LVs vor dem Bundesjugendlager2. Oktober 2013

Heute beginnt in Heidelberg das alljährliche Bundesjugendlager (BJL). Im vergangenen Jahr haben wir damit begonnen, den Landesverbänden vor dem Beginn des BJL einen „Besuch“ abzustatten und die jeweiligen Landestrainer zur Förderung der BJL-Spieler/innen zu befragen. Nachdem wir mit dem WBV, Bayern und Berlin begonnen haben, sind in diesem Jahr die Mitteldeutsche Auswahl und Hessen an der Reihe.

Bei der Mitteldeutschen Auswahl, zu der wir mit den thüringischen Landestrainer Thorsten Rothämel (re.) befragt haben, werden die Spielerinnen und Spieler bis zwei Jahre vor dem Bundesjugendlanger ausschließlich in den drei Landesverbänden Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gesichtet und gefördert. Anschließend erfolgt jeweils im November zwei Jahre vor dem BJL die erste gemeinsame Sichtung.

Dezentral an einzelnen Stützpunkten
Im Folgefahr erfolgt die Förderung der jungen Korbjägerinnen und Korbjäger überwiegend dezentral an einzelnen Stützpunkten. Lediglich fünf bis sechs Mal wird der Kader zentral zusammengerufen. Schon zu diesem Zeitpunkt werden allerdings Vergleichsturniere mit anderen Landesverbänden gespielt.

Im Jahr vor dem Bundesjugendlager häufen sich dann die zentralen Maßnahmen, z.B. mit Wochenendlehrgängen oder Camps. Am Ende der Sommerferien vor dem Bundesjugendlager wird dann ein Leistungscamp veranstaltet, in dem der BJL-Kader zu wesentlichen Teilen festgelegt wird. Dem schließt sich ein weiterer Wochenlehrgang in einer Sportschule im direkten Vorfeld des BJL an.

Es ist im Drei-Landesverbände-Konstrukt der Mitteldeutschen Auswahl so festgelegt, dass immer ein Landesverbandstrainer als Headcoach fungiert. Bei den Mädchen wechselt das zwischen den LV Sachsen und Sachsen-Anhalt, bei den Jungen zwischen allen drei Verbänden. Im Trainergremium werden die Nominierungen etc. gemeinsam entschieden.

„Die Kinder kommen natürlich mit völlig unterschiedlichem Leistungsstand zur Sichtung. Aber durch die besseren Strukturen, die wir mittlerweile haben, z.B. die JBBL, gelingt es uns ganz gut, sie in den zwei Jahren auch einen einheitlichen Stand zu bringen. Dazu trägt auch unsere mitteldeutsche Liga, in der unter anderem Verbandsauswahlen auf Vereinsteams treffen, erheblich bei“, erzählt Rothämel.

Eltern früh involviert
Die Eltern der Kinder sind von Beginn der Förderung an ständig involviert und bekommen regelmäßig Informationen sowie die Gelegenheit dem Training beizuwohnen. „Wir erklären den Eltern schon früh, was es heißt, in einer Auswahl zu spielen und was noch auf ihre Kinder zukommen kann“, so Rothämel weiter.

Die Vorgaben des DBB hinsichtlich der Spielkonzeption hält der Landestrainer für unproblematisch: „Unsere Aufgabe ist es Spielerinnen und Spieler zu entwickeln und sie spielfähig zu machen. Über Dinge wie Einstellung, Erziehung, Mentalität können wir da eine Menge auch in Richtung Siegeswillen etc. steuern, das kollidiert nicht mit den DBB-Vorgaben.“

Komplette Umstellung der weiblichen Förderung in Hessen
Eine komplette Umstellung der Förderung im weiblichen Bereich steht den Hessen bevor. „Wir werden künftig vier Jahre lang fördern, zwei Jahre in den sogenannten E-Kadern und anschließend noch einmal zwei Jahre in den D-Kadern zum Bundesjugendlager hin“, erläutert Eberhard Spissinger (li.), der als Landestrainer die hessische Auswahl der Mädchen betreut.

In den lokalen E-Kadern erfolgt die Sichtung und Förderung regional in den Bezirken. Zuständig für diese Kader ist Verbandstrainer Thomas Christl, der sich aber regelmäßig mit den anderen LV-Trainern, den Trainer/innen an den Stützpunkten Langen, Marburg und Grünberg sowie natürlich mit den Vereinstrainern kurzschließt. Dort gibt es im HBV eine enge Verzahnung.

Bereits in den E-Kadern, die in der Regel zwei Mal im Monat samstags zu Kurzlehrgängen zusammenkommen, werden Turniere gespielt, bei denen sich Spissinger einen ersten Überblick verschafft. Der Kader, der dann etwa zwei Jahre lang auf das Bundesjugendlager vorbereitet wird, umfasst dann zu Beginn ca. 24 Spielerinnen.

Problem vor BJL: Keine Wettkampfpraxis
In der Endphase der Vorbereitung steht dann im Vordergrund, die Spielerinnen in Wettkampfsituationen zu bringen, denn: „Der Termin des Bundesjugendlagers ist problematisch, da einige Spielerinnen dann fast ein halbes Jahr ohne Wettkampfpraxis sind. Wir bemühen uns dann durch zwei LV-Turniere sowie durch ein Teamcamp in der letzten Woche der Sommerferien, die Mädchen spielfähig zu machen und in Wettkampfstimmung zu bringen. Das ist nicht immer ganz leicht“, beschreibt Spissinger die Schwierigkeiten.

Die Reduzierung des Kaders auf die zwölf finalen Spielerinnen erfolgt unterschiedlich. Es gibt Kader, bei denen die endgültige Zusammensetzung schon viele Wochen vor dem Bundesjugendlager feststeht, aber auch Kader, wo sich noch in der Woche vorher personell Einiges tut.

Momentan befinden sich bei den Mädchen wegen der Umstellung auf den älteren Jahrgang zwei Kader in der D-Kader-Förderung (Jg. 1999 und 2000). „Im Prinzip machen wir in diesem Jahr eine Bestandsaufnahme der ´99er, denn es wird ja auch nicht nominiert. Daher auch die vergrößerte Anzahl der Trainingseinheiten“, erklärt Spissinger weiter.

DBB-Vorgaben unproblematisch
Auch er sieht sich von den DBB-Vorgaben nicht eingeengt: „Ich verspüre von Verbandsseite keinen übermäßigen Druck Spiele gewinnen zu müssen. Wir wissen, dass es in erster Linie darum geht, möglichst viele Spielerinnen aus Hessen in den Bundeskadern zu platzieren. Da muss dann schon einmal ein Teamergebnis hinten anstehen. Natürlich kann man die Vorgaben nicht immer eins zu eins umsetzen, aber sie behindern unsere Arbeit keinesfalls.“

Spielplan Bundesjugendlager 2013

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