Olympische Jugendspiele eröffnet16. August 2014

Bühne frei für die Generation #yogselfie: Mit einer spektakulären Lehrstunde in chinesischer Geschichte sind am Samstagabend in Nanjing/China die 2. Olympischen Jugendspiele eröffnet worden. 3800 Athletinnen und Athleten im Alter von 14 bis 18 Jahren, darunter auch 84 Sportlerinnen und Sportler der Deutschen Jugend-Olympiamannschaft, messen sich in den kommenden elf Tagen in 28 olympischen Sportarten. Sie erlebten zusammen mit rund 45.000 Zuschauern eine gut zweistündige Eröffnungsfeier, die unter dem Motto „Light up the future“ ganz auf sie zugeschnitten war.

„Das sind Eure Spiele, das ist Euer Moment“, rief ihnen IOC-Präsident Thomas Bach zu. „Genießt ihn in vollen Zügen. Macht es wie ich, saugt die Spiele auf – also holt Eure Smartphones raus und lasst uns einen Rekord im Selfie-Schießen aufstellen.“ Gesagt getan: Umgehend kamen fünf Athleten auf die Bühne und nahmen den Olympiasieger im Fechten für ein Selfie in ihre Mitte, das wenige Minuten später via Social Media vom IOC mit #YOGSelfie um die Welt geschickt wurde. Damit begeisterte Bach die Jugend. Die Sympathien der chinesischen Gastgeber waren ihm gleich zu Beginn seines Auftritts zugeflogen, als er das Publikum auch in der Landessprache begrüßt hatte.

Als nach dem chinesischen Alphabet sechste Nation trug für Deutschland zum Auftakt der Eröffnungsfeier Beachvolleyball-Vizeweltmeisterin Lisa Arnholdt (DJK Schwäbisch-Gmünd) die Fahne unter dem Jubel ihrer Teamkollegen ins Stadion. „Ich habe mich die ganze Zeit richtig im Rausch befunden, im Nebel. Ich konnte eigentlich an nichts denken. Es war ein richtig schönes Gefühl“, erzählte Arnholdt anschließend im hippen ARD-Radiointerview mit ihrer Partnerin Sarah Schneider (TSV Frankenberg) als Interviewerin.

Um 20.52 Uhr Ortszeit hatte Chinas Staatspräsident Xi Jinping die Spiele eröffnet, um 21.56 Uhr wurde das Olympische Feuer mit einem Knalleffekt von Chinas viermaliger Olympiasiegerin im Wasserspringen, Chen Ruolin, entzündet, nachdem die Flamme zuvor – wie es sich für die Generation #YOGSelfie gehört – auf einem virtuellen Fackellauf um die Welt gereist war. Im Stadion herrschte in diesem Moment pure chinesische Begeisterung, nachdem schon Tausende Menschen den jugendlichen Sportlern auf ihrer Anreise in über 100 Bussen am Rand der gesperrten Straßen zugejubelt hatten.

„Die Eröffnungsfeier war jung, cool und kreativ. Damit wurden die jungen Athleten in der richtigen Sprache angesprochen und begeistert“, sagte DOSB-Präsident Alfons Hörmann, der am Samstag in Nanjing eingetroffen war. Chef de Mission Bernhard Schwank, der mit dem Team in Reihe 17 ganz nah am Geschehen saß, berichtete: „Die Show war spektakulär und hat die Mannschaft total begeistert.“

Die Eröffnungsfeier war von Chen Weiya produziert worden, der auch schon die Show zur Eröffnung der Olympischen Spiele 2008 in Peking inszeniert hatte. 4000 überwiegend junge Artisten und Darsteller boten Musik, Tanz und Show voller Extravaganzen. Spektakulärer Höhepunkt der künstlerischen Darbietungen war der „Turm der Träume“, als junge Artisten an dutzenden Seilen gen Himmel schwebten und in luftiger Höhe immer neue Formationen bildeten. Zwei chinesische, ein südkoreanischer und ein russischer Popstar präsentierten das Titellied der Jugendspiele von Nanjing, das ebenfalls den Namen „Light up the future“ trägt.

Die Show, die von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon und IOC-Ehrenpräsident Jacques Rogge, dem Vater der Jugendspiele, auf der Ehrentribüne verfolgt wurde, erinnerte an Meilensteine der chinesischen Kultur wie die Erfindung des Porzellans und die See-Expeditionen des Zheng He. Als Band zwischen den Kulturen wurde die Seidenstraße hervorgehoben, die einst als längste Handelsstraße der Welt Europa und Asien vereinte und in diesem Jahr von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt worden ist.

Die Jugendspiele seien aber mehr als Sport, betonte IOC-Präsident Bach: „Ihr zeigt hier, das Sport über den Wettkampf hinausgeht. Teilt, lernt, findet neue Freunde rund um den Globus“, forderte er die Athleten auf. Neben ihren Wettkämpfen nehmen sie an einem umfangreichen Kultur- und Bildungsprogramm mit der englischen Abkürzung CEP teil.

Die Spiele dauern bis zum Donnerstag, 28. August. Deutschland ist in 21 Sportarten vertreten. Die Deutsche Olympiamannschaft setzt in den sozialen Netzwerken auf den Hashtag #WirfuerD.
Quelle: DOSB

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