NBBL: Auch zweites Güßbacher-Team schafft den Finaleinzug11. Mai 2013

Der Titelverteidiger spielt erneut im Finale um die NBBL-Krone. Das Team von Tröster CYBEX Breitengüßbach setzte sich im zweiten Halbfinale des Tages mit 91:77 (19:14, 27:30, 22:23, 23:10) gegen die Phoenix Hagen Juniors durch. Damit ist der TOP4-Ausrichter sowohl in der U19- als auch der U16-Endrunde im Spiel um die Meisterschaft vertreten.

Der amtierende Meister und Ausrichter gegen den Halbfinalisten des Vorjahres. Diese Ansetzung versprach schon im Vorfeld Spannung, und die 2.300 Zuschauer auf den Rängen der Stechert Arena sollten nicht enttäuscht werden. Besonders den Hausherren war deutlich anzumerken, dass sie sich im Bamberger Basketball-Tempel sichtlich wohl fühlten. fünf von neun Dreierversuchen (56 Prozent Trefferquote) fanden allein im ersten Viertel den Weg in den Hagener Korb – die jungen „Feuervögel“ blieben von jenseits der 6,75 Meter-Linie zunächst eiskalt (1/5, 20 Prozent). Da die Volmestädter es allerdings bestens verstanden die Räume am eigenen Brett eng zu machen, konnten sich die Franken nur wenig absetzen (19:15, 10. Minute).

Das Kräfteverhältnis von „Downtown“ sollte sich im zweiten Viertel drastisch wenden. Hagen zahlte es den Tröster-Boys mit gleicher Münze heim, nutzte jede Gelegenheit, um aus der Distanz den Rückstand in Windeseile wett zu machen. Sieben Mal nahmen die Schützlinge von Trainer Falk Möller aus dem Dreipunkteland Maß, sechs dieser Würfe rauschten durch den Ring. Breitengüßbach wusste in dieser Phase lediglich über die körperlichen Vorteile am Brett die Führung zu verteidigen. Das Momentum aber nahmen trotz knappem Rückstand die Volmestädter mit in die Kabine (46:44, 20. Minute).

Die „Feuervögel“, schon im Vorjahr im Halbfinale gescheitert, witterten ihre Chance auf den Meistersturz und erhöhten nochmals die Schlagzahl. Sich ihrer Gefährlichkeit jenseits des Perimeters wohl bewusst, schlugen Sören Fritze und Co. die aufrückenden Verteidiger mit einem langen ersten Schritt und attackierten mit vollem Körpereinsatz das Brett. Die Partie wurde zunehmend ruppiger, intensiver und kampfbetonter (58:55, 27. Minute). Die Franken fahndeten nach einer Möglichkeit, dem Hagener Ansturm Paroli zu bieten – und fanden diese in fleischgewordener Form durch Andreas Obst. Der Jahrgangsjüngste entlastete die „alte Garde“ mit seinem unbekümmerten Auftritt, der den Juniors ein erfolgreiches Comeback vermasselte (68:67, 30. Minute)

Der Meister wankte, aber er viel nicht. In den finalen zehn Minuten besannen sich Obst und Co. auf ihre defensiven Stärken, hetzten die Hagener Akteure über die gesamte Länge des Feldes und profitierten endgültig von ihrer großen Rotation. Den Gästen lief langsam aber sicher die Zeit davon. Ebene jenes offensives Mittel, welches sie so weit getragen hatte, schien die „Feuervögel“ auf den letzten Metern zu verlassen. Nur noch selten fand ein Hagener Dreier sein Ziel, die vielen anfallenden Rebounds landeten in der Mehrzahl in Händen der Franken, die daraus gleich reihenweise Fastbreaks generierten – und sich damit geradewegs ins NBBL-Finale rannten.

Tröster CYBEX Breitengüßbach

Völkl (0), Taylor (13), Dippold (9/3 Dreier), Jefferson (0), Kohn (dnp), Dizdarevic (2) Daubner (12/2), Wolf (16/1), Wagner (2), Thiemann (13, 15 Rebounds), Roch (dnp), Obst (24/6)

Phoenix Hagen Juniors

Dahmen (5/1), Meyer-Tonndorf (dnp), Geske (11, 6 Assists), Lange (5/1), Grof (13/3, 8 Rebounds), Dukatz (dnp), Rupprecht (0), Fritze (25/3), Nowak (), Krume (18/3), Jasinski (dnp), Kehse (0), Göllner (dnp)

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