Paul G. Pätzel wird 90 Jahre alt9. November 2006

Sport ist sein Leben

Paul G. Pätzel (Foto) wird am morgigen Freitag 90 Jahre alt (10.11.2006). Sport ist sein Leben, und das in jeder Hinsicht. Ob als Aktiver, Trainer, Journalist, Organisator oder Funktionär. P.G.P. – sein Autorenkürzel – hat in allen Bereichen mehr als erfolgreich gewirkt, und das nicht nur in einer Sportart.

Als Leichtathlet war er besonders im Sprint (10,8 Sekunden auf 100 m) und im Fünf- bzw. Zehnkampf erfolgreich. Der mehrmalige Gau- und Landesmeister versuchte sich auch in anderen Sportarten.
Paul G. Pätzel nahm seit 1959 an zehn deutschen Meisterschaften im Kegeln teil und wurde Vizemeister im Dreibahnenkampf.
Im Tischtennis versuchte er sich genauso wie im Basketball, bei dem er nicht nur als Spieler aktiv war.
Als Kinderturnlehrer organisierte er viele Kinderturnfeste und Leichtathletikfeste. Alles, was der gebürtige Pommer sich vornahm, setzte er auch in die Tat um. Er veranstaltete Großstaffelläufe, Berg- und Waldläufe, sowie die Nordwestdeutschen Leichtathletik-Meisterschaften 1946.

Initiator und Gründer

Genauso wie bei der Marine, wo er sich vom Heizer bis zum Stabsobermaschinisten hinaufarbeitete, fing er auch als Journalist als einfacher Berichterstatter an und war später als Redakteur und Buchautor tätig (Sportchef bei der Nordseezeitung 1947-1976).
Er war Initiator der Fachzeitschrift Basketball und gab von 1962-1981 als Redakteur 468 Ausgaben heraus. Aber auch damit nicht genug. Er gründete neben dem Kreissportbund, dem Landesverband Bremen und dem WeserBoxring auch den 1. Basketball Club Bremerhaven. Im Zuge seiner journalistischen Tätigkeit gründete er den Verein Bremer Sportpresse und war als Mitbegründer des Deutschen Basketball Bundes zunächst als Pressereferent tätig. 1963 wurde er zum DBB-Vizepräsidenten gewählt.

International für Leichtathletik und Basketball aktiv

Auch international war der Mann aus Bremerhaven aktiv. Für die Deutsche Olympische Gesellschaft (DOG) veranstaltete er Matinees und mehrere Hallensportfeste sowie das große DOG-Leichtathletik-Meeting mit  Olympiasiegern. Außerdem rief er zusammen mit den US-Verantwortlichen Bob Sieben und Pit Garner das erste und größte internationale Basketballturnier, „den Goldpokal der Stadt Bremerhaven“, ins Leben, das ebenfalls in Bremerhaven 1963 zum ersten Mal stattfand (insgesamt 18 mal) und 1969 mit 16 Nationalmannschaften seinen  Höhepunkt fand.

Minis und Senioren

Besonders hat sich Paul G. Pätzel in seinem Einsatz für Minis und Senioren hervorgetan, wo er immer mit gutem Beispiel voranging. Es war stets sein Motto, selbst aktiv zu sein und mit gutem Beispiel voran zu gehen. Egal, was er für den Sport tat, er gab immer sein Bestes, um den Sport zu fördern und bekannt zu machen. Hierbei setze er alles in Bewegung, damit alle seine Ideen auch umzusetzen waren.

Ehrungen und Auszeichnungen

Der Sport ist ihm zu großem Dank verpflichtet, und so hat er die höchsten Ehrungen der Verbände und Organisationen erhalten – die Goldene Ehrennadel des Deutschen Basketball Bundes und des Deutschen Leichtathletik-Verbandes. Erstere erhielt er wegen eines Fehlers sogar zwei Mal. Goldene Ehrennadeln der Deutschen Olympischen Gesellschaft, des OSC Bremerhaven, des 1. BC Bremerhaven und des Weser Boxrings Bremerhaven komplettieren die „Sammlung“, ebenso die Goldene Stadtplakette der Stadt Bremerhaven.
Paul G. Pätzel ist überdies Ehrenmitglied vieler Vereine und Verbände. Auch mit seinen 90 Jahren ist er stets bemüht und aktiv, den Sport weiter zu fördern. Dies tut er unter anderem und nicht zuletzt im Club der Freunde des Basketball, dessen Gründungs- und langjähriges Vorstandsmitglied er ist.

