JBBL TOP4: Paderborn Baskets sind JBBL-Meister 201220. Mai 2012

Die Paderborn Baskets haben die Deutsche U16-Meisterschaft gewonnen. Im Finale setzte sich die Mannschaft von Trainer Stefan Schettke nach intensiven 40 Minuten mit 88:75 gegen den FC Bayern München durch. Überragender Akteur bei den Baskets war U16-Nationalspieler Lars Kamp mit 29 Zählern; für Bayern erzielte Tim Hasbargen nicht minder beeindruckende 31 Punkte.

Den besseren Start in die Partie erwischten vor 750 Zuschauern in der Hagener ENERVIE Arena die Baskets aus Paderborn. Angetrieben vom starken Lars Kamp legten die Westfalen zum 6:2 vor. Die Bayern benötigten einige Minuten, um ihren Rhythmus zu finden, erwiesen sich in der Folge jedoch als ebenbürtiger Gegner. Schon früh zeichnete sich ab, dass die Partie von zwei Protagonisten dominiert werden würde: Auf Seiten der Baskets war U16-Nationalspieler Kamp Dreh- und Angelpunkt bei den Paderbornern, für die Bajuwaren entpuppte sich Tim Hasbargen an diesem Tag als der „Go to Guy“. Mit fünf Punkten in Serie erhöhte Kamp nach sieben Minuten auf 19:12, Hasbargen konterte mit der Schlusssirene nach dem ersten Viertel mit einem Dreier zum 18:22.

Hasbargen sollte es auch sein, der München zu Beginn des zweiten Viertels wieder auf zwei Zähler heranbrachte (22:24). Es folgte die stärkste Phase des FCB, der nach Punkten von Karim Jallow und erneut Hasbargen vier Minuten vor der Pause erstmals deutlicher in Führung ging (33:27). Die Baskets verließen sich auf ihren Leader Lars Kamp – und wurden nicht enttäuscht. Entweder punktete der Guard nach Drives zum Korb selbst oder setzte gekonnt seine Mitspieler in Szene. Zur Halbzeit (35:35) hatten sich die Baskets von ihrem kleinen Tief wieder erholt.

Mit frischem Elan und eine Spur wacher als die Bayern kam die Mannschaft von Trainer Stefan Schettke danach aus der Kabine, und auch Kamp machte da weiter, wo er vor der Pause (14 Punkte) aufgehört hatte. Sein Dreier bedeutete die 43:35-Führung für die Baskets (22.). Alan Boger erhöhte auf 51:38, Kamp direkt im Anschluss auf 53:38 (24.) – Bayern musste sich etwas einfallen lassen, um nicht früh entscheidend ins Hintertreffen zu geraten. Doch Paderborn blieb des trotz der beruhigenden Führung hochkonzentriert und legte in Person von Niklas Kiel, der ebenfalls ein starkes Spiel machte, nach (57:40, 25.).

Die Bisselik-Schützlinge behielten jedoch, wie schon im gestrigen Halbfinale gegen Nördlingen, die Köpfe oben und arbeiteten sich in der Folge Punkt um Punkt heran. Nach Ende des dritten Viertels betrug der Rückstand zwar immer noch zehn Punkte (54:64), doch die Bayern hatten den Glauben an sich und den immer noch möglichen Sieg wiedergefunden.

Zu Recht, wie der Beginn des Schlussabschnitts schnell zeigen sollte. Ein Drei-Punkte-Spiel von Hasbargen brachte München auf fünf Zähler heran (59:64, 32.). Alan Boger leistete sich ein Unsportliches Foul, Hasbargen konnte aber nur einen der fälligen Boni versenken (64:60). Das vierte Foul des im Gegensatz zum gestrigen Halbfinals diesmal unauffälligen Luis Figge sorgte für tiefere Sorgenfalten auf der Stirn von Baskets-Coach Schettke. Doch er hatte ja einen jungen Nationalspieler in seinen Reihen, der einfach „on fire“ war: Ein Korbleger und ein Freiwurf von Kamp ließen die Baskets ein wenig durchschnaufen (69:62, 35.).

Doch Paderborn auf den Guard zu reduzieren, würde dem beherzt kämpfenden Baskets-Team nicht gerecht. Speziell Niklas Kiel bewies, dass man sich in der Crunchtime auch auf ihn verlassen konnte: Sein Dreier zum 72:63 vier Minuten vor Schluss ließ die Westfalen und ihre zahlreich mitgereisten Fans erstmals vom Titel träumen. Als dann auch noch Boger Hasbargen an der Mittellinie den Ball klaute und zum 76:65 vollstreckte, Kamp kurz darauf auf 78:65 erhöhte, gab es in der gut gefüllten Hagener Arena nicht mehr viele, die noch an ein Comeback der Bajuwaren glaubten – außer ihnen selbst. Hasbargen, der am Ende auf 31 Punkte kam, verkürzte noch einmal auf 70:78 (37.), doch Punkte von Kiel zum 80:70 110 Sekunden vor Schluss sollten den Widerstand des FC Bayern München endgültig brechen. Hochverdient wurden die Paderborn Baskets zum ersten Mal Meister in der JBBL – ein Kompliment aber auch an den FC Bayern, der zu keiner Phase des Spiels aufgesteckt hat.

Stefan Schettke (Trainer Paderborn Baskets):

„Selbst als wir vier Minuten vor Schluss mit 14 Punkten geführt haben, habe ich zu meinen Jungs gesagt: `Das Ding ist noch nicht gelaufen´. Wir wussten um die Qualität der Bayern und auch, dass sie nicht aufgeben würden. Letztendlich kam man sagen, dass wir uns im Laufe der Saison kontinuierlich gesteigert haben und zum richtigen Zeitpunkt unseren besten Basketball gezeigt haben. Lars (Kamp, Anm. d. Red.) war heute sicher unser überragender Scorer, aber alle anderen sind für unseren Erfolg genauso wichtig – das hat auch das gestrige Halbfinale gezeigt, als gleich fünf Spieler bei uns zweistellig gepunktet haben.“

Berthold Bisselik (Trainer FC Bayern München):

„Glückwunsch an Paderborn zum verdienten Titelgewinn. Ich bin trotz der Niederlage stolz auf meine Jungs; allein, dass wir beim TOP4 dabei sind, ist eine Riesen-Sensation. Heute hat es an Kleinigkeiten gelegen – beispielsweise unsere zwei vergebenen Korbleger, die wir am Ende bei vier Punkten Rückstand nicht verwandeln konnten. Mitentscheidend war der Beginn der zweiten Hälfte, als Paderborn gleich zwei Dreier gegen den Mann getroffen hat und einen kleinen Run initiieren konnte. Wir dagegen waren heute mit insgesamt zwei Dreier aus der Distanz nicht so gefährlich wie sonst.“

Paderborn Baskets:

Jannis Bartels 0, Jonas Strümpel 0, Niklas Kiel 23/1, Lars Kamp 29/2 / vier Assists / vier Rebounds, Serkan Soylu 2, Noah Krüger 2, Till Pape 9, David Leff 0, Alan Boger 11/1, Alexander Michels 6, Luis Figge 6, Eyyub Sonmez 0

FC Bayern München:

Sebastian Schmitt 10, Elias Weigel 6, Tim Hasbargen 31/1, Benjamin Ivancic dnp, Yanik Stamer 2, Marco Hack Vazquez 2, Richard Freudenberg 3/1, Johann Kinshofer 7, Karim Jallow 14, Korbinian Stadler 0, Mathis Kindelmann 0, Sandro Papavlassopoulos dnp

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