gastgeber Großbritannien) sind bereits dafür qualifiziert. Die restlichen 16 Startplätze werden im kommenden Sommer in einer umfangreichen EM-Qualifikationsrunde vergeben, über deren Modus und Terminierung FIBA-Europa in Kürze eine Entscheidung treffen wird.

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