Riesenandrang auf das “Come on girls”-Camp Braunschweig30. November 2009

98 Mädchen im Alter von acht bis 14 Jahren sind dabei und freuen sich über einen tollen Tag sowie nagelneue Camp-Basketbälle

98 Mädchen zwischen acht und 14 Jahren kamen am 28. November 2009 in die Sporthalle der Braunschweiger Gesamtschule Franzsches Feld, um beim 1. Braunschweiger Mädchenbasketball-Camp dabei zu sein. Nur eine Handvoll von ihnen spielte bisher Basketball im Verein, viele von ihnen kamen zum ersten Mal mit dem orangefarbenen Ball in Kontakt.

Eingeladen hatten das DBB Projekt „Come on girls“, das Bündnis für Demokratie und Toleranz mit dem Programm für Toleranz im Sport und die Braunschweiger Arbeitsstelle für Rechtsextremismus und Gewalt (ARUG). Die ARUG startete mit diesem Camp ihr Projekt „Girls go sports“, mit dem Mädchen durch den Sport für den Alltag gestärkt werden sollen. Gemeinsam ermöglichten sie eine kostenlose Teilnahme für die Mädchen.

Die sportliche Leitung des Camps übernahm DBB-Damen-Bundestrainer Imre Szittya (Foto oben), der sich von der großen Zahl der Teilnehmerinnen sichtlich beeindruckt zeigte. „Normalerweise kommen bei 90 Anmeldungen weniger als 80 Mädchen zu einem solchen Camp. Diese große Zahl von Mädchen über einen ganzen Tag hinweg ist schon toll“, so der Headcoach. Unterstützt wurde er von zwölf Braunschweiger Trainerinnen und Trainern.

In der großen Gruppe und an Stationen lernten die Mädchen die Grundfertigkeiten des Basketballsports kennen und konnten den Sport intensiv ausprobieren. Bei den abschließenden Spielen wurde das Gelernte gleich angewandt. Während des Sportprogramms informierten sich zahlreiche Lehrerinnen, Lehrer und Eltern über weitere Möglichkeiten und Informationen zum Thema Mädchenbasketball.

Doch es ging nicht nur um Sport. Nach der Mittagspause absolvierten alle Mädchen in fünf Altersklassen aufgeteilt einen 90-minütigen Workshop, in dem sie Verhaltensweisen in Bedrohungssituationen erlernen und sich mit dem Thema Selbstbehauptung im Alltag auseinandersetzen konnten. Die Workshops wurden von qualifizierten Trainern der ARUG und der Polizei mit ihrem Programm „Alternative Sport“ geleitet und fanden guten Anklang bei den Mädchen und Eltern.

Zum Abschluss des Tages bekamen alle Mädchen das Basketballspielabzeichen des DBB in Bronze verliehen und waren gespannt, was die in der Anmeldung versprochene Überraschung sein würde. Als der DBB-Vizepräsident Heinz-Michael Sendzik dann bei der Verabschiedung das Rätsel auflöste und den Mädchen erklärte, dass sie alle einen der nagelneuen Camp-Basketbälle mit nach Hause nehmen dürfen, war der Jubel groß. Etliche dieser Bälle signierte Bundestrainer Imre Szittya dann noch zur Erinnerung an den ereignisreichen Tag.


Die Braunschweiger Organisatoren von der ARUG waren vom erfolgreichen Projektstart selber so begeistert, dass sie direkt weitere Maßnahmen im Mädchenbasketball planen. Reinhard Koch von der ARUG erklärte: „Wir hatten über 140 Anmeldungen, konnten aber wegen der Hallenkapazität nur 90 einladen. Natürlich möchten wir auch die restliche Nachfrage bedienen und denken über ein weiteres Camp nach.“ DBB Vizepräsident Heinz-Michael Sendzik sagte dafür sofort weitere Unterstützung des Verbandes zu.

Der DBB und das Bündnis für Demokratie und Toleranz bleiben aber ohnehin engagiert in dem Braunschweiger Projekt. Um die Gründung neuer Mädchenmannschaften und Schul-AGs zu unterstützen, wird es zu Jahresbeginn eine DBB-Fortbildung zum Thema Mädchenbasketball in Braunschweig geben. Hier können sich Lehrerinnen und Lehrer sowie Übungsleiterinnen und Übungsleiter, aber auch interessierte Eltern, erneut auf einen hochkarätigen Vertreter des Verbandes freuen. Im Rahmen der Fortbildung soll auch die Kombination des Sports mit dem Thema Prävention wieder aufgegriffen werden.

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