NBA: Von offenen Schnürsenkeln und anderen Stolpersteinen8. Januar 2014

Ein Wechselbad der Gefühle durchlebten alle drei verbliebenen deutschen NBA-Spieler während der Weihnachtstage. Trotz ihrer Fans im Rücken strauchelten die Dallas Mavericks um DBB-Nationalspieler Dirk Nowitzki auf heimischem Boden. Vier Spiele in Folge konnten sie im American Airlines Center nicht gewinnen. Wären nicht die Erfolge in der Fremde eingefahren worden (Washington, Minnesota, Chicago, Houston), hätte man sich wohl nur schwer auf dem letzten Play-Off Platz der Western Conference halten können. Der Höhepunkt der Heimpleiten-Serie: Sogar gegen bisher enttäuschende New York Knicks verloren die Mavs am Sonntag mit 80:92. Dabei musste Veteran Shawn Marion sogar einen schlechten Scherz von J.R. Smith über sich ergehen lassen. Smith öffnete Marion die Schnürsenkel, während dieser auf den Freiwurf von Dirk Nowitzki wartete. Marion konnte sich erst nach dem folgenden Angriff der Knicks die Schuhe binden, Dallas verlor und war bedient. Das Video sehen Sie hier.

Trend gestoppt

Mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch lief Dallas heute Nacht gegen die L.A. Lakers auf, die ihrerseits eine enttäuschende Saison spielen. Von Beginn an ließen die Mavericks keinen Zweifel daran, den ersten Heimsieg 2014 endlich einfahren zu wollen. Zwar war der Wille zu spüren, ein schönes Spiel und echter Befreiungsschlag sieht jedoch anders aus. Gegen ersatzgeschwächte und unsichere Lakers behaupteten die Mavs zwar konstant eine knappe Führung, konnten sich jedoch erst im letzten Viertel absetzen. Dirk Nowitzki war mit 27 Punkten erfolgreichster Schütze auf dem Feld. Dazu steuerte er sieben Rebounds und vier Assists zum letztlich verdienten 110:97 Sieg bei. Ebenfalls zweistellig punkteten Monta Ellis (16, 9 Assists), Vince Carter (19), Jose Calderon (12), DeJuan Blair (15). Auf Seiten der Gäste, bei denen DBB-Nationalspieler Chris Kaman erneut nicht zum Zuge kam, war Jodie Meeks mit 24 Punkten erfolgreich.

Nowitzki holt Marion von den Füßen

Ein Wehrmutstropfen für Dallas bleibt jedoch. Bei einer Defensivaktion verletzte sich Shawn Marion an der Schulter und musste so bereits im zweiten Viertel das Spielfeld verlassen. Keine Schuld trifft dabei den Schnürsenkel oder J.R. Smith. Dirk Nowitzki war schnell als Übeltäter gefunden: „Ich habe ihm in der Defense ein Bein gestellt. Ich hätte gar nicht verteidigen, sondern einfach aus dem Weg gehen sollen”, scherzte Nowitzki nach der Partie. Schmerzlich vermissen werden Marion und seine Defensiv-Qualitäten seine Mitspieler bereits in der kommenden Nacht. Dann geht es gegen den Erzrivalen San Antonio, bevor die Dallas Mavericks nach einem Tag Pause zwei Mal gegen die Pelicans aus New Orleans antreten.

Hawks werden die Flügel gestutzt

Während Dallas den Negativtrend gestoppt hat, läuft bei den Hawks in 2014 wenig rund. Zuletzt setzte es für den Drittplatzierten der Eastern Conference gegen die Nets (86:91), die Bulls (84:91), die Warriors (100:101) und die Orlando Magic (102:109) vier Niederlagen. Der letzte Erfolg datiert vom 31.12.2013, als man gegen Boston mit 92:91 gewann. Auch für Nationalspieler Dennis Schröder hat 2014 noch keine Besserung gebracht. Die letzten drei Begegnungen beobachtete der Deutsche nur von der Bank. Seinen letzten Einsatz hatte Schröder gegen Boston. Ein Assist sprang dabei in sechs Minuten Spielzeit heraus. Zwei Tage zuvor gegen die Magic waren es 13 Minuten und Schröder steuerte sechs Punkte, zwei Rebounds und einen Assist bei. Insgesamt agierte der 20-Jährige bei seinen Kurzeinsätzen oft unglücklich, was ein Grund für das verlorene Vertrauen in seine Person sein dürfte. Ihm Hoffnung machen dürfte die Niederlagenserie seines Teams und die mäßigen letzten beiden Spiele seines Konkurrenten Shelvin Mack. Wann Coach Mike Budenholzer Schröder zum nächsten Mal einsetzt, ist unklar. Mit den Indiana Pacers, den Houston Rockets und den Memphis Grizzlies warten in den nächsten Spielen drei Hochkaräter auf die derzeit flügellosen Hawks.

Ohlbrecht ist Mr. D-League

Nach seinem Abschied aus der NBA versucht es Tim Ohlbrecht weiter in der D-League. Mit seinem Team, den Rio Grande Valley Vipers führt er die Central Division an und hat sich im Farm-Team Houstons festgespielt. Zuletzt stand er gegen Idaho 31 Minuten auf dem Feld und erzielte dabei zehn Punkte, sammelte acht Rebounds ein und steuerte je einen Assist und Steal bei. Im Schnitt verbucht er derzeit knapp acht Punkte und sechs Rebounds pro Spiel. Für die Vipers geht es in den nächsten Spielen gegen Maine, Santa Cruz, Texas und Iowa, wobei letztere den Vipers in der Central Division auf den Fersen sind und ihnen den Play-Off-Platz streitig machen wollen.

Die nächsten Spiele in der Übersicht

Dallas Mavericks:
09.01.2014: San Antonio Spurs – Dallas Mavericks
11.01.2014:  New Orleans – Dallas Mavericks
12.01.2014: Dallas Mavericks – New Orleans
14.01.2014: Dallas Mavericks – Orlando Magic

Atlanta Hawks:
09.01.2014: Atlanta Hawks – Indiana Pacers
11.01.2014:  Atlanta Hawks – Houston Rockets
13.01.2014: Memphis Grizzlies – Atlanta Hawks
17.01.2014: Atlanta Hawks – Brooklyn Nets

L.A. Lakers:
09.01.2014: Houston Rockets – L.A. Lakers
11.01.2014:  L.A.Clippers – L.A. Lakers
15.01.2014: L.A. Lakers – Cleveland Cavaliers
16.01.2014: Phoenix Suns – L.A. Lakers

 

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