Paralympics: Rollis mit Sieg und Niederlage2. September 2012

Damen verteidigen paralympischen Nimbus
56:50-Erfolg über China im dritten Spiel

Die deutschen Rollstuhlbasketball-Damen haben ihren paralympischen Nimbus bei den Spielen in London gewahrt und sind auch im dritten Spiel als Sieger vom Parkett der Olympic Basketball Arena gerollt. Beim 56:50 (13:17/30:24/50:35)-Erfolg über China boten die Europameisterinnen den gut 5.000 Zuschauern jedoch nur magere Kost, zu durchwachsen war die gebotene Leistung.

Die dritte Vorrundenpartie war zugleich ein Spiegelbild der diesjährigen Testspiele im australischen Sydney und in Hamburg, die das Team Germany gegen die Mannschaft aus dem Reich der Mitte absolvierte. Bis zur Halbzeit boten die Chinesinnen dabei dem Favoriten eine Partie auf Augenhöhe und führten in der 9. Minute gar mit 17:11, ehe nach dem Seitenwechsel die Mannschaft von Bundestrainer Holger Glinicki die Entscheidung suchte.

Überragende Akteurin auf deutscher Seite war Gesche Schünemann mit 23 Punkten, zwölf Rebounds und zusätzlichen sechs Assists. Bis auf 50:35 (30.) zog die deutsche Damenauswahl davon, doch kämpferisch stark nutze das Team aus China die vielen Ungenauigkeiten im Spiel des Medaillenkandidaten und kam im letzten Viertel noch zu einer deutlichen Ergebniskorrektur.

China:
Yun Long (16), Haizhen Cheng (9), Fengling Peng (7), Yongqing Fu (6), Xiaovan Wang (6), Yanli Zhang (4), Yanhua Li (2), Quironh Chen, Mingzhu Deng, YYuhui Li (n.e.), Man Liu (n.e.), San Yang (n.e.).

Deutschland:
Gesche Schünemann (23/3 Dreier, RSV Lahn-Dill), Annika Zeyen (12, University of Alabama/USA), Marina Mohnen (11, Köln 99ers), Edina Müller (6, Hamburger SV), Mareike Adermann (2, University of Wisconsin/USA), Annabel Breuer (2, Ulmer Sabres), Anne Brießmann (Mainhatten Skywheelers), Britt Dillmann (RSV Lahn-Dill), Johanna Welin (USC München), Heike Friedrich (n.e., Mainhatten Skywheelers), Maria Kühn (n.e., Mainhatten Skywheelers), Maya Lindholm (n.e., Hamburger SV).

 

 

Kanada am Ende einen Hauch abgebrühter
66:73-Niederlage für die deutschen Herren

(aj) Im vierten Gruppenspiel bei den Paralympics musste die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Herren ihre erste Niederlage quittieren. Mit 66:73 (18:17/28:36/47:56) unterlag die deutsche Auswahl am Ende gegen den zweimaligen Goldmedaillengewinner Kanada, auch wenn die Mannschaft von Bundestrainer Nicolai Zeltinger über lange Strecken auf Augenhöhe operieren konnte.

Sebastian Magenheim erzielte kurz nach Beginn des zweiten Viertels das 20:17 (11.), ehe in den weiteren Minuten vor der Halbzeitpause Kanada den Vorsprung herausspielte, von dem die Nordamerikaner bis zur Schlusssirene profitierten. In dieser Phase spielten die Kanadier ihren Trumpf Patrick Anderson aus, der bereits zum Seitenwechsel 19 Punkte auf der Habenseite hatte und am Ende starke 25 Punkte, 15 Rebounds und zwölf Assists verbuchen konnte.

„Wir haben gar nicht schlecht gespielt, hätten aber um Kanada zu schlagen noch konsequenter unsere Spieltaktik umsetzen müssen. Zudem hatten wir Bo Hedges nicht so stark auf der Rechnung, der uns mit 24 Punkten weh getan hat“, so Kapitän Sebastian Wolk, der angefügte: „Das Spiel zeigt aber auch, dass wir ganz nah an den großen Namen dran sind“. Stärkster Akteur auf Seiten der Deutschen war einmal mehr Topscorer Dirk Passiwan aus Trier, der unter dem Strich 29 Punkte sowie je acht Rebounds und Assists erzielen konnte.

Kanada:
Patrick Anderson (25), Bo Hedges (24), Abdi Dini (7), David Eng (4), Adam Lancia (4), Dave Durepos (3), Yvon Roulliard (3), Chad Jassman (2, GOLDMANN Dolphins Trier), Joey Johnson (1), Tyler Miller, Richard Peter, Brandon Wagner (n.e.).

Deutschland:
Dirk Passiwan (29, GOLDMANN Dolphins Trier), Thomas Böhme (9/1 Dreier, RSV Lahn-Dill), André Bienek (8, Briantea ´84 Cantú/ITA), Sebastian Wolk (6, Mainhatten Skywheelers), Jan Haller (4, RSV Lahn-Dill), Sebastian Magenheim (4, USC München), Thomas Gundert (2, RSV Lahn-Dill), Matthias Heimbach (2, Jena Caputs), Dirk Köhler (2, RSV Lahn-Dill), Björn Lohmann (RSV Lahn-Dill), Sercan Ismail (n.e., USC München), Andi Kress (n.e., Mainhatten Skywheelers).

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