Johannes Herber hat (s)ein Buch geschrieben1. April 2014

Er war nie der glamouröse Star, der eine Dreierserie nach der anderen auflegte oder spektakulär stopfte. Er war nach seiner Collegezeit häufig verletzt, kämpfte sich immer wieder heran und hatte so mit der deutschen Nationalmannschaft und mit seinen Klubs tolle Erlebnisse. Er war der Spieler, der Deutschland mit seinem Zwischenrundenauftritt gegen Italien bei der EM 2007 in Spanien auf dem Weg zu Olympia 2008 am Leben hielt. Aber es gab eben auch ganz bittere Erfahrungen. Das alles hat er jetzt in (s)einem Buch aufgeschrieben.

Wer die Kolumnen von Johannes „Joe“ Herber in der FIVE und in der BIG liebt, der wird auch sein Buch „Almost Heaven“ lieben. Doch es ist kein Buch nur für Basketballer. Es ist ein Buch, in dem ein junger Mann seine Karriere reflektiert, und zwar nicht anhand von Punkten und Erfolgen (die kommen natürlich auch vor), sondern viel mehr mit Blicken auf Menschen, Situationen, Konstellationen.

„Wir fühlen uns besser, wenn Du auf dem Feld stehst“ … wird in dem Buch zitiert, eine größere Anerkennung ist kaum vorstellbar. Und so wurde aus einem oft unauffälligen und stillen Johannes ein hochgeschätzter und gerne gesehener Joe (obwohl er auch schon vorher so genannt wurde …).

Zitat: „.. Ich wusste nun, wer ich war. <<Joe Hair-Bear>>, wie mich der Hallensprecher im Coliseum vorzustellen pflegte, ich kümmerte mich um die Kleinigkeiten. Da war kein Rebound, dem ich nicht nachsprang, kein Block, den ich nicht stellte, kein Laufweg, den ich nicht sprintete, kein Extra-Pass, den ich nicht spielte, kein Offensivfoul, das ich nicht annahm, kein Ball, den ich verloren gab. Ich war der Jack-of-all-trades. Ich beschränkte mich und spielte besser als je zuvor – mutiger und entschlossener. Die Dreier fielen, die Jumper saßen, auch riskante Pässe, kamen an. Herber is the glue, stand in der Presse, der Klebstoff, der das Team zusammenhält. …“ Zitat Ende

Wer Joe während seiner Karriere ein bisschen kennenlernen durfte, der weiß, dass er „etwas auf dem Kasten hat“, dass er über das Leben nachdenkt. Das verpackt er aber in seinem Buch nicht in eine intellektuelle Beweihräucherung, sondern in einen fesselnden Stoff, der oft den Spagat zwischen rauher Basketballsprache und sehr lesbarem Schreibstil schafft.

Zitat „… , als der Ball durchs Netz fiel. Es war mir egal. Alles war egal. Die Kreuzbandrisse und Bandscheibenvorfälle, die Schmerzen, die Sorgen, die Zweifel. Der siebte Satz auf der Beinpresse, das ungute Knacken im Knie. Schultze hatte gebrüllt, Nowitzki gerempelt, Kommentator Frank Buschmann geschrien: EIN RIESENWURF. Es hatte Uuh gemacht, das war alles, was in dieser Sekunde zählte …“ Zitat Ende

Johannes Herber hat sein Buch mit Abstand geschrieben, schafft aber dennoch eine unmittelbare Nähe, die einen eintauchen lässt, buchstäblich miterleben, was Joe bewegt und wie er sich gefühlt hat. Das ist die Kunst, die ein Autor haben sollte, seine Leser fesseln, auf welche Art auch immer. Joe hat sie.

Das Buch „Almost Heaven – Mein Leben als Basketballprofi“ ist im berlin Verlag erschienen, hat 256 Seiten und kostet 19,90 € (ISBN 978-3-8270-1178-7).

Wir verlosen drei Exemplare des druckfrischen Buches. Einfach bis zum 10. April 2014 eine E-Mail an info@basketball-bund.de schreiben und darin Name, Adresse und die Antwort auf folgende Frage vermerken: „Wie viele Punkte erzielte Johannes Herber im Zwischenrundenspiel gegen Italien bei der EM 2007 in Spanien?“

Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen. Wir drücken die Daumen!!!

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