Nachwuchs-Basketballer/innen überzeugen DBB-Bundestrainer in Münster und Hamburg1. Februar 2010

ING-DiBa Talente mit Perspektive

Am vergangenen Wochenende war das Nachwuchsprojekt „Talente mit Perspektive“ zu Gast in Münster (Mädchen) und Hamburg (Jungen).

Insgesamt 66 Mädchen in der Altersklasse U14 aus sechs verschiedenen Bundesländern nahmen an dem Vorauswahlturnier in der Universitätssporthalle in Münster teil. Das Turnier in Münster war hierbei eines von vier Vorauswahlturnieren auf dem Weg zum Finale in Wetzlar. Bei den Vorauswahlturnieren haben Spielerinnen und Spieler die Möglichkeit, vor den Augen der Bundestrainer ihr basketballerisches Können zu zeigen und sich im besten Fall für einen der zwei Regionalkader je Standort zu qualifizieren. Die insgesamt acht Regionalkader (je vier für Jungen und Mädchen) treffen sich dann am 24.-25. April 2010 in Wetzlar und bestreiten dort ein Finalturnier. Die Bundestrainer sichten die Spieler/innen dort erneut und nominieren die besten 24 Jungen und Mädchen für die U14-Perspektivkader.

In Münster übernahmen die Bundestrainer Imre Szittya (Damen) und Alexandra März (weibliche U18) die Sichtung der weiblichen Talente aus Nordrhein-Westfalen, Bremen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Schleswig-Holstein und Bayern an beiden Turniertagen. Die Bürgermeisterin der Stadt Münster, Wendela-Beate Vihljalmsson, hieß die Spielerinnen und Trainer am Samstagvormittag herzlich willkommen und zeigte sich sehr erfreut darüber, dass in Münster in Zusammenarbeit mit dem Hochschulsport der Universität und dem UBC Münster bereits zum zweiten Mal perfekte Rahmenbedingungen für dieses hochklassige Turnier geschaffen werden konnten.

Am Sonntag schaute der Jugendsekretär des DBB, Uwe Albersmeyer, vorbei, um sich selbst ein Bild vom deutschen Nachwuchs im Mädchenbasketball zu machen. Er gratulierte allen nominierten Spielerinnen und machte zudem allen anderen Mut, indem er auf das jährlich stattfindende Bundesjugendlager hinwies, an dem die erneute Chance besteht, sich für die Nachwuchs-Nationalmannschaft zu qualifizieren. Bei der – aufgrund des hohen Leistungsniveaus – schwierigen Nominierung der Regionalkader wurden die beiden DBB-Bundestrainer zudem von den Trainern der beteiligten Landesverbände unterstützt.

Das Turnier war an beiden Tagen von einem hohen Niveau und basketballerischer Klasse geprägt. Die Spielerinnen waren sich der besonderen Situation, vor den Augen der Bundestrainer spielen zu dürfen, durchaus bewusst, und schenkten sich auf dem Parkett nichts. Resultat waren sowohl spannende, als auch hochklassige Begegnungen, die den Zuschauern ihren Besuch in der Halle sehr kurzweilig gestalteten. Am Ende setzte sich das Team NRW im Finale gegen das Team Schleswig-Holstein mit 88:32 durch und darf sich somit verdient als Sieger dieses Vorauswahlturniers bezeichnen. Die Siegermannschaft stellte letztendlich auch mit insgesamt acht Spielerinnen die meisten Nominierungen für die beiden Regionalkader.

Folgende 18 Spielerinnen wurden für das Finalturnier in Wetzlar nominiert:

Team Münster 1:
Sarah Belzer (TV Saarlouis / Saarland), Sarah Therre (TV Saarlouis / Saarland), Helena Edringer (TVG Baskets Trier / Rheinland-Pfalz), Selin Esen (SG Towers Speyer/Schifferstadt / Rheinland – Pfalz), Sophia Neubauer (BG Kamp-Lintfort / NRW), Paulina Fritz (TSV Hagen / NRW), Mona Kramer (TSV Hagen / NRW), Ina Lindner (SC Hassel / NRW), Julia Hinrichsen (MTSV Hohenwestedt / Schleswig-Holstein).,
Team Münster 2:
Sophie Kliemisch (TSV Lesum / Bremen), Anna-Maria Scherla (TSV Nördlingen / Bayern), Anja Rauffer (TuS Bad Aibling / Bayern), Lena Kaup (SB DJK Rosenheim / Bayern), Anne-Katrin Landwehr (TTL Bamberg / Bayern), Paulina Körner (Köln 99ers / NRW), Sarah Stock (Homberger TV / NRW), Annika Dankmeyer (ART Düsseldorf / NRW), Annika Otto (SOBA Rhöndort / NRW).

Die beiden neu formierten Teams treten am 24./25. April in Wetzlar gegen die Regionalteams der anderen Vorauswahlturniere an.