Vielen Dank, Paul G. Pätzel, und noch viele Jahre bei hoffentlich guter Gesundheit !“

Freunde und Weggenossen über Paul G. Pätzel

Roland Geggus (DBB-Ehrenpräsident):
„Paul G. Pätzel ist ein Pionier unserer Sportart und hat intensiv und erfolgreich für sie gearbeitet. Als Mensch ist er ein eher präzise arbeitender Mann, der aber im entscheidenden Moment sein Herz auf dem rechten Fleck hat.“

Hans-Joachim Höfig (DBB-Ehrenpräsident):
„Paul ist mein Freund. Basketball lag und liegt ihm in seiner aktiven Tätigkeit als Spieler genauso am Herzen wie auch als Pressewart. Er ist der aktivste Gründer des Basketballsports, u. a. der Basketball-Oldies-Bewegung. Auf dem Bundestag 1963 in Bremerhaven stellte Pätzel, damals als Sportredakteur, die Geldspender vor. Der Vorsitzende sagte  über ihn: „Er ist ein Mann unserer Kragenweite.“ Er war gierig auf alle Dinge, die sich veröffentlichen ließen, und tat dies dann auch. Zusammen mit dem damaligen Schatzmeister und einem weiteren Freund spielte er auf der Fahrt nach Hagen zu den Sitzungen des DBB immer Skat und trank auch gerne mal ein Pils und einen Korn. Daraufhin kamen die Drei lustig an und hoben die Hand zur Abstimmung auch schon mal vor der Aufforderung dazu. Paul Pätzel erledigte die Aufgaben immer sehr zuverlässig und brauchte keine Aufforderung, lustige Geschichten zu erzählen.“

Manfred Ströher (DBB-Ehrenpräsident und Schatzmeister der FIBA):
„Paul G. Pätzel ist einer der treuesten und beliebtesten Mitstreiter im Basketball, der seit Jahrzehnten mit Herzblut dem Basketballsport die Treue hält. Er wurde 1963 zum Vizepräsidenten des DBB gewählt. 1964 beschloss er in Abwesenheit des damals nicht auffindbaren DBB-Präsidenten Gerhard Nacke-Erich, dass die Ständige Konferenz der FIBA für Europa in Bad Kreuznach stattfindet. Er ist der Initiator der Fachzeitschrift „Basketball“. Ich wünsche meinem Freund Paul G. Pätzel weiterhin Gesundheit und noch viel Vergnügen mit dem Basketball.“

Ingo Weiss (DBB-Präsident und Vorsitzender der dsj):
„ Wie der Basketball so gehört auch Paul G. Pätzelzu unserer Sportart. Für viele Mitstreiter ist Paul G. Pätzel aus der Basketballgeschichte des Deutschen Basketball Bundes nicht weg zu denken – und dies ist auch gut so! Für mich persönlich ist die Lebensleistung und das bürgerschaftliche Engagement von Paul G. Pätzel Motivation und Ansporn zugleich. Neben dem ständigen Kontakt zur Baisis hat sich Paul G. Pätzel auf Kreis., Landes- und Bundesebene engagiert und verdient gemacht. Hierfür können wir an dieser Stelle nur dankbar sein. Der Grundstein für die Popularität des Basketballs wurde durch die erstklassige Öffentlichkeitsarbeit von Paul G. Pätzel gelegt. Hiervon profitiert der Deutsche Basketball Bund noch heute. Ich wünsche Dir, lieber Paul, viel Gesundheit und Freude, damit Du auch weiterhin aktiv Deinen Deutschen Basketball Bund begleiten kannst.“

