Premiere: Deutsche Meisterschaft am Strand24. August 2004

Noch Teilnehmer gesucht
Beachvolleyball kennt inzwischen jedes Kind, und seit 1996 ist diese Fun-Variante vom Hallenvolleyball auch olympisch. Beachbasketball jedoch kann mindestens auf eine ähnliche Geschichte zurückblicken. Zu olympischen Ehren ist der Sommersport schlechthin aber noch nicht gekommen.

Seit über zehn Jahren werden alljährlich in den Sommermonaten Beachbasketball-Turniere an den Stränden der deutschen Nord- und Ostsee und im Binnenland ausgespielt. Mit wachsender Beliebtheit und steigenden Teilnehmerzahlen – allein in Cuxhaven gingen in diesem Jahr 113 Mannschaften auf sandige Korbjagd. Grund genug für den Deutschen Basketball Bund, um eine eigene „Masters-Serie“ auszutragen, die mit einem Turnier um die Deutsche Meisterschaft endet. In neun Vorturnieren von Juni bis Ende August 2004 konnten sich Damen-, Herren- und Mixedteams für den Endwettkampf in Cuxhaven am kommenden Wochenende (28./29. August 2004) qualifizieren. Eine Fun-Mixrunde, bei der kein deutscher Meister ermittelt wird, wurde auch angeboten.

„Je nach Größe des Turniers und nach Anzahl der Mannschaften pro Kategorie gab es Punkte zu gewinnen“, erklärt Jörg Schrebert, DBB-Referent für Breiten- und Freizeitsport, das ausgeklügelte Wertungssystem. Das heißt konkret: Wenn ein Team bei einem der drei großen Turniere in Timmendorfer Strand, Eckernförde oder Cuxhaven eine gute Platzierung erzielt hatte, war das schon die halbe Miete bezüglich der Qualifikation für die Deutsche Meisterschafts-Endrunde. Bei den kleineren Turnieren in Fehmarn, Besskow und Geislingen ist die Maximalpunktzahl dementsprechend kleiner.

Dass die Schauplätze nicht unbedingt an der Küste liegen müssen, zeigen die Standorte Göttingen und Berlin. Jede gemeldete Mannschaft durfte aber so viele Turniere spielen, wie sie will. Nach jedem Turnierwochenende wurde die Rangliste auf der Homepage des DBB aktualisiert. Die besten 16 Teams erhielten entsprechend ihres Abschneidens Punkte. „Wir hatten Teams aus ganz Deutschland. Vom Breisgau bis nach Brandenburg. Einige nahmen bis zu 900 Kilometer Anreise auf sich“, erzählt Jörg Schrebert nicht ohne Stolz. Mit der Resonanz bei den bisherigen Turnieren sind die Verantwortlichen vom DBB „sehr zufrieden, obwohl die ersten Turniere unter dem schlechten Wetter litten“, resümiert Jörg Schrebert.

Teilnehmen durfte jede Hobbytruppe, die mindestens drei Spieler, maximal fünf stellen konnte. Denn gespielt wird beim Beachbasketball „Drei gegen Drei“ und zwei Mal fünf Minuten. Die Mixteams mussten zusätzlich garantieren, dass immer mindestens eine Frau auf dem Court steht. Auch wenn der Wettkampf-Charakter dieses Jahr besonders geschürt wurde, steht der Spaß weiterhin im Vordergrund. Dementsprechend locker und gelöst war auch immer die Stimmung bei den Vorturnieren. Immer mit dabei: Musik, Musik, Musik. Denn mit Rhythmus im Blut spielte es sich doch gleich viel befreiter auf und die anschließenden Players-Partys bis tief in die Nacht konnten so noch intensiver genossen werden.

Auch in Cuxhaven wird am Freitag, 27. August ab 20 Uhr beswingt in das Finale um die Deutsche Meisterschaft gefeiert. Im „Stadion am Meer“ von Cuxhaven-Duhnen findet eine „Chill-in-Party“ mit DJ statt. Am nächsten Morgen ab 10.45 Uhr beginnt dann die Endrunde, eröffnet von DBB-Präsident Roland Geggus und dem Bürgermeister von Cuxhaven, Gerd Raulff. Vom Ablauf der Beachbasketball-Masters-Serie möchten sich auch eine lettische und eine finnische Delegation überzeugen. Im nächsten Jahr planen die Basketball-Verbände Lettlands und Finnlands eine eigene Beachbasketball-Tour nach deutschem Vorbild.

Die besten 16 Damen- und Herrenteams sowie die erfolgreichsten 32 Mixed-Mannschaften haben sich für das Entscheidungsturnier am 28. und 29. August in Cuxhaven qualifiziert. Allerdings haben anscheinend einige der Qualifizierten das Finalwochenende schon anderweitig verplant. Es gab einige Absagen beim DBB in Hagen. Jörg Schrebert appelliert daher an alle Teams, die in wenigstens einem der Vorturniere an den Start gegangen sind, sich beim DBB unter der Rufnummer 02331 / 106-161 oder per eMail unter joerg.schrebert@basketball-bund.de zu melden. Es bestehen noch sehr gute Chancen auf eine Teilnahme beim Endturnier – auch als Nachrücker. Immerhin dürfen die Gewinner mindestens ein Jahr lang den Titel „Deutscher Beachbasketball-Meister“ tragen, dokumentiert von hochwertigen Medaillen.

Übernachtet wird wir gewohnt in Zelten, direkt am Turniergelände. Wer im Hotel nächtigen möchte, kann das auf eigene Kosten tun. Die ersten und garantiert nicht letzten Deutschen Meisterschaften im Beachbasketball finden am Sonntagabend mit einer „Chill-out-Party“ am Meer ein würdiges Ende.

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