JBBL TOP4: München übersteht Nördlingens Comeback19. Mai 2012

Vor den Augen von 700 Zuschauern in der Hagener ENERVIE Arena – darunter unter anderem die beiden Ex-Nationalspieler Ademola Okulaja und Henning Harnisch sowie „Hausherr“ Ingo Freyer (Trainer Phoenix Hagen) und die Junioren-Bundestrainer Frank Menz (U20), Kay Blümel (U18) und Harald Stein (U16) – setzte sich der FC Bayern München im zweiten JBBL-Halbfinale mit 65:60 (15:17, 22:13, 17:11, 21:19) gegen den TSV Nördlingen durch. Im Endspiel um die Deutsche U16-Meisterschaft trifft das Team von Trainer Berthold Bisselik am Sonntag (20.5.2012, 11:00 Uhr) auf die Mannschaft der Paderborn Baskets – die Partie wird live Internet auf www.LiveImNetz.de übertragen.

Im Duell der beiden süddeutschen Mannschaften erwischte Nördlingen des wesentlich besseren Start. Am Brett setzte sich Lukas Ferner gekonnt durch, während sein Zwillingsbruder Joschka es sich in der Anfangsphase zur Aufgabe machte, an beiden Enden des Feldes die Fehlwürfe einzusammeln. Kombiniert mit einer guten Transition, die viele einfache Zähler abwarf, konnte sich der TSV schnell deutlich absetzen (11:2, 3. Minute). Münchens Cheftrainer Berthold Bisselik sah sich zu einer Auszeit gezwungen, in der er offensiv wie defensiv einige Feinjustierungen vornahm. Zwar gehörte der nächste Korberfolg noch den Youngstern aus Nördlingen (13:2, 4. Minute), doch schon da war erkennbar, dass der FCB in der eigenen Hälfte ordentlich Beton anrührte. Mit einem 12:2-Lauf kamen die Rot-Weißen auf Schlagdistanz heran (15:14, 9. Minute). Da außer Tim Hasbargen (8) und Sebastian Schmitt (7) auf Münchener Seite jedoch niemand offensiv erfolgreich abschloss, sollte Nördlingen weiterhin in Führung bleiben (17:15, 10. Minute).

München schien langsam aber sicher seinen Rhythmus gefunden zu haben und glich kurz nach dem Wiederanpfiff durch einen Dreier von Richard Freudenberg erstmals seit Spielbeginn aus (22:22, 12. Minute). Den Landeshauptstädtern kam es zudem gelegen, dass Lukas Ferner früh sein drittes persönliches Foul kassierte und von Headcoach Zoltan Nagy vorsorglich auf die Bank beordert wurde (23:24, 14. Minute). Das Bisselik-Team nutzte die Gunst der Stunde und setzte konsequent nach. Zwar versuchte der TSV mit allen erdenklichen Mitteln dagegen zu halten, doch selbst die zahlreichen Offensiv-Rebounds konnten im zweiten oder gar dritten Anlauf nicht verwertet werden. Anders hingegen der FCB, der in Brettnähe hochprozentig einnetzte und sich so pünktlich zur Pause ein kleines Polster erspielen konnte (30:37, 20. Minute).

Nach dem Seitenwechsel verschwendete der FC Bayern München keinerlei Zeit damit, sich auf den defensiven Lorbeeren des zweiten Viertels auszuruhen. Nördlingen fand im Angriff überhaupt nicht zu seinem Spiel und musste fast tatenlos zusehen, wie sich die Konkurrenz zweistellig absetzte (34:45, 23. Minute). Zusätzliche wurde der TSV am Brett geschwächt, als Lukas Ferner, bis dahin einer der absoluten Aktivposten, nach seinem fünften Foul frühzeitig vom Platz musste (36:46, 26. Minute). Hasbargen und Co. nutzten die so frei gewordenen Räume am Brett und attackierten den Nördlinger Korb bei jeder sich bietenden Gelegenheit, was sich mittelfristig auf der Anzeigetafel bemerkbar machte (41:54, 30. Minute).

