NBBL TOP4: Eisbären Bremerhaven zerstören Hagens Traum vom Titel19. Mai 2012

Die Eisbären Bremerhaven sind als erstes Team ins NBBL-Finale eingezogen. Im Semifinale gelang der Mannschaft von Headcoach Hamed Atterbashi ein 79:67-Erfolg über die Phoenix Hagen Juniors. Matchwinner für die Nordseestädter war Bazoumana Kante, der 15 seiner insgesamt 29 Punkte in den letzten vier Minuten erzielte. Für Hagen platzte damit der Traum, vor eigenem Publikum das Finale zu erreichen. Nur ALBA Berlin gelang es 2009, in eigener Halle den Titel zu erringen. Das NBBL-Finale wird um 13.30 Uhr auf www.liveimnetz.de gezeigt.

Beide Mannschaften kamen mit sehr viel Energie auf das Spielfeld, doch zunächst sollte nur Bremerhaven daraus Zählbares herausziehen. Ein ums andere Mal attackierten die Eisbären das Hagener Brett – mit Erfolg (9:4, 4. Minute). Phoenix-Coach Falk Möller hatte genug gesehen und bat seine Schützlinge zur Auszeit. Diese schien geholfen zu haben, denn Fabian Bleck verkürzte für die Hausherren per Dreier auf 7:11 (6.). Unbeeindruckt erhöhten die Nordseestädter danach noch einmal ihre Intensität und bewiesen zusätzlich aus der Distanz Gefahr. Dreier von Helge Baues, Adrian Breitlauch und Bazoumana Kante schraubten den Vorsprung der Eisbären in den zweistelligen Bereich (25:12, 8.). Hagen fand zu diesem Zeitpunkt überhaupt kein Mittel gegen den hohen Druck, den Bremerhaven an beiden Enden des Feldes ausübte. Nach dem ersten Viertel hieß es 14:25 aus Sicht des TOP4-Gastgebers.

Mit reichlich Selbstbewusstsein kam Bremerhaven zurück aufs Feld und versenkte in Person von Moritz Thomany den nächsten Dreier zur 29:18-Führung (13.). Die Antwort kam prompt von Ruben Dahmen, und sein Dreier zum 21:29 schien der dringend benötigte Weckruf für die Feuervögel zu sein, die damit auch „ihr“ Publikum ins Spiel brachten. Bremerhavens Baues kassierte sein 3. Foul (16.) und wurde von seinen Trainer Hamed Atterbashi vorsorglich auf die Bank beordert, die fälligen Freiwürfe nutzte Niklas Geske, um auf 26:31 zu verkürzen. Doch wie schon einige Male zuvor brachten sich die Hagener danach selbst um die Früchte ihrer Arbeit, leisteten sich ein paar Ballverluste und lagen wenig später schon wieder mit 26:35 im Hintertreffen. Das gleiche Muster zwei Minuten später: Geske markierte von „Downtown“ das 31:35 aus Hagener Sicht, doch auf der anderen Seite kassierten die Westfalen prompt vier Eisbären-Punkte. Beim Stand von 39:31 für Bremerhaven ging es anschließend in die Pause.

Aus der kam Hagens etatmäßiger Topscorer Fabian Bleck hochmotiviert. Vier schnelle Bleck-Punkte sorgten für das 35:40 (22.) aus Phoenix-Sicht. Ein weiterer Dreier von Geske zum 38:42 (23.) schien das Momentum auf Seiten der Feuervögel kippen zu lassen, doch die Eisbären antworteten unbeeindruckt. Ein Dunk von Jonathan Malu, der bis dato offensiv noch nicht in Erscheinung getreten war, ein Dreier und ein anschließender Block von Baues sorgten rasch wieder für die gewohnten Verhältnisse 53:41, 28.). Doch es sollte noch besser kommen für die Atterbashi-Schützlinge, die weiter hochkonzentriert agierten. Ein Drei-Punkte-Spiel von Malu und zwei von Breitlauch sorgten elf Minuten vor Schluss für einen komfortablen Vorsprung der Bremerhavener (58:44). Beim Stand von 60:47 ging es schließlich ins Schlussviertel.

Dass dieser schneller schmelzen kann, als es Eisbären-Coach Atterbashi lieb gewesen sein dürfte, bewiesen die ersten Minuten des letzten Abschnitts, in dem die Hausherren unbedingt ein Comeback starten wollten, um ihren Traum von Finale vor eigenem Publikum am Leben zu erhalten. Und tatsächlich, angeführt vom starken Niklas Geske warfen die Hagener noch einmal alles, was sie hatten, in die Waagschale. Fünf Punkte von Geske sorgten für den 55:62-Zwischenstand, und noch waren lange sechs Minuten zu spielen. Als Moritz Krume kurz darauf auf 58:62 (35.) verkürzte, war Hagen wieder im Spiel.

Doch nur so lange, bis die große Stunde von Bazoumana Kante schlug. Der schlacksige Guard markierte 15 der letzten 17 Eisbären-Punkte, davon neun (von zehn) an der Freriwurflinie. Hagen fand keinen Weg mehr zum Korb und agierte mit ablaufender Uhr zunehmend hektischer. Ganz anders Kante, der mit großer Ruhe seine Freiwürfe versenkte und die Eisbären Bremerhaven am Ende zu einem verdienten 79:67-Sieg – und damit ins NBBL-Finale am morgigen Sonntag (ab 13.30 Uhr live auf www.nbbl-basketball.de) führte. Somit bleibt ALBA Berlin das einzige Team, das vor eigenem Publikum ins NBBL-Finale einziehen konnte (200) – und den Titel schließlich auch gewinnen sollte. Topscorer für die Phoenix Hagen Youngsters war Fabian Bleck mit 19 Zähler, für die Eisbären kam Bazoumana Kante auf 29 Punkte.

Hamed Attarbashi (Trainer Eisbären Bremerhaven):

“Hagen hat uns das Leben heute richtig schwer gemacht. Auf der anderen Seite mussten sie immer am Limit agieren. Wir haben ihnen keine leichten Punkte gelassen. Mit unserer ersten Hälfte war ich nicht so zufrieden, da wir aufgrund von zu viel Nervosität oft zu passiv agiert haben. In der entscheidenden Phase waren wir aber cool und haben unseren besten basketball gespielt. Egal gegen wen wir morgen im Finale spielen müssen, es wird nochmals ein viel schwererer Gang werden.”

Falk Möller (Trainer Phoenix Hagen Juniors):

“Bremerhaven hat eine tolle Leistung abgerufen und uns nicht eine Sekunde führen lassen. Sie hatten immer die Antwort auf das, was von unserer Seite kam. Das Tempo war nie das unsere, so dass wir kaum einfache Punkte im Fastbreak bekommen haben. Am Ende hat Bazoumana Kante den Unterschied ausgemacht, der wichtige Würfe getroffen hat, als wir nochmals verkürzt haben.”

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