Mit Dirk Nowitzki und nach Dirk Nowitzki zu Olympia20. Juni 2005

Beim BTI-Jubiläum trafen sich DBB, BBL und „Junge Liga“ zur Beratung

„Wie werden die Nachfolger von Dirk Nowitzki in Deutschland gefördert“ – so lautete die von Deutschem Basketball Bund, Basketball-Bundesliga (BBL) und AG 2. Bundesliga („Junge Liga“) selbstgestellte Frage bei einem Symposium zur Nachwuchsförderung im männlichen Bereich aus Anlaß des Jubiläums „20 Jahre BTI Langen“ am 17. und 18.6. in der Langener Stadthalle.

Das Basketball-Teilzeit-Internat Langen (BTI) wurde 1985 gegründet, um junge Talente über ihre Vereine hinaus durch individuelle Betreuung (Training und Schulaufgabenhilfe) auf ihrem Weg zu National- und BundesligaspielerInnen zu begleiten. Die Zahl der erfolgreichen Sportler, von  denen beim Festakt am Abend des 17. Juni die Nationalspielerinnen Christine Ishaque, Ricarda Kuypers und Steffi Wegeler sowie der aktuelle Nationalspieler Johannes Herber Gelegenheit wahrnahmen, sich beim BTI für ihre Förderung zu bedanken, ist groß. Viele Mädchen und Jungen haben es mit BTI-Hilfe in die diversen Nationalteams gebracht und viele haben viele Jahre in den Bundesligen gespielt. So gab es allseits viel Lob für die Gründer und Organisatoren Jürgen Fornoff und Jochen Kühl und für die zahlreichen Mitarbeiter im Laufe der 20 Jahre. Prominente Lobesworte sprachen DBB-Vizepräsident und IOC-Mitglied Prof. Walther Tröger und Langens Bürgermeister Dieter Pitthan.

Beim DBB-Symposium waren sich die Vertreter der drei Organisationen einig. „Wir werden die Kommunikation weiter verbessern, sind auf einem guten Weg, damit wir vor allem den Spitzenbasketball im männlichen Bereich gemeinsam mit beiden Bundesligen noch weiter nach vorn bringen,“ brachte es DBB-Generalsekretär auf den Punkt. Seit 1999 haben sich die Ligen vom Verband verselbständigt, ihr Schicksal in eigene Verantwortung genommen. Klingbiel zu dieser Entwicklung: „Das war richtig so aus vielen Gründen, aber jetzt ist die Zeit reif, bei unterschiedlichen Schwerpunkten dennoch vieles gemeinsam zu machen, um Kräfte zu bündeln und besser zu werden.“ Marko Beens (Artland Dragons) sprach für die BBL:“Wir sitzen alle in einem Boot – und das ist Orange. Da wollen wir auch gemeinsam rudern.“

In den zwei Tagen wurde im Beisein der DBB-Vizepräsidenten Prof. Tröger und Ingo-Rolf Weiss (Jugend), des BBL-Geschäftsführers Jan Pommer und des Vorsitzenden der „Jungen Liga“, Martin Hornberger, eine ganze Reihe von Projekten angesprochen, bei denen man gemeinsam mehr zu erreichen hofft. Klingbiel nannte die Projekte Trainereinsatz, Verbreiterung der Basis und Nachwuchsförderung als wichtigste Aufgaben der Gemeinsamkeiten.

Beens zur kürzlich beschlossenen weltweiten Öffnung der BBL einerseits und zur Selbstverpflichtung der Clubs von Jahr zu Jahr mehr deutsche Spieler unter Vertrag nehmen zu wollen: „Das ist ein Anfang. Wir mussten den Vorgaben aus Europa folgen, aber wir wollen auch den deutschen Nachwuchs fördern, die jungen deutschen Spieler besser machen. Das können wir nur mit der „Jungen Liga“ und dem DBB gemeinsam.“

Nico Grundmann ergänzt für die „Junge Liga“: „Nachwuchs ist die Voraussetzung für die Fortentwicklung des deutschen Basketballs. Deshalb wird die 2. Bundesliga durch die Beschränkung auf nur noch echte Profis ab der kommenden Saison die Zahl der Ausländer faktisch reduzieren. Dafür wollen wir aber gute junge ausländische Spieler bis 22 Jahren mit Doppellizenzen aus den BBL-Clubs auch in der 2. Liga zulassen, damit unsere jungen Spieler die Herausforderung durch gleichaltrige Konkurrenz bekommen.“

Viele Einzelaspekte wurden angesprochen, u.a. auch die Frage nach der Sinnhaftigkeit eines Teilzeit-Bundestrainers gestellt, der gleichzeitig Trainer eines BBL-Clubs ist – gemeint ist Dirk Bauermann. Hier sehen die Verantwortlichen die Vor- und Nachteile für den DBB und  die Clubs der BBL und werden darüber weiterhin im Gespräch miteinander bleiben. Ebenso wollen DBB und „Junge Liga“ die Zusammenarbeit bei der Lenkung junger deutscher Talente zu den Clubs der „Jungen Liga“ verbessern; denn „nur in der 2. Bundesliga bekommen die besten jungen deutschen Spieler die richtige Förderung durch professionelle Trainingsbedingungen und durch Spielzeiten auf gutem Niveau,“ so Markus Zilch (Essen, in der AG 2. BL für die Jugendförderung zuständiges Vorstandsmitglied).

„Das Jubiläumswochende des BTI Langen war ein guter Neuanfang für uns, für das Gespräch miteinander und für konkrete Projekte, an denen DBB, BBL und Junge Liga arbeiten werden,“ zog Peter Klingbiel ein positives Fazit einer sehr gelungenen Jubiläumsveranstaltung. Das DBB-Präsidium ist bereits am kommenden Wochenende am Zuge, den guten Gesprächen konkrete Vorschläge folgen zu lassen.

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