Rolli-EM: Herren mit zwei Testspielerfolgen17. Juni 2013

(aj) Die Gießener Sporthalle Ost war am Wochenende ein gutes Pflaster für die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Herren. Vor jeweils rund 500 Zuschauern bezwang die Mannschaft von Bundestrainer Nicolai Zeltinger am Samstag Paralympicssieger Kanada und am Sonntag EM-Konkurrent Schweiz.

Damit darf die Generalprobe für die Eurobasketball 2013 vom 28. Juni bis 7. Juli nur rund 65 Kilometer südlich in der Eissporthalle Frankfurt am Main als gelungen angesehen werden. Insbesondere beim hoch spannenden Match gegen Kanada, dass die deutschen Herren nach Verlängerung für sich entscheiden konnten, herrschte beste Atmosphäre unter den Besuchern, bei denen viele den Weg auch nach Frankfurt am Main finden werden.

Deutschland – Kanada 72:67 nV. (16:19/32:36/46:48/61:61)

„Es war ein tolles Spiel, insbesondere für die Zuschauer, aber wir müssen noch kaltschnäuziger werden und solche Duelle früher für uns entscheiden“, war sich Bundestrainer Zeltinger bei seinem Heimspiel über die Attraktivität aber auch die noch begangenen Fehler sicher. Letztendlich war es einmal mehr Topscorer Dirk Passiwan aus Trier, der im zweiten Durchgang seine Mannschaft mitriss und am Ende mit 31 Punkten auch Topscorer der Begegnung war. Diesen Part nahm auf der Gegenseite der Ex-Bonner Adam Lancia ein, der mit 14 Zählern zum besten Schützen in einer verjüngten kanadischen Mannschaft avancierte.

Deutschland: Dirk Passiwan (31/1 Dreier, Goldmann Dolphins Trier), André Bienek (15, Uniphol Briantea ´84 Cantu/ITA), Sebastian Wolk (12, Mainhatten Skywheelers), Thomas Böhme (4, RSV Lahn-Dill), Björn Lohmann (4, RSV Lahn-Dill), Jan Haller (2, RSV Lahn-Dill), Matthias Heimbach (2, Jena Caputs), Lars Lehmann (2, Mainhatten Skywheelers), Thomas Becker (Köln 99ers), Sebastian Magenheim (Mainhatten Skywheelers), Marco Zwerger (RSV Lahn-Dill), Felix Schell (n.e., RSV Lahn-Dill).
Kanada: Adam Lancia (14), Nikola Goncin (13/1), Dave Durepos (11/1), Yvon Roulliard (11), David Eng (8), Chad Jassman (6, Goldman Dolphins Trier), Tyler Miller (2), Brandon Wagner (2), Aaron Moseley-Williams, Michael Poulin, Philippe Vermette, Robert Hedges (n.e.).

Deutschland – Schweiz 89:63 (19:19/43:37/66:48)

Auch gegen die Schweiz, die am 2. Juli vierter Vorrundengegner der deutschen Auswahl bei der EM in Frankfurt sein wird, zeigte der Gastgeber eine gute Partie. Nach einem schwachen Auftaktviertel demonstrierte Deutschland gegen die vom Lahnauer Stefan Donner trainierten Eidgenossen seine EM-Ambitionen und drehte die Begegnung im zweiten Viertel durch eine deutlich druckvollere Spielweise. In der Offensive besonders stark agierte dabei Topscorer Thomas Böhme von Lokalmatador RSV Lahn-Dill.

Deutschland: Thomas Böhme (35, RSV Lahn-Dill), Dirk Passiwan (22, Goldmann Dolphins Trier), André Bienek (14, Uniphol Briantea ´84 Cantu/ITA), Sebastian Wolk (6, Mainhatten Skywheelers), Jan Haller (5, RSV Lahn-Dill), Sebastian Magenheim (5, Mainhatten Skywheelers), Lars Lehmann (2, Mainhatten Skywheelers), Björn Lohmann (2, RSV Lahn-Dill), Thomas Becker (Köln 99ers), Matthias Heimbach (Jena Caputs), Marco Zwerger (RSV Lahn-Dill), Felix Schell (n.e., RSV Lahn-Dill).
Schweiz: Maurice Amacher (17), Nicolas Hausammann (15), Philip Häfeli (8), Rolf Köpfli (8), Mathias Suter (8), Walter Spuler (5), Janic Binda (2), Pascal Bolliger, Wahab Schwan, Markus Lampart (n.e.).

 

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