Rolli-Damen im WM-Endspiel28. Juni 2014

Die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Damen hat es geschafft und steht im Finale um den Weltmeistertitel im kanadischen Toronto. In der Neuauflage des Finalspiels von 2010 setzte sich die Auswahl am Freitagabend auf dem Court des Mattamy Athletic Centers in einem spannenden Spiel mit 68:58 (21:18/32:34/46:46) gegen Titelverteidiger USA durch und revanchierte sich damit für die dramatische Finalniederlage von Birmingham vor vier Jahren. Mit 27 Punkten und zehn Rebounds avancierte die Kölnerin Marina Mohnen mit einem Double-Double zur Topscorerin.

Vor allem ein starkes letztes Viertel der deutschen Damen bescherte am Ende des Tages den verdienten Finaleinzug. Zuvor lieferten sich beide Teams ein Duell auf Augenhöhe, in dem sich Deutschland kurz vor der Halbzeit beim 24:30 (16.) durch die USA das erste Mal mit sechs Punkten in Rückstand sah. Bis zum Pausentee gelang es jedoch durch einen 6:0-Endspurt den Rückstand bis auf zwei Zähler zum 32:34-Halbzeitstand zu verkürzen.

Zurück auf dem Parkett sollte es zunächst keinem der beiden Teams gelingen, sich entscheidend abzusetzen. Dies sollte sich für die deutschen Damen im letzten Spielabschnitt ändern, als man durch eine nun besser agierende Defensive und sichere Punkte von der Freiwurflinie den Vorsprung über 54:50 (33.) bis kurz vor der Schlusssirene kontinuierlich auf sieben Punkte zum 61:54 (39.) ausbauen konnte. Dem hohen Tempo und dem überzogenen Foulkonto Tribut zollend schickten die US-Girls die ING-DiBa-Korbjägerinnen nun vermehrt an die Linie, wo Mareike Adermann und Simone Kues sicher verwandelten und dem Team Germany somit am Ende den verdienten Finaleinzug sicherten.

“Das Spiel war sehr schwer, weil die Amerikanerinnen sehr gut gespielt haben und wir in der Defense zu viele Fehler gemacht haben. Erst als wir dann in der zweiten Halbzeit etwas umgestellt haben, konnten wir das Spiel dann auch in den Griff bekommen. Im vierten Viertel haben wir dann am Ende doch noch souverän mit zehn Punkten gewonnen, obwohl das heute nicht unser bestes Spiel war“, resümiert ein sichtlich erleichterter Holger Glinicki nach der Schlusssirene.

Im zweiten Halbfinale gelang Gastgeber Kanada in einem spannenden Spiel ein Überraschungserfolg gegen den amtierenden Europameister und Favoriten aus den Niederlanden. Nach einem denkbar knappen 75:74-Sieg erwartet das Team um Janet McLachlan und Tracey Ferguson von den Goldmann Dolphins Trier nun die deutsche Auswahl am Samstag um 15:00 Uhr Ortszeit (21:00 Uhr MESZ) zum WM-Finale im Mattamy Athletic Center. Bereits in der Vorrundengruppe B konnte sich die Auswahl um Bundestrainer mit 64:53 Punkten gegen die Kanadierinnen durchsetzen.

Deutschland:
Marina Mohnen (27, Köln 99ers), Gesche Schünemann (11, BG Baskets Hamburg), Annika Zeyen (10, BG Baskets Hamburg), Mareike Adermann (8, BG Baskets Hamburg), Simone Kues (6, BG Baskets Hamburg), Edina Müller (4, BG Baskets Hamburg), Johanna Welin (2, RBB München Iguanas), Annabel Breuer (RSV Lahn-Dill), Linda Dahle (n.e., Hot Rolling Bears Essen), Anne Brießmann (n.e., Mainhatten Skywheelers), Laura Fürst (n.e., RBB München Iguanas), Maya Lindholm (n.e., BG Baskets Hamburg).

USA:
Rose Hollermann (25), Rebecca Murray (14), Desiree Miller (9), Darlene Hunter (6), Gail Gaeng (4), Megan Blunk, Kimberly Champion (n.e.), Jennifer Chew (n.e.), Jennifer Poist (n.e.),Courtney Ryan (n.e.), Mackenzie Soldan (n.e.), Kendra Zeman (n.e.).

Platzierungsspiele
Frankreich – Großbritannien 41:58
China  – Australien 57:62

Halbfinale
Kanada – Niederlande 75:74
Deutschland – USA 68:58

Spiel um Platz 7
Frankreich – China Sa., 14:00
Spiel um Platz 5
Großbritannien – Australien Sa., 16:00
Spiel um Platz 3
Niederlande – USA Sa., 19:00
Finale
Deutschland – Kanada Sa., 21:00

Alle Zeiten MESZ.

 

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