NBBL / JBBL TOP4: Paderborn Baskets erster JBBL-Finalist19. Mai 2012

Die Paderborn Baskets stehen als erster Teilnehmer des JBBL-Finals am morgigen Sonntag (11 Uhr) fest. Im Halbfinale beim TOP4 in Hagen bezwangen die Westfalen den TuS Lichterfelde mit 71:60 (22:14, 14:20, 9:8, 26:18). Bester Korbjäger für Paderborn war U16-Nationalspieler Lars Kamp mit 22 Zählern, für Berlin kam Sönke Leh auf 20 Punkte.

Vor 500 Zuschauern erwischten die Paderborner den besseren Start. Lars Kamp, der in der ersten Halbzeit der Auffälligste auf Seiten der Westfalen sein sollte, erhöhte nach zwei Minuten auf 6:2. Die Baskets zeigten in den Anfangsminuten die reifere Spielanlage und kamen zu einfachen Punkten. Lichterfelde dagegen hatte Mühe, seine Angriffe vor Ertönen des 24-Sekunden-Horns abzuschließen. Im Laufe des ersten Viertels arbeiteten sich die Berliner jedoch dank einer aggressiven Verteidigung über das ganze Feld ins Spiel (10:7, 4. Min.). Dank Punkten von Luis Figge und einem Dreier von Kamp schraubten die Paderborner ihre Führung danach aber postwendend auf 20:12 (9.); nach dem ersten Viertel hieß es 22:14.

Im zweiten Abschnitt entwickelte sich ein packender Schlagabtausch: Alan Boger erhöhte für die Baskets von jenseits der 6,75-Meter-Linie auf 25:16, Michael Attah konterte wenig später ebenfalls von „Downtown“ (27:21, 13.). Und der muntere Shootout sollte weitergehen: Kamp mit einem Dreier zum 30:23, Sönke Leh antwortete für Berlin aus der gleichen Distanz (30:26, 15.). Ärgerlich für Paderborn: Eine Minute vor der Pausensirene kassierte Kamp (15 Punkte in Halbzeit eins) sein drittes Foul – ein Pfiff, der TuSLi noch einmal einen Schub gab, und so verkürzte Leh erneut aus der Distanz zeitgleich mit dem Horn zum Pausenstand von 36:34. Die Baskets leisteten sich in den ersten 20 Minuten neun Ballverluste (TuSLi sechs) und versäumten auch deshalb, einen größeren Vorsprung mit in die Kabine zu nehmen. Für die Hauptstädter hatte Sönke Leh bis zu diesem Zeitpunkt bereits zwölf Punkte markiert. TuSLi`s U16-Nationalspieler Kevin Casper (4) blieb bis dato blass.

Beim Pausentee hatten offensichtlich sowohl Paderborns Headcoach Stefan Schettke als auch sein Berliner Pendant Florian Brill eine intensivere Verteidigungsarbeit angemahnt. Und die sollte sich im dritten Viertel schon auszahlen, denn es entwickelte sich ein zäher Schlagabtausch, bei dem einfache Körbe Mangelware waren. Außerdem schlug sich die erhöhte Intensität in der Defense prompt auf dem Foulkonto beider Lager nieder: Der Tus Lichterfelde kassierte schon in der 23. Minute das fünfte Teamfoul, bei Paderborn musste Alan Boger eine Minute später schon sein viertes persönliches Foul hinnehmen. Die Spreestädter hatten im dritten Abschnitt zahlreiche Möglichkeiten, den Ausgleich zu erzielen oder sogar in Führung zu gehen, doch Paderborn verteidigte hartnäckig sein kleines Punktepolster (45:42, 30. Minute).

Nach einem punktemäßig mageren dritten Viertel (9:8) hatten Paderborn und Lichterfelde zu Beginn des finalen Abschnitts ihren Fokus wieder auf die Offensive gelegt. Einen ganz wichtigen Dreier zum 53:47 (34.) versenkte Luis Figge, im Gegenzug erzielte Casper seine Punkte fünf und sechs für Lichterfelde. In Bredouille gerieten die Berliner, als Lars Kamp ebenfalls von „Downtown“ zum 58:49 einnetzte; 3:30 Minuten waren zu diesem Zeitpunkt noch zu spielen. TuSLi-Coach Brill reagierte mit einer Auszeit, doch der gewünschte Effekt trat nicht ein. Alexander Michels erhöhte für Paderborn auf 60:49 (38.), im darauffolgenden Angriff verloren die Lichterfelder den Ball. Ihnen lief nun die Zeit davon und sie mussten die Baskets an die Linie schicken, um die Zeit zu stoppen. Hoffnung keimte im Berliner Lager noch einmal nach einem Dreier von Lukas Herwig zum 54:62 (39.) sowie drei Freiwürfen von Sönke Leh zum 57:64 auf; eine knappe Minute war da noch zu spielen. Und die Schlussphase hatte es noch einmal in sich: Zunächst vergab Kamp zwei Freiwürfe, um direkt im Anschluss nach einem Steal doch für das 66:57 zu sorgen. Leh antwortetete 28 Sekunden vor Schluss noch einmal mit einem Dreier (66:60), doch am Ende gaben sich die Paderborner an der Freiwurflinie keine Blöße und zogen dank des verdienten 71:60-Sieges als erstes Team ins JBBL-Finale ein.

Paderborn Baskets:

Jannis Bartels 0, Jonas Strümpel 0, Niklas Kiel 11 / 14 Rebounds, Lars Kamp 22/3, Serkan Soylu 0, Noah Krüger 4, Till Pape 2, David Leff 0, Alan Boger 12/1, Alexander Michels 10, Luis Figge 10/1, Eyyub Sonmez 0

TuS Lichterfelde:

Marvin Omuvwie 9, Julius Düring 0, Jannes Hundt 4, Lukas Griesehop 0, Michael Attah 5/1, Marko Krstanovic 0, Lukas Herwig 11/1, Lorenzo König dnp, Henrik Baumann 0, Sönke Leh 20/3, Heiko Ekrutt 1, Kevin Casper 10 / 10 Rebounds

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