NBA-Update: Gefangen in der Achterbahn21. Januar 2014

Dass die NBA ein schnelllebiges Geschäft ist, wissen die deutschen Fans nicht erst seit den rasanten Abgängen von Tim Ohlbrecht und Elias Harris. Dass auch die Leistungen einzelner Teams und Spieler extremen Schwankungen unterliegen, erstaunt dann doch viele. Ganz besonders betroffen davon: Die drei verbliebenen deutschen Nationalspieler in der NBA. Chris Kaman und Dennis Schröder durchlebten in der vergangenen Woche ein Wechselbad der Gefühle und auch für Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks gab es Ups und Downs.

1. Spiel für Schröder in 2014

Seit ein paar Jahren ist es fester Bestandteil der NBA, Teams nach Europa zu schicken um die Liga hierzulande zu promoten. In diesem Jahr waren es die Atlanta Hawks und die Brooklyn Nets, die ein Gastspiel in London einlegen durften. Für DBB-Rookie Dennis Schröder eine willkommene Abwechslung, traf er doch in London ein paar kickende Landsleute in Person von Lukas Podolski, Per Mertesacker und André Schürrle. Die Hoffnung bei ihm war groß, in London endlich seinen ersten Einsatz in diesem Jahr zu bekommen. Im zweiten Viertel war es dann soweit, Schröder durfte spielen und er machte seine Sache mehr als ordentlich. Knapp 20 Minuten konnte er sich präsentieren, erzielte acht Punkte, zwei Assists und zwei Steals. Die 110:127 Niederlage gegen die Nets konnte er jedoch auch nicht verhindern.

Abkühlung gegen die Heat

Zurück in Atlanta erwarteten die Hawks in der vergangenen Nacht den Meister aus Miami und Schröder einen erneuten Einsatz gegen LeBron und Co.. Doch während seinem Team die große Sensation gelang und Miami mit 121:114 geschlagen werden konnte, war Dennis Schröder zum zusehen verdammt. Bester Akteur auf Seiten der Hawks war Paul Millsap mit 26 Zählern, Schröders Konkurrent Shelvon Mack überzeugte mit 13 Punkten und sieben Assists. Atlanta verteidigte mit dem Sieg gegen Miami den dritten Platz im Osten.

Kaman zwischen den Stühlen

Doch nicht nur der Rookie lernt derzeit das harte Geschäft in der NBA kennen. Auch DBB-Nationalspieler Chris Kaman durchlebt eine schwere Zeit bei den L.A. Lakers. Unter Headcoach Mike D´Antoni sitzt der Center derzeit zwischen den Stühlen. Mal spielt er, mal nicht. Zuletzt bekam er gegen Boston, Phoenix, Cleveland, die Clippers und Houston (L.A. konnte nur gegen Boston gewinnen) Einsatzzeit und konnte insbesondere gegen die Suns überzeugen (18 Punkte, fünf Rebounds und zwei Assists in 16 Minuten). Den 112:106 Erfolg gegen Toronto musste Kaman von der Bank betrachten, ebenso wie die 100:102 Overtime-Niederlage in der vergangenen Nacht gegen die Chicago Bulls. Seine Zeit in Los Angeles hatte sich der Center wohl anders vorgestellt, zumal die Lakers als 13. Im Westen kaum Chancen auf eine Playoff-Teilnahme haben.

Mavericks zeigen Nerven

Während Schröder und Kaman individuell zu kämpfen haben, zeigt Nationalspieler Dirk Nowitzki einmal mehr, dass er zu den ganz Großen in der NBA zählt. Bisher spielt der 35-Jährige eine sensationelle Saison, legt im Schnitt 21,2 Punkte auf und sorgt dafür, dass die Mavericks im starken Westen weiter auf Playoff-Kurs sind. Ganz zufrieden können Nowitzki und sein Team allerdings nicht auf die vergangene Woche zurückblicken. Zwei Siege und zwei Niederlagen aus den letzten vier Spielen sind zu wenig, gerade wenn man an den Spielverlauf gegen die L.A. Clippers denkt. Die Mavs lagen knapp vier Minuten vor Ende der Partie bereits mit 123:106 in Führung, um am Ende mit 127:129 zu verlieren. Auch beim 110:107 Erfolg gegen die Phoenix Suns konnte Dallas nicht restlos überzeugen, einen Tag später wurde das Team von Coach Rick Carlisle von Portland sogar regelrecht zerlegt. Beim 127:111 waren die Mavs chancenlos, konnten sich aber in der vergangenen Nacht beim 102:97 Sieg gegen Cleveland halbwegs rehabilitieren. Trotz einer 59:37-Halbzeitführung flatterten am Ende der Partie wieder die Nerven der Mavericks. Nach zwei vergebenen Freiwürfen von Guard Monta Ellis hatte Portland 2,8 Sekunden vor dem Ende der Partie sogar die Chance zum Ausgleich, die Trail Blazers brachten den Ball nach einem Einwurf jedoch nicht rechtzeitig ins Spiel und so sorgte Ellis von der Freiwurflinie für den 102:97 Endstand. Nowitzki legte ein Double-Double auf (17 Punkte, 10 Rebounds), Ellis mit 22 und Shawn Marion mit 18 Punkten waren die Topscorer der Mavericks. Dallas rangiert im Westen damit weiter auf dem siebten Platz.

Ohlbrecht mit 26 Punkten

Nur ein Spiel hatte DBB-Nationalspieler Tim Ohlbrecht in der vergangenen Woche mit seinen Vipers in der D-League zu absolvieren. Beim 115:109 gegen die Texas Legends überzeugte Ohlbrecht mit 26 Punkten und sieben Rebounds. Der Deutsche war damit zweitbester Scorer seines Teams und traf elf seiner 17 Würfe aus dem Feld.

Die nächsten Spiele im Überblick:

Dallas Mavericks:
23.01.14: Toronto Raptors – Dallas Mavericks
25.01.14: Brooklyn Nets – Dallas Mavericks
27.01.14: Dallas Mavericks – Detroit Pistons

Atlanta Hawks:
23.01.14: Orlando Magic – Atlanta Hawks
25.01.14: Atlanta Hawks – San Antonio Spurs
26.01.14: Milwaukee Bucks – Atlanta Hawks
28.01.14: Oklahoma City Thunder – Atlanta Hawks

L.A. Lakers:
24.01.14: Miami Heat – L.A. Lakers
25.01.14: Orlando Magic – L.A. Lakers
26.01.14: New York Knicks – L.A. Lakers

Rio Grande Valley Vipers:
21.01.14: Rio Grande – Austin Toros
23.01.14: Rio Grande – Idaho Stampede

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