NBBL TOP4: Güßbachs Titel-Glück im fünften Anlauf20. Mai 2012

Der TSV Tröster Breitengüßbach ist Meister 2012 der Nachwuchs Basketball Bundesliga (NBBL). Die Mannschaft von Trainer Ulf Schabacker stand zum bereits fünften Mal in einem TOP4, diesmal reichte es für die Franken endlich für den ganz großen Wurf. Im Finale um die nationale U19-Krone bezwang Güßbach vor 1.400 Zushauern in der gutbesuchten Hagener ENERVIE Arena die Eisbären Bremerhaven mit 79:65 (23:21, 16:11, 24:17, 16:16). Auffälligster Spieler der Begegnung waren Johannes Richter (21) und Alexander Engel, der allein im vorentscheidenden dritten Viertel zwölf Zähler markierte – der Aufbau beendete die Partie mit insgesamt 17 Punkten. Für den Vizemeister aus dem hohen Norden traf Bazoumana Kante (16) am besten.

Für die Eisbären Bremerhaven war das Endspiel um die NBBL-Krone absolutes Neuland. Bereits der TOP4-Einzug an sich wurde im hohen Norden als sportliches Erfolgserlebnis gefeiert. Der TSV Tröster Breitengüßbach stand zuvor schon vier Mal unter den besten vier U19-Mannschaften und musste sich zuletzt 2011 im Finale dem Team ALBA Urspring geschlagen geben. Nachdem sich die Franken im diesjährigen Halbfinale mit 68:64 gegen den amtierenden Deutschen Meister durchgesetzt hatten, war das Feld für einen neuen Titelträger bereitet. Beide Mannschaften wussten um diese für ihren jeweiligen Verein historische Chance. Entsprechend intensiv und fokussiert gingen sie ab dem Hochball zu Werke. Bremerhaven erwischte den etwas besseren Start (5:2, 2. Minute) und blieb die meiste Zeit knapp in Führung, was hauptsächlich daran lag, dass der Ball konsequent zum Brett getragen wurde (13:10, 5. Minute). Tröster-Coach Ulf Schabacker stellte defensiv minimal um und hielt seine Schützlinge dazu an, die gegnerischen Pässe in die Zone zu unterbinden. Prompt unterliefen den Eisbären einige Ballverluste, die in die andere Richtung im Form von einfachen Fastbreak-Korblegern bestraft wurden (16:18, 7. Minute). Viel weiter konnten sich die Franken allerdings nicht absetzen, zumal Bremerhaven nach einem Dunk von Helge Baues mit dem Horn zur Viertelpause das Momentum auf seine Seite brachte (21:23, 10. Minute).

So wichtig der Druckkorbleger von Baues auch war, der Forward ließ sich nur wenig später im Gerangel um den Ball zu einem Foul hinreißen und kassierte darüber hinaus auch noch ein „T“ (23:26, 13. Minute). Bremerhavens Trainer Hamed Attarbashi nahm eine Auszeit, um Ruhe ins Spiel seiner Schützlinge zu bringen. Die Gemüter der Eisbären beruhigten sich zwar, allerdings kühlten gleichzeitig ihre Angriffsbemühungen herunter (25:30, 15. Minute). Der TSv nutzte die Gunst der Stunde und setzte sich Zug um Zug ab, wobei ein Dreier durch Phillip Daubner kurz vor dem Pausenpfiff für zusätzlichen Schwung beim Gang in die Kabine sorgte (32:39, 20. Minute).

Diesem Schwung traten die Nordlichter nach dem Seitenwechsel mit defensiver Härte gegenüber, was zunächst dazu führte, dass sich an der Punktedifferenz nichts tat (36:42, 23. Minute). Initiiert durch einen Dreier von Dino Dizdarevic schwang sich Breitengüßbach zu einem 14:0-Lauf auf, dem Bremerhaven nichts entgegenzusetzen hatte (36:56, 26. Minute). Viele der fränkischen Zähler kamen in dieser Phase dadurch zustande, dass der TSV den Ball gut und schnell durch die eigenen Reihen laufen ließ sowie in der Transition kluge Entscheidungen traf. Mit erhöhtem Druck auf den ballführenden Spieler sorgte die Attarbashi-Truppe für ein Ende der bayerischen Punkteflut, tat sich selbst im Abschluss aber nach wie vor schwer (49:63, 30. Minute).

Was Bremerhaven auch unternahm, um den Rückstand zu verringern, Breitengüßbach hatte stets die passende Antwort parat. Ob aus der Distanz oder am Brett – wann immer bei den Eisbären so etwas wie Hoffnung aufkeimte, nahmen die Franken ihnen diese mit einem Treffer aus schwerer Lage (56:71, 37. Minute). Ein finales Aufbäumen der Nordmannen brachte den TSV kurzzeitig nochmal aus der Fassung, als der vormals deutliche Vorsprung in den einstelligen Bereich gedrückt wurde (64:71, 39. Minute). Ein weiterer Daubner-Dreier zum 64:74 knapp eine Minute vor Spielende besiegelte letztlich das Schicksal der Nordmannen, die erst in den letzten Sekunden aufhörten Widerstand zu leisten – der Rest ging im fränkischen Siegesjubel unter.

Eisbären Bremerhaven:

Gerrit Balke (0), Moritz Thomany (5), Nick Tienarend (5/1 Dreier), Diego Preval (1), Bazoumana Kante (16/1), Bahir Karmand (0), Dominik Breitschuh (0), Helge Baues (9), Adrian Breitlauch (13/2), Jacob Mampuya (2), Jonathan Malu (14), Sergej Tittel (0)

TSV Tröster Breitengüßbach:

Mark Völkl (3/1), Tim Leonhardt (0), Alexander Engel (17/4), Christoph Dippold (4), Felix Griebel (0), Dino Dizdarevic (3/1), Christopher Wolf (6/1), Philip Daubner (14/3), Johannes Richter (21/2), Lucas Wagner (4), Terry Thomas (2), Johannes Thiemann (5)

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