Interessante Spielerinnen und Spieler auf jeder Position4. Oktober 2012

Wenn die versammelten Bundestrainerinnen und Bundestrainer unisono sagen, dass es „interessante Spielerinnen und Spieler auf jeder Position“ zu sehen gibt, dann darf das für die Zukunft des deutschen Basketballs sehr zuversichtlich stimmen. So geschieht es derzeit beim Bundesjugendlager im Olympia-Stützpunkt Rhein-Neckar in Heidelberg. Rund 200 junge Korbjägerinnen und Korbjäger der Jahrgänge ´98/´99 zeigen in jeweils acht regionalen Auswahlteams ihr Können und möchten sich für einen der neuen Nationalkader empfehlen.

„Es ist ein guter Jahrgang, den wir hier sehen“, sagt der hauptamtliche U18-Bundestrainer der Jungen, Kay Blümel. „Wir haben einige große Spieler mit sehr guter Perspektive, allen voran Moritz Sanders, der ähnlich wie Jan-Niklas Wimberg bei den ´96ern oder Leon Kratzer bei den ´97ern hervorsticht. Außerdem zeigen sich hier viele gute Guards, bei denen es aber aufgrund der nicht genau zu ermittelnden finalen Körpergröße noch schwierig ist, eine perspektivische Einschätzung zu treffen. Ich denke aber, dass einige Top-Guards herauskommen, die größer als 1,90 Meter werden“, so die weitere Einschätzung des Coaches, der in Heidelberg neben U20-Bundestrainer Frank Menz und U16-Bundestrainer Harald Stein für die Sichtung zuständig ist.

Alle drei betonen, dass es hier und da noch Nachholbedarf bei den „Basics“ gibt und dass besonders diese „Kleinigkeiten“ ganz wichtig sind. Der positive Dialog mit den Landestrainern hat dazu geführt, dass mittlerweile etwa „90 Prozent“ der Vorgaben der Bundestrainer auch umgesetzt werden. „Das ist ein sehr positiver Wert“, bringt es Blümel auf den Punkt. Alle Spielerinnen und Spieler sind beim Bundesjugendlager zudem mit großer Begeisterung und Einsatzbereitschaft dabei.

Der Tatsache, dass Eltern in diesem Alter eine ganz wichtige Rolle für ihre Kinder spielen und vor allem die Entscheidungen für sie treffen, ist die Einführung einer Elternveranstaltung geschuldet, mittels der die interessierten Eltern detailliert darüber informiert werden, was mit ihren Kindern in den zwei Jahren nach dem Bundesjugendlager passiert. „Dazu gibt es auch eine Broschüre, in der zum Beispiel alle wichtigen DBB-Ansprechpartner aufgeführt sind. Wir möchten als DBB Entscheidungshilfen geben und raten den Kindern davon ab, sich in dem Alter schon an Spieleragenten zu wenden“, erklärt Blümel weiter.

Auch Alex Maerz, hauptamtliche Bundestrainerin für den weiblichen Nachwuchs, berichtet positiv vom diesjährigen Bundesjugendlager. „Ich freue mich besonders darüber, dass wir Spielerinnen auf allen Positionen haben, deren weitere Beobachtung und Förderung sehr viel verspricht. Das gibt uns die Möglichkeit, viel breiter zu sichten, als wenn nur ein, zwei überragende Spielerinnen hier wären“, meint sie, die gemeinsam mit U20-Bundestrainer Harald Janson und U16-Co-Trainerin Janet Fowler-Michel in Heidelberg sichtet. „Die Leistungen der Spielerinnen sind noch sehr schwankend, auch der Abstand zwischen den einzelnen Landesverbänden ist groß. Generell zeigt sich auch hier beim Bundesjugendlager das große Problem des weiblichen Nachwuchses in Deutschland, dass es insgesamt einfach noch zu wenige hauptamtliche Trainerstellen gibt“, schließt Maerz.

Der zuständige DBB-Vizepräsident Stefan Raid schließlich fasst die Eindrücke vom Bundesjugendlager kurz und treffend zusammen: „Das Bundesjugendlager ist und bleibt ganz wichtig für unsere Nachwuchsarbeit in Deutschland. Die Zusammenarbeit mit den Landesverbänden ist durchweg sehr gut und Änderungen hier und da tun der Veranstaltung nur gut!“ Am Samstag Abend nach den Endspielen werden die gesichteten Spielerinnen und Spieler bekannt gegeben.

Beim Bundesjugendlager findet ebenfalls eine Schiedsrichter-Sichtung des EVA-C-Kaders des DBB statt. Junge Schiedsrichter im Alter von 16-24 Jahren, die bisher in Oberligen und Regionalligen zum Einsatz gekommen sind und bereits z.B. beim Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ gesichtet wurden, sind in Heidelberg dabei und werden dort von Dr. Harald Steinhoff, Jürgen Unger, Horst Molitor und Jonas Reiter beobachtet.

Am morgigen Freitag wird eine neue Folge von DBB-TV mit dem Thema Bundesjugendlager 2012 veröffentlicht.

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