JBBL-Finale: Team ALBA Urspring gewinnt Meistertitel15. Mai 2011

Team ALBA Urspring vs. BBA Ludwigsburg 73:68 (28:35)

Das Team ALBA Urspring ist neuer JBBL-Meister. Im Finale bezwangen die Schelklinger TOP4-Gastgeber BBA Ludwigsburg vor 1.700 Zuschauern nach 40 höchst intensiven Minuten mit 73:68 (17:17, 12:18, 23:18, 22:15). Nachdem Urspring im vergangenen Jahr im TOP4-Halbfinale gegen den späteren Meister IBBA Berlin unterlegen war, hatte sich die Mannschaft von Trainer Reiner Braun in diesem Jahr in einer Neuauflage des letztjährigen Semifinales gegen die Hauptstädter durchgesetzt und erntete nun im Finale auch noch Meister-Ehren. Bester Korbjäger beim neuen Champion war Gavin Schilling mit 32 Zählern, für Ludwigsburg erzielte Tobias Heintzen 15 Zähler.

Munterer und zugleich konzentrierter Auftakt beider Teams: Sowohl Urspring als auch Ludwigsburg setzten von Beginn an auf eine starke Defensive und geordnetes Setplay. Die offensiven Ausstiege liefen dabei zunächst nicht über die gewohnten Protagonisten, sondern bei Urspring über Guard Daniel Ivanov (erzielte vier der ersten acht Urspring-Punkte) und bei Ludwigsburg über Yannick Armbrust, der im ersten Viertel sechs Punkte markierte. Gavin Schilling, der noch im Halbfinale gegen IBBA Berlin die ersten 14 Zähler Ursprings markiert hatte, wurde von der Defensive der BBA gut abgeschirmt und kam erst in der achten Minute zu seinen ersten Zählern (10:10). Was für die Schwaben galt, zeichnete auch Urspring aus: Ihre beweglichen Defensivreihen machten es dem TOP4-Gastgeber schwer, erfolgsversprechende Würfe abzusetzen. Mit einem gerechten 17:17 ging es in die erste Viertelpause.

Im zweiten Abschnitt war es dann Urspring, das besser aus dem kurzen Break kam. Mit einem 7:0-Run zog die Mannschaft von Coach Reiner Braun auf 24:17 davon. Dann schlug die große Stunde von Ludwigsburgs Kapitän Tobias Heintzen: Mit zwei Dreiern führte er die BBA wieder auf 23:26 (17.) heran und sorgte am anderen Ende des Feldes mit aufopferungsvoller Defense dafür, dass Ursprings Center Schilling für jeden seiner Zähler hart arbeiten musste. Inspiriert von Heintzen fand nun auch U16-Nationalspieler Robert Zinn ins Spiel: Zunächst verkürzte er mit seinen ersten Punkten des Spiels auf 25:26 (17.), um eine Minute mit einem Dreier die Führung für Ludwigsburg zurück zu holen (28:26, 18.). Heintzen erhöhte auf 30:26 und vollendete einen 10:0-Run der BBA, ehe er sein drittes Foul kassierte und von Coach Cäsar Kiersz für den Rest der ersten Hälfte auf die Bank beordert wurde. Mit Erklingen der Halbzeitsirene versenkte Zinns Nationalmannschaftskollege Stefan Ilzhöfer einen Dreier, sodass Ludwigsburg mit einer 35:28-Führung in die Halbzeit ging.

Kam Gavin Schilling in der ersten Hälfte (9 Punkte) noch nicht so zur Entfaltung wie gewohnt, so änderte sich nach dem Seitenwechsel: Mit sieben Punkten in den ersten vier Minuten, darunter zwei krachende Dunkings, verkürzte er Ursprings Rückstand auf 37:42 (24.). Und es sollte noch besser kommen für die Schelklinger: Zaire Thompson, der das gesamte Spiel über klug Regie führte, erzielte mit zwei Dreiern wieder die Führung für Urspring (45:42, 26.). Danach war es an Robert Zinn, die BBA wieder ins Spiel zu bringen: sieben der nächsten neun Ludwigsburger Punkte gingen auf das Konto des Point-Guards, die Hausherren lagen zu diesem Zeitpunkt 53:45 in Front (29.). Danach die Schrecksekunde für die Schwaben: Sowohl Zinn als auch Heintzen, der bis dato exzellent gegen Gavin Schilling verteidigt hatte, kassierten jeweils ihr viertes Foul. Eben jener Schilling war es, der Urspring bis zur Viertelpause mit vier Punkten wieder auf 51:53 herangebracht hatte.

Es war also alles bestens präpariert für ein spannendes Schlussviertel, in dem sich Ludwigsburg auch ohne das Duo Zinn/Heintzen schnell eine Zehn-Punkte-Führung (63:53, 33.) erarbeitete. Doch Urspring sollte sich auf sein Kämpferherz und seinen One-Two-Punch Zaire Thompson/Gavin Schilling verlassen können: Das Duo markierte 18 der letzten 16 Urspring-Punkte. Eminent wichtig waren jene vier in Serie des quirligen Thompson, die den Schelklingern eine Minute vor Schluss die 67:66-Führung bescherten. Heintzen, Ludwigsburgs Bester an diesem Tag, konterte zwar noch einmal zum 68:67, doch Schilling nutzte in der Crunchtime seine körperliche Überlegenheit und erzielte die letzten sechs Urspring-Punkte zum 73:68-Endstand.

Team ALBA Urspring:
Nußbaumer (dnp), J. Staiger (dnp), Ivanov (8), Eisele (0), Berger (4), Güray (0), Dejworek (11/1, 13 Rebounds), Milkereit (dnp), A. Staiger (dnp), Thompson (18/2), Schilling (32, 9 Rebounds).

BBA Ludwigsburg:
Lang (dnp), Kutschmar (0), Armbrust (8), Vico (dnp), Otto (2), Bechtel (dnp), Heintzen (15/2, 7 Rebounds), Neumann (2), Ilzhöfer (9/3), Zinn (14/2, 6 Rebounds, 6 Assists), Velagic (8), Joos (10).

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