An Aufgabe war in Reihen des TSV allerdings nicht zu denken. In mühsamer Kleinarbeit, aber vor allem mit der notwendigen Intensität in der Verteidigung, kämpfte sich Nördlingen Zähler um Zähler heran (55:60, 36. Minute). Die Nagy-Truppe witterte Morgenluft und war nach einem defensiven Stopp sowie einem Dreier von Johannes Raab plötzlich ganz dich dran am gelungenen Comeback (58:60, 37. Minute). Mit der Chance auf den Ausgleich auf der Hand war es an Münchens Sebastian Schmitt, der mit einem Steal plus Korbleger in Gegenbewegung wenig später für die Vorentscheidung sorgte (60:64, 38. Minute). Nördlingen ging die Zeit aus, um einen zweiten Lauf zu lancieren und doch noch an der Konkurrenz vorbei zu ziehen. Der FCB steigerte sich in der Schlussphase beim Reboundverhalten und ließ so nichts mehr anbrennen.

Im Finale um die JBBL-Meisterschaft treffen die Bajuwaren am Sonntag, den 20. Mai 2012, auf die Paderborn Baskets. Die Begegnung wird per Livestream im Internet auf www.LiveImNetz.de übertragen.

Berthold Bisselik (Trainer FC Bayern München)

“Wir sind ganz schlecht ins Spiel gestartet, haben dann aber durch unsere Defensive unseren Rhythmus gefunden. Mir war vorher klar, dass sich beide Teams auf Augenhöhe begegnen werden. Nördlingen darf man nie abschreiben, denn sie haben en großes Kämpferherz. Für uns war wichtig, die Köpfe oben zu behalten, als Nördlingen kurz vor Schluss noch einmal herankam. Für uns ist das Erreichen des Endspiels ein Traum, den wir genießen wollen.”

Zoltan Nagy (Trainer TSV Nördlingen):

“Wir haben solide gespielt, uns aber ungewöhnliche viele Fehler erlaubt. Nach unserem guten Start haben wir unseren Rhythmus verloren und uns das Leben durch unsere ganzen Ballverluste selbst schwer gemacht. Ich glaube, meine Jungs waren vor dieser großen Kulisse ganz schön nervös, das hat sicher auch eine Rolle gespielt. Weh tat uns das frühe foulbedingte Ausscheiden von Lukas Ferner. Trotz der Niederlage sind wir sehr glücklich, überhaupt bei diesem TOP4 dabei gewesen zu sein.”

TSV Nördlingen:

Georg Beyschlag (2), Jan Grempels (dnp), Simon Brunner (4), David West (2), Jonathan Tritscher (2), Moritz Trieb (dnp), Fabian Pfitzner (dnp), Johannes Raab (10/1 Dreier), Michael Dorsch (18), Paul Pfeilschifter (dnp), Lukas Ferner (7/1), Joschka Ferner (15, 9 Rebounds)

FC Bayern München:

Sebastian Schmitt (15), Elias Weigel (4), Tim Hasbargen (18), Benjamin Ivancic (dnp), Yannick Rosenlehner (dnp), Marco Hack Vazquez (4), Richard Freudenberg (16/2), Johann Kinshofer (6), Karim Jallow (2), Korbinian Stadler (0), Mathis Kindelmann (dnp), Sandro Papavlassopoulos (dnp)

Weitere News

30. September 2016

DBB-Damen und Herren im Ausland

Wöchentliche Berichterstattung ab dem NBA-Start

ZipserBaer2016-500

28. September 2016

Bundesjugendlager 2016: Die Headcoaches sprechen

Große Vorfreude auf den Jahreshöhepunkt

BJL2013-500

27. September 2016

Erste EuroBasket-Tickets im Verkauf

In Istanbul bereits Finalkarten erhältlich

EuroBasket2017Arena-500

DBB auf Flickr

Bitte anklicken, um die Slideshow zu öffnen.