Miniturnier Göttingen II16. Juni 2014

Der DBB und die Beko BBL unterstützen in diesem Jahr erstmals gemeinsam das Miniturnier der BG 74 Göttingen. Wie kam diese Zusammenarbeit zustande?
Raid (re.):
Das war bereits seit längerer Zeit ein Wunsch des Turnierorganisators Wessel Lücke. Ein kurzes, gutes Gespräch mit ihm in Göttingen hat ausgereicht, um uns zu überzeugen. Wir haben vor, das Turnier dauerhaft zu unterstützen und daher auch einen Vertrag für drei Jahre unterzeichnet.
Staudenmayer: Eine Kooperation macht viel Sinn, daher war es ein logischer Schritt, dass der DBB nun unterstützt, was wir von der BBL vor drei Jahren begonnen haben.

Was erhoffen Sie sich von der Zusammenarbeit?
Raid: Das Miniturnier ist die größte Veranstaltung seiner Art in Deutschland. Wir erwarten, dass es nach außen für eine bessere Darstellung unserer Sportart sorgt. Gemeinsam mit der BBL stehen natürlich mehr finanzielle Mittel parat, um Sorge zu tragen, dass das Turnier weiter auf diesem hohen Level besteht.

Welchen Stellenwert genießt das Miniturnier in Deutschland und Europa?
Raid: In Deutschland gibt es nichts Vergleichbares. Auch europaweit ist die Veranstaltung sehr anerkannt. Den Beweis liefert die Tatsache, dass regelmäßig internationale Mannschaften hier melden.

Schlägt sich dieser hohe Stellenwert auch sportlich nieder?
Raid: Ich bin zum zweiten Mal in Folge hier und kann bereits beobachten, dass das Niveau gestiegen ist. Das ist repräsentativ dafür, dass die Vereine noch früher und sorgfältiger mit der Jugendarbeit beginnen. Das ist unersetzbar im sportlichen wie sozialen Bereich.
Staudenmayer: Ich betreue ja fast jedes Jahr eine Mannschaft und kann aus Erfahrung sagen, dass das Niveau in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen ist. Selbst in der Leistungsklasse II wird schon richtig hochwertiger Basketball gespielt.

Viele spätere Profis haben am Miniturnier teilgenommen und sich in die Siegerliste eingetragen. Sind die sportlichen Erfahrungen beim Miniturnier essenziell für eine spätere Karriere?
Raid: Nicht zwangsläufig. Klar sieht man schon viele professionell eingestellte Mannschaften. Es ist aber wichtig, darauf zu achten, dass man in diesen Altersklassen nicht zu viel Wert auf die Taktik legt, sondern auch auf Koordination, Technik und Bewegung.
Staudenmayer: Absolut. Es ist entscheidend, dass es in diesem Alter noch nicht Auswüchsen kommt. Die Spieler dürfen körperlich und psychisch mit zwölf Jahren nicht so kaputt gemacht werden, dass sie mit 14 aufhören oder Patienten beim Orthopäden oder Psychologen sind. Daher sind für mich andere Aspekte bei diesem Turnier viel wichtiger.

Und zwar?
Staudenmayer: Es ist für die meisten ein großes Erlebnis, bei einem solchen Event mitzuspielen. Die Kinder sammeln Erfahrungen mit Siegen und Niederlagen und erfahren ein großes Gemeinschaftsgefühl. Mit zwölf Jahren ist ein Alter erreicht, in dem sich die Bindung an eine Sportart verfestigt. Insofern hoffen wir, dass auch mithilfe des Miniturniers viele Spieler beim Basketball bleiben.
Raid: Das kann ich komplett bestätigen. Dieses Turnier ist ein emotionales Highlight. Für eine weitere Laufbahn in der JBBL oder NBBL mag das nicht so entscheidend sein, aber es kann definitiv dazu beitragen, dass sich noch mehr Kinder zum Basketball hingezogen fühlen.
Staudenmayer: Zumal wir ja immer wieder talentierte Quereinsteiger haben.

Sind denn auch ähnliche Turniere anderswo geplant?
Staudenmayer: Nicht in dieser ausgeprägten Form. Göttingen ist ein idealer Standort mit den vielen Dreifach-Sporthallen. Ein solches Turnier könnte man nicht einfach so nach Köln oder anderswo hin transplantieren.
Raid: Göttingen ist ein Standort mit Vereinskultur und guter Infrastruktur und daher optimal geeignet.

Gibt es noch Wachstumspotenzial?
Staudenmayer: Da sind wir langsam an der Grenze angelangt. Die Kapazität an Mannschaften ist ausgeschöpft. Um zu gewährleisten, dass weiter alles so reibungslos und gut abläuft, haben sich die BBL und der DBB ja auf eine weitere Unterstützung geeinigt.

Besteht das Risiko, dass das Miniturnier nicht fortbesteht, falls sich der mittlerweile 76-jährige Organisator Wessel Lücke einmal zurückzieht?
Raid: Das sehe ich nicht. Der Verein BG 74 Göttingen macht den guten Eindruck, dass selbst ein Ausscheiden von Wessel Lücke zu kompensieren wäre.
Staudenmayer: Das Turnier wird in diesem Jahr zum 35. Mal ausgetragen. Ich als Rheinländer spreche bereits nach der dritten Austragung vom Brauchtum. Also, so schnell wird dieses Top-Event nicht in die Brüche gehen. Dafür tragen wir ja schließlich Sorge.

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