Neuigkeiten zum vom DBB unterstützten Projekt in Namibia26. Oktober 2009

„10000 Freiwürfe für Namibia“

Sportstrukturen für Kinder und Jugendliche im Bereich Basketball in Namibia zu fördern und auszubauen, das ist die neue Aufgabe des ehemaligen Basketballtrainers des USC Freiburg Frank Albin. Ab September 2009 wird er neben Klaus Stärk, der als Technischer Direktor des Namibischen Fußballverbandes (NFA) tätig ist, als zweiter Langzeitexperte aus Deutschland die Sportentwicklung in Namibia unterstützen, im Auftrag des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes (AA).

Albin war bislang als Bildungsreferent der Badischen Sportjugend (BSJ) tätig, sein Engagement in Namibia ist für ihn aber kein Neuland. Nach einem ersten Aufenthalt 1992 organisierte er im Juni 2007 ein mehrwöchiges Basketballprojekt der BSJ und der Deutschen Sportjugend (DSJ) in Namibia und intensivierte die Zusammenarbeit mit Schulen und Sportinstitutionen ein Jahr später während eines dreimonatigen Aufenthaltes. Nun sollen aus dem Engagement der vergangenen Jahre nachhaltige Strukturen für den Basketballsport aufgebaut werden, im Rahmen eines bilateralen Abkommens zwischen dem AA und dem namibischen Ministerium für Jugend, Sport und Kultur. Für zwei Jahre wird Albin nach Namibia gesandt, bei Erfolg wird seine Aufenthaltsdauer auf bis zu vier Jahre verlängert.

Für Frank Albin stehen zwei Schwerpunkte auf dem Plan. Als Experte soll er interessierte und engagierte Basketballfreunde fördern und ihre Bemühungen an Schulen oder bei Sportveranstaltungen unterstützen, selbst Trainingsinhalte zu vermitteln und namibische Basketballtrainer auszubilden. Außerdem soll den Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit gegeben werden, überhaupt einen Basketballcourt nutzen zu können. „Einige Anstöße für kontinuierliche Sportangebote durch Basketball konnten wir schon geben, so sind erste Projekte in Windhoek, Walvis Bay, Swakopmund, Rehoboth und Ongwediva recht aktiv. Dort gilt es anzusetzen und vor allem im Jugendbereich für nachhaltige Strukturen mit Übungsleitern, regelmäßigem Training und Ausrüstung zu sorgen. Wir wollen dort nicht den ‚Geschenkonkel‘ spielen, sondern Projekte und Mannschaften unterstützen, die mit Eigeninitiative bei der Sache sind. Zudem möchten wir Basketballangebote nicht nur in Windhoek fördern, sondern in verschiedenen Teilen des Landes, um die regionale Entwicklung Namibias durch Sport ein wenig mitzugestalten und den Ausbau der regionalen Strukturen des Namibischen Basketballverbandes (NBF) zu forcieren“, erläutert Albin seine bevorstehenden Aufgaben.

„Für mich persönlich ist es eine große Herausforderung, auf die ich mich sehr freue“, erklärt er. Parallel dazu entwickelte der Trainer mit Hilfe des von ihm mitinitiierten Vereins ISIBINDI (www.isibindi.de) im Jahr 2008 das Projekt „Namibia Basketball Artists“, das den Kindern nach der Schule ein kontinuierliches Angebot aus Bildung und Sport anbieten soll. „Education first – Basketball second“ (Bildung zuerst, Basketball danach) lautet das Motto der Initiative. Den Kindern wird eine schulische Betreuung – etwa die Hilfe bei Hausaufgaben oder zusätzlichem Unterricht – und ergänzend dazu die Möglichkeit eines Basketballtrainings angeboten. Kombiniert wird das Basketballtraining mit einem in Namibia elementaren Bestandteil des Alltags, der Musik. „Es ist faszinierend zu sehen, wie in Namibia durch Musik Lebensfreude vermittelt wird und wie wir somit auch unser Basketballprogramm bereichern können. Die Kombination aus Musik und Sport ist für die Jugendlichen richtige Arbeit, wenn es darum geht nicht nur sportliches Geschick unter Beweis zu stellen, sondern auch mit musikalischen Rhythmen und Choreographien in Einklang zu bringen. Wir hoffen, dieses Projekt in den kommenden Jahren ebenfalls an verschiedenen Standorten etablieren zu können und sind diesbezüglich für jede Unterstützung dankbar“, so Albin. Einen Vorgeschmack auf die Pläne von Frank Albin gab es bereits am 12. Juli 2009 bei einem Aktionstag des USC Freiburg unter dem Motto „10 000 Freiwürfe für Namibia“, der vom Deutschen Basketball Bund (DBB) unterstützt wurde. Die Einnahmen und Spenden (ca. 3500,- Euro) flossen dem Verein Isibindi zu, der damit die Basketball Artists School in Namibia unterstützt. Zusätzlich spendet der DBB einen Euro pro verkaufter Eintrittskarte seines Länderspieles am 15. August 2009 gegen Serbien in Braunschweig der Basketball Artists School.

(Text: Daniel Lange)

Weitere News

20. Oktober 2017

Wende-Trikotsätze für 20 Mädchenteams

"Come on girls - Let's play Basketball" fördert Mädchenbasketball

20. Oktober 2017

Meldung für Nominierungslehrgänge

Lehrgäng kurz vor Weihnachten in Heidelberg und Bad Blankenburg

19. Oktober 2017

Gleim und Eichberger erhalten Trainer-Diplom

Erfolgreicher Abschluss des dreijährigen Studiengangs