Unter den Augen der Bundestrainer Dirk Bauermann (Herren) und Kay Blümel (U18) fand gleichzeitig eines von vier Vorauswahlturnieren im Landesleistungszentrum Alter Teichweg in Hamburg statt. Dazu versammelten sich 108 junge Basketballer aus neun verschiedenen Landesverbänden, darunter neben Hamburg auch Berlin, Brandenburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein in der Sportstadt. Zur Begrüßung richtete Herr Dr. Manfred Jäger, Staatsrat der Behörde für Kultur, Sport und Medien, einige Worte an die Teilnehmer. Er verwies auf die zahlreichen Veranstaltungen, die 2010 in Hamburg stattfinden und dankte der ING-DiBa für ihr großes Engagement im Bereich der Jugendförderung.

„Olympia 2020“ heißt das über dem Projekt stehende Schlagwort, dass den jungen Talenten die langfristige Perspektive der jetzigen Förderung aufzeigen soll. Dass das nicht unrealistisch ist, zeigt das aktuelle WM-Aufgebot von U17-Bundestrainer Frank Menz, der bereits auf vier Spieler zurückgreift, die 2008 in diesem Projekt gesichtet wurden. Vom 02.–11. Juli 2010 treten sie dann für Deutschland bei der FIBA U17 Weltmeisterschaft in der Sporthalle Hamburg an. Mit diesem Ziel vor Augen dribbelten, passten und warfen sich die besten Spieler der Landesverbände in die Notizbücher der Bundestrainer. Herren-Bundestrainer Dirk Bauermann zeigte sich begeistert vom hohen Spielniveau und lobte alle Spieler für ihren gezeigten Einsatz. „Alle Spieler haben hervorragende Leistungen gezeigt und den deutschen Basketball erfolgreich repräsentiert“, so Bauermann in seinen abschließenden Worten. „Auch wenn die drei Tage in Hamburg sehr anstrengend waren, war es ein schönes Erlebnis vor den Bundestrainern zu spielen“, freute sich Renaldo aus Nordrhein-Westfalen. „In Wetzlar möchte ich noch besser spielen und den Sprung unter die besten zwölf Spieler schaffen“, sagte Jannes vom siegreichen Team aus Berlin.

Am Ende eines ereignisreichen aber auch anstrengenden Wochenendes konnte sich die Mannschaft aus Berlin gegen alle andere Landesverbände durchsetzen. Schlussendlich reichte ein hauchdünner Dreiervergleich gegen die Vertretungen aus Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen zum Turniersieg. Aufregend wurde es für alle Beteiligten jedoch erst danach, als die Bundestrainer die Spieler nominierten, die sich einen der begehrten Plätze in einem der beiden Regionalteams erkämpft hatten. Gespannt warteten Spieler, Eltern und die Landesverbandstrainer auf die Bekanntgabe. Am Ende wurden 27 Spieler für zwei Regionalteams nominiert und damit zum Finalturnier in Wetzlar (23.-25. April 2010) eingeladen. Dort bekommen sie erneut die Gelegenheit den Bundestrainern ihr Können zu beweisen.

Folgende 24 Spieler wurden für das Finalturnier in Wetzlar nominiert:

Team Hamburg 1:
Leon Baeck (Köln 99ers), Lars Kamp (Paderborn Baskets), Renaldo Hamsik (ETB SW Essen), Jan-Niklas Wimberg (OTB Oldenburg), Daniel Zawadzki (ALBA Berlin), Kevin Casper (TuS Lichterfelde), Anton Kuck (RSV Stahnsdorf), Simon Macherski (BSG Bremerhaven), Marco Koeppe (BG Harburg-Hittfeld), Joshua von Dohnanyi (Rist Wedel), David Wiegard (OTB Osnabrück), Michael Domingo Pena Adames (ALBA Berlin), Alexander Bachmann (SC Bayer Uerdingen), Till Tegeler (BG Harburg-Hittfeld).
Team Hamburg 2:
Jona Spradley (Paderborn Baskets), Tim van der Velde (Köln 99ers), Robert Drijencic (SC Bayer Uerdingen), Ruben Keune (BG Göttingen), Aaron Landwehr (TSV Quakenbrück), Jannes Hundt (TuS Lichterfelde), Georgios Tyrekidis (ALBA Berlin), Philipp Klinge (BSG Bremerhaven), Morton Klingenberg (Rist Wedel), Jan-Frederick Rohde (BG Harburg-Hittfeld), Yannik Rautenstrauch (TuS Bramsche), Jan-Niklas Wolters (SG Wolfenbüttel), Jonas Grof (Basketball Boele-Kabel).

Auch im diesen Jahr zeigte sich, dass das ING-DiBa Turnier in Hamburg ein wichtiger Schritt zur konsequenten Förderung des Nachwuchses ist. Auch Bundestrainer Dirk Bauermann wies noch einmal auf die Wichtigkeit dieser Maßnahme hin und die damit verbundenen zukünftigen Erfolge der deutschen Nationalmannschaft. „Vielleicht konnte auch der ein oder andere zukünftige Dirk Nowitzki in Hamburg sein Können zeigen.“, so Bauermann. Ein besonderer Dank geht an den Hamburger Basketball Verband, der die Durchführung des Turniers in diesem Rahmen ermöglicht hat.

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