Michael Sendzik (DBB-Vizepräsident und Vorsitzender des Club der Freunde des Basketball):
„Paul G. Pätzel ist ein Urgestein des deutschen Basketballs. Er hatte große Wirkung als Vizepräsident in den frühen Jahren des DBB. Außerdem war er maßgeblich an der Öffentlichkeitsarbeit beteiligt, was in dem Aufbau der Basketball-Zeitung gipfelte, die ohne ihn nicht denkbar gewesen ist. Nach dieser Zeit ist er nun aktiv im Club der Freunde des Basketball. Pätzel führte ein bewegtes Leben im Sport. Manchmal eckig und kantig, aber immer zuverlässig und der Sache dienlich. Er hielt nie mit seiner Meinung hinter dem Berg, war aber immer ehrlich und handelte im Sinne des Sports. Ich ziehe meinen Hut vor ihm, der mit 90 Jahren immer noch aktiv bei der Sache ist. Ich bin ihm inzwischen in Freundschaft verbunden und wünsche ihm weiterhin gute Gesundheit, um noch lange so weitermachen zu können.

Prof. Walther Tröger (DBB-Ehrenmitglied des DBB und IOC-Mitglied):
„Fast 50 Jahre gemeinsamen Weges mit Paul Pätzel in vielen Bereichen haben bei uns Spuren und glückliche Erinnerungen hinterlassen. Olympismus und olympische Bezüge spielen dabei eine wichtige Rolle. Aber im Vordergrund eines Rückblicks steht der gemeinsame Einsatz für unseren Sport und den Deutschen Basketball Bund. Paul Pätzel hat die Entwicklung des DBB über Jahrzehnte mitgestaltet. Die Überwindung von Schwierigkeiten, aber vor allem auch gemeinsame Erfolgserlebnisse haben unsere Verbindung und Freundschaft bestimmt. Lieber Paul, gute Wünsche für die kommenden Jahre.“

Christoph Büker (DBB-Pressesprecher):
„Es ist bewundernswert, welch großes Interesse und welche Begeisterungsfähigkeit sich Paul Pätzel über all die Jahrzehnte bewahrt hat. Mit seiner Neugier und seinem Sachverstand ist Paul Pätzel noch immer ein geschätzter Autor und Ratgeber. Gerne lausche ich seinen Erzählungen zum Beispiel über die Pionierzeit der Basketball-Zeitung. Doch Paul Pätzel lebt nicht in der Vergangenheit, sondern hat auch heute noch viele gute Ideen, die er mit ganzem Herzen verfolgt. Ich hoffe sehr, dass er das noch ganz lange tun kann und gratuliere ganz herzlich.“

Günter Kurt (ehem. Pressereferent des Westdeutschen Basketball-Verbandes):
Mein liem Paul
Dat hälze doch im Kopp nich aus, dattu gezz schon 90 Jaa auf dein krummen Buckel has. Dabei, wennich mich dich so richtich gekucke, dat schöne Haa, den flotten Gang, Haut wien Kindapoppo, da könnze doch glatt noch füa 89 durchgehn.
Aba hasse auch anständich wat füa getan: Aufe Laufbahn 10,8 üba hundat Meta geflitzt, bein Fümf- und Zehnkampf meistens de Nase vorn. Ich seh dich noch bei die Top-Oldies als Ballfateila rumlaufen, alze die 80 schon weit hinta dich hattest. Dann dat Wettkampfkegeln mit dein Freund Emil. Auch hasse nich gerade im Bier gespuckt, und de gute Seeluft in deine zweite Heimat hat dafüa gesorcht, datte imma gut bei Puste waas.
Wie steht dat schon inne Bibel: Dat Leem is köstlich, wennet Mühe und Abeit gewesen. Davon hasse ja reichlich gehabt mitti Basketball-Zeitung und den regelmäßigen Stress mit den „blauen“ Schöttler.
An dein Ährentach wirsse dich üba viel Lob und „Danke“ von alle Seiten freun. Da komm de Leichtathleten, de Boxa, de Kegla und vorneweg de Basketballa, weil füa alle hasse in dein Leem so unheimlich viel getan.
Und alle wünschen dich, datte noch minnigens fümf Jaa dran hänx.
Dat wünscht dich auch dein alten Freund
Günter Kurt



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