NBBL und JBBL TOP4 am Wochenende in Bamberg14. Mai 2010

Jugend-Meisterschaften mit alten Bekannten und einem Newcomer

Es ist ein bemerkenswertes Doppel-Event: Am kommenden Wochenende, 15. und 16. Mai, ermitteln die jeweils vier besten NBBL- und JBBL-Teams Deutschlands den Deutschen Meister in der U19- und U16-Altersklasse. Austragungsort des TOP4 ist die JAKO-Arena in Bamberg. Erster Tip-Off am Samstag ist um 12.30 Uhr. Die Finalspiele am Sonntag werden um 11 Uhr (JBBL) und 13.30 Uhr (NBBL) angepfiffen.

Die NBBL-Endrunde ist ein Treffen alter Bekannter. Mit Meister ALBA Berlin, „Vize“ Paderborn Baskets und dem Team ALBA Urspring sind drei Mannschaften dabei, die bereits im vergangenen Jahr TOP4-Teilnehmer waren. Urspring gelang sogar das Kunststück, als einziges NBBL-Team an allen bisherigen vier Endrunden dabei zu sein. Einziger Neuling in diesem Jahr sind die Franken Hexer, die im Viertelfinale TOP4-Gastgeber TSV Tröster Breitengüßbach ausschalteten. Während die Nürnberger im Halbfinale gegen ALBA Berlin (Samstag, 17.30 Uhr) nur Außenseiter sind, kommt es im zweiten Duell zur Neuauflage des letztjährigen Halbfinals zwischen Paderborn und Urspring. Seinerzeit triumphierten überraschend die Westfalen. „Sie haben uns letztes Jahr sicher ein bisschen unterschätzt, das wird ihnen nicht noch einmal passieren“, lächelt Artur Gacaev, Coach der Paderborner. Und mit Sicherheit wollen sich die Urspringer für die Schmach des letzten Jahres revanchieren – was die Westfalen nicht aus der Ruhe bringt: „Mit dieser Mannschaft ist alles möglich“, ist Gacaev überzeugt. Vieles möglich wird sein, wenn Leistungsträger Ole Wendt seine Kreuzbandüberdehnung, die den U18-Nationalspieler die Teilnahme an der Viertelfinal-Serie gegen Bremerhaven kostete, überwunden hat.

Derweil will ALBA Berlin seinen Meistertitel verteidigen. Die Truppe von Coach Henrik Rödl ist seit 38 Spielen in Serie ungeschlagen. „Meine Mannschaft besitzt einen unglaublichen Siegeswillen. Sie gibt sich nie auf“, sagt Rödl. Go-to-Guy im ausgeglichenen Berliner Ensemble ist Niels Giffey. Einziger Wermutstropfen: Brian Wenzel (Schienbeinbruch) und Leon Tolksdorf (Kreuzbandriss) fehlen verletzungsbedingt. Der U20-Nationalspieler und ALLSTAR hat sein Pfeiffer`sches Drüsenfieber, weswegen er die ersten vier Saisonspiele aussetzen musste, komplett überwunden und ist mit 13,9 PpS, 4,3 RpS und 1,6 RpS Berlins effektivster Akteur.

JBBL TOP4: Der Lokalmatador ist dabei

Ihre Feuertaufe hat die im Sommer 2009 neu gegründete Jugend Basketball Bundesliga längst bestanden. Mit der TOP4-Endrunde findet die JBBL nun ihren vorläufigen Höhepunkt. Die besten vier U16-Teams Deutschlands stellen ALBA Berlin, IBBA Berlin, Team Urspring und Gastgeber TSV Tröster Breitengüßbach.

Als Maß aller Dinge entpuppte sich in der bisherigen Spielzeit IBBA Berlin. Die Hauptstädter sind bislang noch unbezwungen und gelten deshalb als einer der ganz großen Favoriten auf die erste JBBL-Krone. Im ersten Halbfinale (Samstag, 12.30 Uhr) trifft die IBBA auf Urspring. „Der Titel ist ganz klar unser Ziel“, unterstreicht Trainer Milan Pesic, „dafür müssen wir nun noch zwei Spiele gewinnen.“ Aus der homogenen Truppe stechen zwei Akteure heraus: Mauricio Marin und Robin Jorch sind beides aktuelle U16-Nationalspieler und tragen die IBBA offensiv wie defensiv. Notiz am Rande: Bekannte Namensvetter von Trainer Milan Pesic engagieren sich seit einiger Zeit im IBBA-Vorstand: Svetislav Pesic, ehemaliger Nationaltrainer, verantwortet den Bereich Sport, Sohn Marco ist mit seiner Agentur Lumani 10.7 für die Vermarktung der IBBA beauftragt. Ex-Nationalspieler Jörg Lütcke komplettiert das prominente Trio als Beisitzer im IBBA-Vorstand.

Als „sensationell“ bezeichnete Ralph Junge, Sportlicher Leiter der Urspringschule, die Tatsache, dass das Basketball-Internat sowohl mit dem NBBL- als auch mit dem JBBL-Team beim TOP4 in Bamberg vertreten ist. „Gerade die Qualifikation unserer JBBL-Mannschaft war so nicht zu erwarten, weil wir traditionell in diesen Jahrgängen nicht so breit aufgestellt sind.“ Dafür individuell umso besser: Mit Malik Müller, diesjähriger MVP des legendären „Jordan Brand Classic“ in New York, Kevin Bryant und Kalidou Diouf hat Urspring drei erstklassige Akteure in seinen Reihen, die Spiele im Alleingang entscheiden können.

Genau wie Urspring ist auch ALBA Berlin mit zwei Jugendteams bei der TOP4-Endrunde vertreten. Gemäß der ALBA-Spielphilosophie, an die sich alle Teams – von der Erstliga-Mannschaft bis hinunter zur Jugend – halten, ist das Team der Star. Gleichwohl gibt es natürlich Leistungsträger, die für ALBA meist die Kohlen aus dem Feuer holen. Einer trägt einen bekannten Namen: Andrej Pavicevic ist der Sohn von Luka Pavicevic, seines Zeichens Headcoach des ALBA-Bundesligateams. „Andrej ist zusammen mit Marley Jean-Louis unser Topscorer“, berichtet Alan Ibrahimagic. Jean-Louis war mit 27 Punkten, darunter wichtige Freiwürfe in der Schlussphase, der entscheidende Mann beim Do-or-Die-Spiel gegen die Metropol Baskets beim TOP4-Qualifikationsturnier.

Nachdem das NBBL-Team von Breitengüßbach die TOP4-Endrunde verpasst hatte, wetzte das Güßbacher JBBL-Team diese Scharte aus. Nach einer Saison voller Höhen und Tiefen schaffte die Mannschaft von Trainer Mirko Petrick die Qualifikation für das TOP4 vor heimischem Publikum. „Vor allem in der Hauptrunde standen wir kurz vor dem Ausscheiden, und auch in der Vorrunde hatten wir eine harte Gruppe“, erinnert sich Petrick. Dass es sein Team trotzdem in die Endrunde geschafft hat, macht den Trainer stolz. Und optimistisch: „Wir mussten durch so viele Niederlagen durchgehen, wir hatten so viele Endspiele; das sind wichtige Erfahrungen.“ Erfahrungen, die sich vielleicht beim TOP4, wo bestenfalls zwei weitere Endspiele warten, Gold Wert sein könnten.

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