Hittfeld Sharks sind Deutscher U14-Meister19. Juni 2009

Mit Power-Basketball zur Deutschen Meisterschaft – Gutes Omen für die U17-WM 2010
Etwas verspätet, aber wie wir finden, durfhaus noch rechtzeitig, erreichte uns folgender Text:

(ik) – Damit hatte keiner gerechnet. Hamburg hat nach über 20 Jahren wieder einen Deutschen Meister im Jugend-Basketball: die Hittfeld Sharks! Mit dem Team der U14 holten sie in Bamberg ungeschlagen den Titel. In einem hochklassigen, engen Finale siegten die Haie gegen die FV Basketballstiftung Bamberg am Ende mit 90:81. „Das war das beste Spiel, was wir je gezeigt haben. Die Jungs haben unglaublich gekämpft und in jeder Phase des Spiels an sich geglaubt,“ freute sich ein überglücklicher Coach Lars Mittwollen.

Seit Monaten hatte er konzentriert seinen Trainingsfahrplan verfolgt und die jungen Spieler auch mental so vorbereitet, dass sie mit den Ansprüchen gewachsen sind und unter enormen Druck ihre allerbeste Leistung abrufen konnten. Ungeschlagen waren sie so nach Bamberg zum Top 4-Finale gereist und konnten sich auch im Halbfinale gegen die SG Towers Speyer-Schifferstadt mit 87:64 durchsetzen. Hier zeigte sich bereits, dass die Hittfelder ein sehr druckvolles Spiel aufziehen konnten und auf allen Positionen vom Aufbau bis zu Center mit einer tiefen Bank stark besetzt waren.

Zum Finale war die Halle in Breitengüßbach ein bis auf den letzten Platz mit trommelnden Fans gefüllter Hexenkessel. Schon beim Warmspielen spürte man, wie die Hittfelder auf dieses Spiel brannten und auch bei der Nationalhymne kaum noch ruhig stehen konnten. Mit dem Sprungball entlud sich dann die Spannung, und die Sharks waren auf den Punkt voll da, um selbstbewusst den übernervösen Bambergern ihr variables Spiel aufzudrücken. Nach dem ersten Viertel führten die Sharks mit 27:14.

„Ich habe in dieser Altersklasse noch nie so einen schnellen Power-Basketball gesehen,“ kommentierte der frühere Hittfelder Jugendcoach Arne Bens, der auf der Tribüne den 50 Kopf starken Fanblock aus Hittfeld immer wieder mit Sprechchören und Paukenschlägen anheizte. Im zweiten Viertel fanden die Bamberger zu ihrem Spiel und kämpften sich zur Pause heran (46:40). Obwohl die Sharks spielstark aus der Kabine kamen und ihr druckvolles Angriffsspiel weiter umsetzen konnten, gelang den erstarkten Bambergern in der 7. Minute des dritten Viertels nach zwei Dreiern in Folge der Ausgleich zum 56:56. Die Halle tobte, der Stadionsprecher heizte den Bambergern ein und das Spiel drohte zu kippen.

Doch speziell in dieser Phase bewiesen die Sharks mentale Stärke und setzen sich siegeswillig innerhalb von einer Minute erneut ab. „Unglaublich, wie diese erst 13-jährigen Jungs so erwachsen agieren und so viel Druck aushalten konnten,“ lobte Lars Mittwollen. Mit 67:60 ging es in den Schlussabschnitt. Als sieben Minuten vor Schluss Hittfelds Topscorer Janis Stielow nach dem fünften Foul das Spielfeld verlassen musste, witterten die Bamberger Siegesluft und kamen auf 74:77 heran.

Doch jetzt zeigte sich die wahre Stärke der Sharks im kompakten Teamplay. Kapitän Till Tegeler ballte die Faust zum Aufbruch, Rene Kindzeka, mit 27 Punkten und einer Spielzeit von 36:34 Minuten im Finale wertvollster Spieler, legte noch eine Schüppe drauf, und auch Guard Steffen Grimme mit einer bis dato schon unglaublichen Laufleistung rannte die Bamberger Defense quasi über den Haufen. Die Bank stand geschlossen, feuerte ihre Mannschaft an. Keinen Zuschauer hielt es noch auf den Plätzen. Die letzten Minuten schienen endlos zu sein, ständig unterbrochen von Fouls und Freiwürfen. Als der erlösende Buzzer beim Stand von 90:81 endlich kam, stürmten die Spieler aufs Feld und begruben Ball und sich selbst unter einem riesigen Menschenknäuel. All die Arbeit, das harte Training und die Entbehrungen hatten sich gelohnt. „Bei uns hat einfach alles gestimmt, vom Teamaufbau, von der bombastischen Organisation und vom Support im Umfeld,“ erklärte Teammanager Björn Günther.

Lars Mittwollen hat einfach alles richtig gemacht. Von Anfang an. Früh entschied er sich, sein Team mit drei Kaderspielern vom SV Bramfeld (Rene Kindzeka, Kai Nagora und Toni Nöldemann) zu verstärken, die vor allem menschlich und teamfähig optimal in das bestehende Sharks Team integriert werden konnten. Das passte. Mittwollen war klar, dass man eine Deutsche Meisterschaft nicht mit Einzelleistungen, sondern nur mit Teamplay gewinnen kann und setzte dort seinen Schwerpunkt.

Als ebenfalls goldenes Händchen erwies sich Mittwollens Entscheidung, den Bramfelder Trainer Christian Preibisch als Co-Trainer an seine Seite zu holen. Ein wahrer Glücksgriff, ein Dreamteam, wie sich zeigte. „Ich bin aufgrund meines jungen Alters einfach noch näher an den Spielern dran,“ erklärt der 21-Jährige. So führten sie die Jungs nicht nur sportlich an ihren Leistungshöhepunkt, sondern setzten ganz auf Teamgeist und Selbstvertrauen. Ein Teamname, ein Logo und ein Motto entstanden in Gemeinschaftsarbeit: „Offense wins games, defense wins championships“. Das hat sich ausgezahlt. Alles richtig gemacht.

Zum Meister-Team gehören:
Steffen Grimme, Jan Ludwig, Toni Nöldemann, Kristoffer von der Ohe, Piet Menzel, Marco Koeppe, Joschua Simon, Rene Kindzeka, Dominik Mönke, Janis Stielow, Kai Nagora, Till Tegeler und Jan-Frederick Rohde. Coaches Lars Mittwollen, Christian Preibisch, Björn Günther.

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