Rolli-Junioren stürmen ins EM-Endspiel14. Juli 2012

Bis in die Schlussphase spannender 83:74-Erfolg über Türkei

(aj) Die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Junioren hat im britischen Stoke Mandeville das ersehnte EM-Endspiel erreicht. In einem hochklassigen Halbfinale bezwang das Team von Bundestrainer Peter Richarz Halbfinalgegner Türkei mit 83:74 (21:13/42:29/64:57) und steht nun gegen Titelverteidiger Schweden im Endspiel um die U22-Europameisterschaft.

Nach einem frühen 6:9-Rückstand (3.) kam der deutsche Nachwuchs immer besser in Fahrt. Durch einen 10:0-Lauf gelang es in der Folge sich erstmals vom türkischen Kontrahenten abzusetzen, nachdem Thomas Böhme bis zu diesem Zeitpunkt bereits acht Punkte erzielen konnte (16:9, 7.). Bis zur Halbzeit setze sich diese Tendenz nahtlos fort und Deutschland schien beim 42:26 (19.) bereits vorzeitig auf Finalkurs gehen zu können.

Doch nach dem Wechsel kam die Türkei entschlossener aus der Kabine und setze nach dem 57:44 (27.) zu einem Zwischenspurt an, der das Team in der 29. Spielminute bis auf 57:52 heranbrachte. Erst Jens-Eike Albrecht sorgte kurz vor dem Viertelende mit einem Dreier noch einmal für etwas Luft. Doch hiervon ließen sich die kampfstarken Türken im vierten und letzten Abschnitt nicht irritieren und kämpften sich bis auf 72:68 (36.) heran, so dass das Spiel inklusive des fünften Fouls von Deutschlands Topscorer Kai Möller doch noch zu kippen drohte.

Nun sprang jedoch Youngster Leon-Ole Schöneberg in die Bresche, erzielte selbst das 74:68 (37.) und nur wenige Sekunden später nach einem eigenen Offensivrebound auch das 76:70. Mit der Behauptung der Führung verschaffte der Heidelberger damit seinem Team den taktischen Vorteil, den der Thüringer Albrecht mit vier Freiwurftreffern in den letzten 30 Sekunden dann von der Linie aus zum Finaleinzug nutzte.

Im Endspiel der U22-Europameisterschaft trifft das junge deutsche Team nun am Sonntag um 16:45 Uhr MESZ auf Titelverteidiger Schweden, dass sich knapp mit 44:39 gegen Gastgeber Großbritannien durchsetzen konnte. Deutschland hat damit die Chance, dreizehn Jahre nach dem Triumph von Paris, zum zweiten Mal Junioren-Europameister zu werden.

Türkei: Mehmet Cetingöz (29), Kemal Kaan Safak (16), Ugur Toprak (11/2 Dreier), Davut Casliskan (6), Muhterem Aktas (5), Gökhan Coskun (5), Kudret Fatih Ünlü (2), Ramzan Öksüz, Ahmet Saridag, Havva Selvian Gür, Can Tenekeci, Mehmet Cem Cerit (n.e.).

Deutschland: Thomas Böhme (23, RSV Lahn-Dill), ), Jens-Eike Albrecht (21/1, Oettinger RSB Team Thüringen), Kai Möller (14, Hannover United/Team BEB), Leon-Ole Schöneberg (14, SGK Heidelberg), Jan Sadler (5, Hannover United/Team BEB), Laura Fürst (4, USC München), Thomas Wiest (2, 1.FC Kaiserslautern Rolling Devils), Christopher Huber (n.e., RSC Frankfurt), Dennis McInnes (n.e., USC München), Philipp Schorp (n.e., RSKV Tübingen), Tobias Schreiner (n.e., RSKV Tübingen), Dominik Zielke (n.e., Köln 99ers).

 

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